#192 Woanders ist es doch auch nicht besser.

Shownotes

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Hast du dir in schwachen Momenten auch schon einmal eingeredet, dass es in der freien Wirtschaft ohnehin nicht besser wäre? Wenn Bekannte dir vorhalten, du seist als verbeamtete Lehrkraft doch absolut privilegiert, übernimmt man diesen fatalen Glaubenssatz nur allzu leicht. Doch in dieser Folge deckt Isabell auf, dass hinter dem Satz "Woanders ist es auch nicht besser" in Wahrheit ein mächtiger psychologischer Schutzmechanismus deines eigenen Nervensystems steckt. Sie beleuchtet das Phänomen der kognitiven Dissonanz und erklärt, warum wir den schmerzhaften Widerspruch zwischen unserem täglichen Leiden im Schulsystem und unserem tatsächlichen Bleiben oft unbewusst auflösen, indem wir uns berufliche Alternativen systematisch schlechtreden. Erfahre, wie dich dieser innere Konflikt in die Passivität zwingt und dich blind für echte Handlungsspielräume in der Grauzone macht.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Live auf der Lehramt.

00:00:02: Wie kommt es denn, dass Personen die offensichtlich und wenn man sie auch befragt in einer Job-Situation leiden?

00:00:14: Und dann auch schon viel versucht haben und ist trotzdem unlösbar erscheint!

00:00:19: Wie kommt das eigentlich, dass diese Situation nicht verlassen und dann ihr Glück noch mal von Neuem beginnen?

00:00:26: Woanders beginnen ja... und dann halt den Job wechseln.

00:00:31: Wie kommt das?

00:00:35: Hallo ihr Lieben!

00:00:43: In der heutigen Folge möchte ich mich zusammen mit dir, hier und da gehört hast, und den du vielleicht auch dir selber in manchen schwachen Momenten schon mal beschwichtigend innerlich gesagt hast.

00:01:19: Und das ist der Satz woanders es doch auch nicht besser!

00:01:24: Natürlich in Bezug auf deinen Arbeitsplatz.

00:01:27: Vielleicht hast du schon mal auf einer Party den Fehler gemacht, über deinen Beruf mit anderen Nicht-Lehrkräften zu sprechen und die haben dir direkt gespiegelt was für ein verwöhnter Mensch im Elfenbeinturm du bist.

00:01:44: Da diese Mängel anzukreiden, das sind doch wirklich Third World Problems über die du dich beschwerst.

00:01:51: Denn sie haben es an ihrem Arbeitsplatz ja noch viel schlimmer.

00:01:55: also glaub mal bloß nicht da draußen.

00:01:57: wer ist besser da draußen hätte irgendjemand auf dich gewartet?

00:02:01: Andere Arbeitsplätze sind halt einfach anders scheiße, von daher schau was du da tolles hast mit deiner Verbeamtung, deiner Sicherheit, deine Unkündbarkeit und deinem guten Gehalt.

00:02:13: Und halb mal schön die Füße stillen und behällige uns hier nicht mit deinen komischen Mäkeleien und Beschwerden.

00:02:20: Kommt ihr das irgendwie bekannt vor?

00:02:23: Komprimiert auf den Satz woanders ist es doch auch nicht besser!

00:02:28: Irgendwie gehört Unzufriedenheit ja auch zum Arbeitnehmer dasein dazu.

00:02:34: Und mit diesem Satz möchte ich mich heute mit dir befassen!

00:02:39: Was glaubst du, wie wir an diesen Satz rangehen könnten?

00:02:43: Wenn du jetzt erwartest dass ich dir Beispiele von ehemaligen Kundinnen und Kunden aufzeige wo es doch tatsächlich deutlich besser ist und dir das jetzt beschreibe in welcher Hinsicht das denn besser Dann stelle ich jetzt die These auf, dass du mir das vielleicht auch nicht glauben würdest.

00:03:07: Warum?

00:03:08: Weil das Problem nicht ist ob es objektiv woanders tatsächlich besser ist sondern was dein Gehirn aktuell mit dieser Information macht.

00:03:19: Das is ja wo anders vielleicht auch besser sein könnte.

00:03:23: Es ist also ein losing game für mich dir Beispiele aufzuzeigen, wo es denn objektiv besser ist oder Menschen glücklicher sind.

00:03:35: Und darum möchte ich in dieses Loosing Game auch gar nicht erst einsteigen!

00:03:40: Was ich stattdessen machen möchte, ist beleuchten welche Psychodynamiken bei vielen Menschen greifen die diesen Satz woanders isst doch auch nicht besser glauben.

00:03:54: Und verstehe mich nicht falsch, ich halte dich nicht für dumm weil du diesen Satz möglicherweise aktuell für wahr hältst.

00:04:01: Woanders ist es doch auch nicht besser!

00:04:04: Im Gegenteil, ich kann das sehr gut verstehen dass es für eine Person die aktuell ein sehr belastendes Job erleben hat so erscheinen mag als sei das objektiv so, dass andere Jobs auch nicht.

00:04:21: Die Tatsache, dass du diese Podcast-Folge hörst.

00:04:25: Vielleicht hatte ich der Titel neugierig gemacht weil du diesen Satz kennst oder ihn auch für wahr hältst?

00:04:33: Die Tatzache das du diese podcastfolge vielleicht gezielt anhörst die zeigt, dass es in dir eine Seite gibt, die diesem Satz aktiv hinterfragt.

00:04:47: Möglicherweise gibt es eine Seite, die diesen Satz für wahrhält und es gibt eine andere Seite.

00:04:55: Eine sehr lebendige reflektierte Seite, Die das nicht so ganz glauben mag und die mal gerne hören möchte was ich dazu zu sagen hatte.

00:05:06: Die möchte gestalten Verantwortung übernehmen was verändern.

00:05:10: Das heißt Möglicherweise hältst du diesen Satz gar nicht zu hundert Prozent für wahr, denn sonst hättest du vielleicht gar nicht in diese Folge reingesgibt.

00:05:25: Möglicherweise ist deine Einstellung zu diesem Satz also ambivalent!

00:05:29: Es gibt eine Seite in dir die befürchtet das es so sein könnte – woanders ist doch auch nicht besser.

00:05:38: und es gibt andere Seiten neugierige skeptische Seiten, vielleicht auch hoffnungsvolle Seiten.

00:05:47: Die vermuten das kann nicht die ganze Wahrheit sein und das macht dich vielleicht im Moment auch mit handlungsunfähig zusammen mit wahrscheinlich ganz vielen anderen Glaubenssätzen, die da auch aktiv sind und ich nutze hier schon den Begriff Glauben Satz um aufzuzeigen, das ist keine objektiv evidenzbasierte Wahrheit.

00:06:11: Sondern das Beruhrtaufannahmen – das ist ein Glauben!

00:06:16: So dass du jetzt vielleicht gerade handlungsunfähig bist weil dieser Satz in dir aktiv ist und eine Seite von dir diesen Satz für wahrhält.

00:06:26: Das könnte ja einem Zweck dienen Und tatsächlich ist es eine sehr schlaue Schutzreaktion deines Systems um genauer zu sein deines Nervensystems, um dich vor noch mehr Unsicherheit zu bewahren.

00:06:44: When in doubt don't do it!

00:06:47: Also es ist nicht dumm jetzt nicht ins Handeln zu kommen sondern so lange Zweifel bestehen erst mal die Füße stillhalten.

00:06:56: das ist eindeutig eine psychologische Schutzreaktion, dass du jetzt nicht irgendwie zu schnell vorpresst und hinterm nächsten Busch wartet ein Säbelzahntiger.

00:07:07: Und dann war es das!

00:07:10: Ich habe einen sehr heftigen Vergleich für dich... ...und bitte fasse das nicht falsch auf, denn das ist jetzt natürlich sehr überspitzt.

00:07:22: aber wenn wir diese Psychodynamik mal beleuchten Wie kommt es denn, dass Personen die offensichtlich und wenn man sie auch befragt in einer Job-Situation leiden?

00:07:37: Und dann auch schon viel versucht haben.

00:07:39: Und ist trotzdem unlösbar erscheint!

00:07:42: Wie kommt das eigentlich, dass diese Situation nicht verlassen und dann ihr Glück nochmal von neuem Beginn woanders beginnen ja und dann halt den Job wechseln?

00:07:55: Wie kommt das?

00:07:56: Und da möchte ich ein Vergleich heranziehen aus einem ganz anderen Bereich, nämlich der Vergleich der Beziehungen zwischen Mann-Frau-, Mann-Mann-, Frau-Frauengender egal in diesem Moment.

00:08:10: Aber sicherlich kennst du Beziehungsdynamiken die mindestens einer von beiden Personen nicht gut tun.

00:08:19: Vielleicht hast Du sie selbst schon erlebt oder von außen beobachtet wo man sich fragt Mein Gott, warum trennen die sich nicht?

00:08:29: Vielleicht wenn man von außen auf die Beziehung einer guten Freundin oder eines Freundes schaut und denkt oh mein ey der tut ihr überhaupt nicht gut.

00:08:41: Warum erkennt sie das nicht?

00:08:42: Warum lässt sie den nicht mal endlich... ziehen?

00:08:46: und dann sucht sie sich halt einen neuen Typen, die ist doch eine attraktive schlaue Frau.

00:08:50: Die findet doch sofort jemanden der ihr wirklich die Wertschätzung entgegenbringt, die sie

00:08:56: verdient.".

00:08:58: Wenn das jetzt psychologisch eine schwierige Beziehung ist, dann ist das das eine, ne?

00:09:03: Toxische Beziehungen!

00:09:05: Das ist ja jetzt gerade auch das Thema toxisch – alles ist irgendwie toxisch auf Social Media.

00:09:10: Noch viel heftiger ist es falls Gewalt im Spiel wäre.

00:09:15: Gewalt in der Ehe oder Gewaltinbeziehungen ist ja ein ganz krasses Thema und dazu eine bisschen anekdotische Evidenz.

00:09:26: Ich habe jetzt neulich eine Reportage gesehen über Frauenhäuser, da wurden die Betreiberinnen des Frauenhauses befragt zum Thema Gewalt In Der Ehe.

00:09:40: Die Frauen, die bei uns hier in den Häusern sind, die erleben viel Gewalt und die gehen dann durchaus auch wieder zurück zu den Männern.

00:09:49: Und im Schnitt dauert das so bis zu sieben Jahre – bis eine Frau, die Gewalt in der Ehe erlebt sich tatsächlich trennt!

00:09:58: Manche nie, manche bleiben... Das ist jetzt wirklich ein ganz heftiger Vergleich, ja?

00:10:04: Also bitte verstehe das nicht falsch.

00:10:06: Ich möchte hier Lehrkräfte die unzufrieden im Beruf sind und Frauen die Gewalt in der Ehe erleben oder auch Männer die Gewalte in der ehe erlebten aber statistisch wissen wir häufiger sind es Frauen die gewalt in er erleben auf keinen fall auf den gleichen Level setzen.

00:10:26: Bitte, das möchte ich hier noch mal festhalten.

00:10:28: Ich möchte dir nur sehr, sehr zugespitzt einmal verdeutlichen auch Personen die wirklich körperliche Gewalt erleben in einer Beziehungssituation, die sehr emotionsbeladen ist Auch die haben Schwierigkeiten diese Situation hinter sich zu lassen sondern psychologisch bauen sich da immer wieder Einsprüche auf, ach aber er liebt mich doch.

00:10:58: Aber schau mal da war ja doch wieder so nett!

00:11:01: Da hat der mir Blumen mitgebracht.

00:11:03: Ach da kommt die Hoffnung wieder.

00:11:06: Es gibt offensichtlich ganz mächtige psychologische Mechanismen Die dann diese Frauen dazu veranlassen Doch wieder zurück in diese Situation zu kehren.

00:11:16: So wenn das schon so ist In solch krassen Situation Und wir übertragen dass.

00:11:25: Natürlich ist es nicht übertragbar, aber wir schauen jetzt auf die Situation einer Lehrkraft, die wirklich im Job leidet.

00:11:32: Vielleicht einen Burnout schon erlebt hat, wieder in eine Krisensituation geschlittert ist und diese Person, die hadert trotzdem mit dem Beruf und hat immer wieder Ups-und Downs und hat Phasen wo sie denkt Ach ja, es ist aber doch auch irgendwie ein schöner Beruf und gestern war ich sogar mal gerne in der Schule.

00:11:54: Ach ja vielleicht hat das ja doch Zukunft!

00:11:58: Ist doch total verstehbar dass es schwierig ist aus einer solchen Situation Abstand zu nehmen und auch solche Glaubenssätze wie woanders ist es doch nicht besser zu entkräften in den Wind zu schlagen und sich aus der Situation zu lösen Wenn wir sehen, wie mächtig diese Psychodynamiken sein können in einem Kontext wo jetzt wahrscheinlich keine körperliche Gewalt im Spiel ist.

00:12:28: Für manche Lehrkräfte ja übrigens doch die sie erleben von Schülerinnen oder anderen Personen im Schulsystem wenn wir also sehen wie mäftig diese Psychodynamics in akuten Bedrohungssituationen selbst sein können, wird es doch umso verstehbarer dass sie auch in komplexen nagenden Leidenssituationen genauso am Werk sind.

00:12:56: Da vielleicht sogar noch heftiger weil es ja mehr Ambivalenz gibt, vielleicht nicht so krass zugespitzt negatives erleben sondern permanent negativ plätschendes erleben und auch permanent die positiven Zwischentöner.

00:13:11: Was passiert denn da eigentlich bei dieser Dynamik?

00:13:15: Grundlegend gibt es da eine cognitive Dissonanz zwischen dem Bedürfnis, diese Situation zu entfliehen.

00:13:25: So kann es nicht weitergehen – wo soll das enden?

00:13:29: und den tatsächlichen Verhalten.

00:13:32: Das Verhalten ist nämlich ja ich bleibe!

00:13:35: Ich bleibe und ändere nichts.

00:13:37: gleichzeitig Hab ich immer wieder diesen Leidensdruck, oh nein so kann das nicht weitergehen.

00:13:43: Wie furchtbar war das heute?

00:13:44: Ich will da nicht mehr hin aber ich bleibe!

00:13:48: So, da entsteht ja eine kognitive Dissonanz.

00:13:50: wie kann es sein dass sich einerseits diese Fluchtimpulse habe aber nichts tue?

00:13:56: Das passt nicht zusammen Und kognitive Dissonanz kann unsere Psyche nicht gut aushalten.

00:14:03: Dann versucht die Psyches das wieder in Balance zu bringen, indem sie Gedanken befördert, diese Dissonance versuchen aufzulösen damit sich das nicht mehr so unstimmig anfühlt dass ich ja eigentlich weg will aber bleibe und dann werden solche Gedanken und solche Selektionsmuster, Wahrnehmungsmuster aktiviert wie Andere.

00:14:28: Jobs sind auch nicht besser, es bringt doch gar nichts etwas anzugehen.

00:14:33: Guck mal hier meine Tante Uschi die ist ja auch ganz unzufrieden in ihrem Job.

00:14:39: und mein Onkel Manfred der wurde jetzt gerade entlassen weil seine ganze Abteilung aufgelöst wurde weil sein Betrieb sparen muss Und dafür werden wir dann ganz, ganz empfänglich.

00:14:50: Das macht unsere Psyche weil sie den inneren Widerspruch nicht aushalten kann dass wir selbst leiden und nicht gehen.

00:14:57: Hier sind also Mechanismen am Werk die diesen Inneren Wiederspruch dämpfen und im Grunde auflösen.

00:15:05: Ja ich leide zwar aber alles andere ist ja noch beschissener und darum ist es klug das ich gerade nichts mache.

00:15:15: Wir machen mal ein kleines Körper-Experiment, wenn du darauf Lust hast.

00:15:20: Lass mal bitte folgende Sätze auf dich wirken!

00:15:24: Wirklich auch körperlich auf Dich wirken.

00:15:29: Falls Du gerade die Gelegenheit hast jetzt die Augen zu schließen und wirklich nachzuspüren dann kannst Du das jetzt mal richtig in Deinem Körper lokalisieren Wenn Du grade Auto fährst.

00:15:41: bitte tust nicht Ja?

00:15:43: Okay Such dir mal einen ruhigen Ort, vielleicht sitzt du bereits oder du stehst.

00:15:50: Es ist egal!

00:15:51: Du darfst jetzt einmal in dich hineinspüren und beobachten welches Gefühl sich India einstellt.

00:16:01: wenn folgende Sätze alle gleichermaßen wahr sind so kann es nicht weitergehen.

00:16:12: ich leide Ich möchte etwas verändern.

00:16:19: Ich gehe nicht.

00:16:23: Da draußen gibt es ein mehr voller Chancen, da draußen habe ich die Chance auf Verbesserung.

00:16:33: Es gibt Arbeitsplätze, die zu mir passen.

00:16:40: Ich gehe niet!

00:16:43: Ich bleibe!

00:16:45: Ich leide.

00:16:50: Wie fühlt sich das an wenn all diese Sätze wahr wären?

00:16:55: Wahr sind?

00:17:03: und im Vergleich dazu wie fühlt sie sich folgendes an?

00:17:09: So kann es nicht weitergehen.

00:17:12: Ich leide, aber ich bleibe Denn andere Jobs sind schlimmer.

00:17:20: Es bringt nichts etwas anzugehen.

00:17:24: Es ist klug zu bleiben Auch wenn ich leide.

00:17:33: Wie fühlen Sie stattdessen diese Sätze an?

00:17:37: Wo fühlst du das im Körper?

00:17:47: Vielleicht hast Du einen Unterschied bemerkt bei diesen Setzen Bei dem einen eher Irritation vielleicht Stress, Fragezeichen, Gedankenrasen hochgezogene Schultern, langsamer Atem und bei dem anderen zu bleiben.

00:18:15: Auch wenn es sich nach der klügeren Wahl anfühlt fühlt sich sicherlich auch nicht gut an aber vielleicht anders.

00:18:27: ein drittes Experiment der Vollständigkeit halber wären dann natürlich die Sätze.

00:18:33: Ich leide in meinem Beruf, es fühlt sich nicht gut an.

00:18:38: Da draußen ist die Welt voller Chancen.

00:18:42: Es gibt einen Job der genau zu mir passt.

00:18:46: ich lasse los und habe beide Hände frei für das Neue.

00:18:52: Auch da kannst du nachspüren wie sich das in deinem Körper anfühlt.

00:19:03: Version A wäre jetzt Kognitive Dissonanz aushalten und nicht auflösen.

00:19:10: Ich leide, da draußen gibt es Chancen aber ich bleibe.

00:19:14: Version B wäre kognitive Dissonanz auflösend, aber durch eine Nichthandlung.

00:19:24: Ich Leide... Und da draußen ist es auch nicht besser möglicherweise noch schlimmer und darum bleib' ich wie schlau!

00:19:33: Vielleicht kein angenehmes Empfinden, aber zumindest kognitive Dissonanz aufgelöst?

00:19:38: Und Version drei.

00:19:39: Es gibt keine kognitiven Dissonanz sondern kongruentes Handeln.

00:19:45: Ich leide ich sehe meine Chancen und ich ziehe die Konsequenzen.

00:19:51: Okay, so.

00:19:52: Jetzt ist es in der Realität ja so, dass man sich in einer Phase des Suchens und des Haderns erst mal ganz viel Informationen einholen möchte – auch das ist so ein Psychomechanismus!

00:20:03: Man möchte Risiken abschätzen und dann unterhält man sich häufig gezielt unterbewusst voselektiert mit Personen die nicht ganz zufrieden im Job sind.

00:20:15: Da kommt dann so ein Bestätigungsfehler, also ein Confirmation-Bias zum Tragen.

00:20:21: Ich such mir die Informationen, die zu dem passen was ich ohnehin schon denke und So entstehen dann Gesprächsituationen, in der dir jemand eigentlich seinen eigenen Jobfrust ablädt und gleichzeitig subtil seine ressentiments gegen die gut bezahlten und verwöhnten Lehrer, die auch noch unterjubelt.

00:20:42: Also ja so wie am Anfang das wo du über du klagst da würde ich mich ja freuen.

00:20:48: mir geht es ja noch viel schlimmer.

00:20:50: also Schätze mal, was du da hast.

00:20:54: Du weißt das nicht zu schätzen?

00:20:56: Du klagst hier über Bagatellen.

00:20:58: so wirklich schlecht haben es die Leute in der freien Wirtschaft, die sind ja kurzfristig kündbar und dann des potische Chefs und heier in Fireculturen und so.

00:21:08: Also halt du mal schön die Füße stellen!

00:21:10: Das sind natürlich dann genau die Informationsgeber, ja.

00:21:15: Die dir auch dabei helfen deine kognitive Dissonanz aufzulösen und dich in Handlungsunfähigkeit zu bestärken.

00:21:24: Es gibt aber ja auch Leute, die würden sagen dass sie happy im Berufs sind.

00:21:28: Vielleicht hattest du schon mal so ein Gespräch.

00:21:31: Also wenn man einmal mit dieser Brille unterwegs ist Dann trifft man sogar relativ viele leute recht happy im Beruf sind und auch da treten ja dann wieder Psychomechanismen zu Tage, die nicht dulden können dass da jemand happy ist.

00:21:49: Naja man gesteht es ihm vielleicht zu aber für mich ist das ja nicht möglich.

00:21:55: also für mich gilt eine andere Realität.

00:21:59: ich bin ja zu alt Ich habe ja ein Haus abzubezahlen, ich habe drei Kinder und nicht zwei wie du.

00:22:08: Ich hätte mal früher ins Handeln kommen sollen.

00:22:10: jetzt habe ich die Chance nicht mehr.

00:22:13: schön dass du das hast aber für mich ist das unerreichbar.

00:22:17: Ja da kommt dann natürlich die ganzen Einwände.

00:22:20: Es ist ja schön dass es dir gut geht!

00:22:24: Ich hab eine ganz andere Ausgangssituation und deswegen brauche ich mich gar nicht erst bemühen den ersten Schritt zu gehen.

00:22:31: Und auch hier, es ist vollkommen verstehbar.

00:22:34: Unsere Psyche spült uns diese Sätze hoch einfach aus Schutz um das nicht aushalten zu müssen dass es eigentlich inkonsequent ist unlogisch und dass es möglicherweise sogar gute Chancen auf Besserung hätte wenn wir diese Risikotoleranz aufbringen solche Psychodynamiken die machen passiv weil durch das ganze schwarz-weiß zeichnet Handlungsspielräume unsichtbar bleiben.

00:23:04: Denn es gibt ja gar nicht nur alles so weitermachen wie bisher und Risiko eingehen, alles über Bord schmeißen und was ganz anderes machen.

00:23:15: aber in diesen Dualismen ist man dann ja unterwegs Und natürlich verwirft man das andere extrem erst mal.

00:23:24: Das macht das ganze Handlungsspektrum dazwischen unsichtbaar Dinge im Lehrberuf zu verändern oder innerhalb des Beamtentums, oder auch das Beamtentum zu verlassen aber Lehrkraft zu bleiben und dass an einer Privatschule.

00:23:39: Oder eine Nebentätigkeit beginnen?

00:23:41: Oder was auch immer!

00:23:43: Das sind alles Einwirkungsmöglichkeiten die unsere Kundinnen und Kunden für sich auftun.

00:23:48: Manche bekommen diese Idee auch erst durch eine Zusammenarbeit Und müssen gar nicht den Beruf gänzlich verlassen.

00:23:56: Klar Wenn das das Outcome ist, einer guten Reflexion dann wäre das konsequent.

00:24:02: Aber viele kommen ja auch zu dem Schluss unter anderen Vorzeichen könnte das im Lehrberuf vielleicht doch was werden.

00:24:10: Dazu muss ich aber beginnen zu handeln und Handlungsspielräume in der Grauzone auftun identifizieren und mir auch klar machen dass es nicht abrupt passieren muss von heute auf morgen, sondern dass es Zeiträume gibt in denen sich Wandel vollziehen kann.

00:24:27: Zum Beispiel ein Veränderungszeitraum von drei Jahren.

00:24:31: Das könnte durchaus realistisch sein auch für Lebenssituationen in denen Häuser abzubezahlen sind jüngere Kinder da sind oder was auch immer.

00:24:41: ne?

00:24:42: Die Psyche schlägt Handlungsoptionen ja deswegen aus weil ein Ziel zu radikal gewählt ist und weil dann vom Nervensystem die Abwehrmechanismen hochgefahren werden.

00:24:55: Wenn man es sich kleiner bricht, bleibt das Risiko überschaubar, bleibt es im machbaren und bleibt das Nervenystem auch reguliert Wenn du aktuell nicht weißt, was diese kleineren Schritte sein könnten, die du noch nicht siehst oder noch nicht genutzt hast.

00:25:15: Oder wenn da wirklich eine starke Seite von dir ist, die Neugier hat auf die Chancen außerhalb von Schule aber du nicht weisst wie du die andere Seite, die ja doch so laut Einspruch erhebt entkräftest dann kommt möglicherweise für dich eine Zusammenarbeit mit uns in Frage wo genau diese Schritte für dich geklärt und geebnet werden.

00:25:38: In deinem Tempo, für genau deine Ressourcen angepasst!

00:25:44: Dazu kannst du Dich zu einem kostenfreien Erstgespräch bei uns eintragen.

00:25:48: Den Link findest Du wie immer in den Show-Notes oder auf unserer Homepage isabelprobst.de Und dann kannst du mit meinem Team deine Situation klären und auch schon abklären, in welche Richtung könnten wir dich unterstützen?

00:26:02: Was wären deine Ziele und wie können wir dich da dienlich begleiten.

00:26:07: Woanders ist es doch nicht besser!

00:26:09: Das ist vielleicht ein Teil den eine Seite von dir bis heute für wahr gehalten hat aber eine andere Seite ist schon sehr neugierig darauf ob es vielleicht doch eine bessere Zukunft geben könnte und die sucht nach Gestaltungsmöglichkeiten.

00:26:32: Diese Gestaltungsmöglichkeit könnte ein Gespräch mit uns sein, der allererste Schritt!

00:26:36: Die Frage ist – wenn du nichts änderst?

00:26:39: Welche Rechnungen zahlst Du dann mittel- und langfristig?

00:26:44: Und du weißt diese Rechnung zahl'st du mit deiner Gesundheit deinen Beziehungen deinem Selbstbild.

00:26:51: Welche ganz kleinen Schritte wären vorstellbar, ohne dass du gleich deine gesamte Existenz aufs Spiel setzt?

00:26:58: Das kannst Du mit uns erkunden.

00:27:01: Letztlich geht es auch hier wieder um Verantwortungsübernahme und zwar erstmal für kleine machbare Schritte die sich nicht bedrohlich anfühlen.

00:27:11: Miniverantwortung statt überfordernde Großentscheidungen.

00:27:16: Da kannst Du Dich einmal fragen Wenn wir mal die Entscheidung ich kündige vom Tisch nehmen, was wäre eine fünfprozentige Veränderung, die du heute verantworten könntest?

00:27:31: Vielleicht sprechen wir schon bald darüber mit dir zusammen in einem ersten Gespräch.

00:27:36: Tragt dich gerne ein!

00:27:38: Ich wünsche dir an dieser Stelle eine gute Woche und sage bis zum nächsten Mal!

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