#193 Fünf Jahre nach der Lehrer-Kündigung: Qualitätsmanagerin Katharina denkt Fehlerkultur neu.
Shownotes
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Der Versuch, im pädagogischen Alltag sämtliche Erwartungen fehlerfrei zu erfüllen, mündet oft in einen emotionalen Ausnahmezustand. Die eigenen Grenzen verschwimmen, während sich Grundbedürfnisse an einem System aufreiben, das kaum Raum für echte Entlastung bietet.
So ging es auch Katharina: Fünf Jahre nach ihrem Berufsausstieg blickt sie auf diese Zeit zurück und zieht die unausweichliche Bilanz ihrer beruflichen Neuorientierung. Dabei steht die zentrale Überlegung im Raum, wie sich der endgültige Abschied aus dem Beamtenverhältnis mit dem Abstand eines halben Jahrzehnts bewerten lässt: Soviel darf verraten werden - Katharina hat heute ein ganz anderes Verhältnis zu ihrem Perfektionismus und auch zu Fehlern.
Eine Episode für alle, die mit dem Gedanken an einen Berufsausstieg spielen und nach Klarheit suchen, was Jahre nach der Kündigung von der alten Identität bleibt.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Live auf
00:00:01: der Lehramt.
00:00:02: Ich darf mir einen Kaffee holen und den trinken, wenn er noch warm ist oder ich darf eigentlich auf Toilette gehen, wenn ich denn dann muss?
00:00:11: Und dann sitzt kein Kollege neben mir in der Kabine und fragt mich, ob ich das Deutsch-Arbeitsplatz schon kopiert habe.
00:00:17: Ich kann mich erinnern, dass du mir das vor fünf Jahren gesagt hast als du so frisch im Job warst.
00:00:22: Stell dir vor, Isabel!
00:00:24: Da sind hohen verstellbare Tische und ich kann meinen Kaffee heiß trinken... Ja?
00:00:29: Das ist so absurd wenn man da heute drüber spricht.
00:00:39: Und Existenzgründung für Lehrerinnen und Lehrer.
00:00:43: Dein wöchentlicher Befreiungsschlag aus der beruflichen Unzufriedenheit!
00:00:59: Ich sitze hier heute wieder in freundlicher Begleitung, und wir hatten gerade schon einen kleinen Austausch vorab.
00:01:07: Liebe Katharina, wie schön dass du hier heute dabei bist – und wir haben uns jetzt seit mindestens fünf Jahren nicht gesehen.
00:01:16: Und ich muss sagen, Katharina es war als hätten wir uns halt einer Woche nicht gesprochen….
00:01:22: Schön, dass du dabei bist!
00:01:24: Ja hallo auch von mir.
00:01:25: Danke, dass ich heute bei dir sein darf.
00:01:27: Danke für die Einleitung.
00:01:28: Ich bin ein großer Fan in den letzten fünf Jahren immer gewesen Von deinem Podcast und freue mich deswegen sehr heute dabei sein zu dürfen mein Weg teilen zu dürfen.
00:01:38: ja ach Katharina In mir löst das viel emotional aus, dass wir miteinander sprechen.
00:01:44: Denn im Jahr ist es auch so, wenn wir zusammengearbeitet haben ... Das war eine intensive Zeit.
00:01:52: Auch durch Corona war das eine intensive.
00:01:55: Aber auch dein Weg war intensiv und heute lässt du uns daran teilhaben, dass bedeutet mir viel, dass du dazu offen bist!
00:02:05: Ja, das geht mir genauso.
00:02:07: Es war damals wirklich eine sehr bewegende Zeit, sehr intensiv und ich sag auch immer so ein bisschen vor- und nachzw.
00:02:15: weil sich danach einfach so viel grundlegend bei mir verändert hat.
00:02:19: Und ja, ich gefühlt einfach in eine ganz neue Lebensrichtung gegangen bin und noch mal einen neuen Weg eingeschlagen habe der mit viel Arbeit verbunden war die sich aber jetzt sehr gelohnt hat für mich zumindest sehr.
00:02:35: Okay, magst du mal erzählen was vor Zwei-Tausendzwanzig deine Profession war und wie es sich jetzt nennt?
00:02:42: Was du tust.
00:02:43: Ja, also ich war Grundschullehrerin.
00:02:45: Hab Grundschullerren studiert.
00:02:47: Mathe-Deutsch-Effengische-Religion.
00:02:49: Ich hab mein erstes Praktikum in der Grundschule gemacht.
00:02:51: War da ganz begeistert.
00:02:52: Auch meine ehemalige Grundschul, wo ich selbst Schülerin war und hab das sogar bei meiner ehemalsen Grundschullaherin dann auch gemacht.
00:03:00: Und war total begeisterd von diesem Praktikum.
00:03:05: Und ich weiß noch, sie hatte damals eine erste Klasse.
00:03:07: Dann haben die Lesen gelernt.
00:03:09: Weiß ich noch?
00:03:09: Das erste Kind hat dann da Mama gelesen.
00:03:12: Er hat gestrahlt über das ganze Gesicht, dass er es jetzt lesen gelernt hat.
00:03:17: Und da ging mir wirklich das Herz auf.
00:03:19: und dann habe ich gesagt, das möchte ich auch machen.
00:03:21: Das hat mich so begeistert, dass ich gesagt habe, das wird mein zukünftiger Job!
00:03:28: Dann habe ich das Studium hinter mich gebracht – das Referendariat.
00:03:33: Ja, dann kam aber auch ein bisschen die Realität.
00:03:38: Die hat seinen Höhepunkt gefunden Mit dem, was ich gestruggelt habe.
00:03:42: Das war dann eben im Jahr zwanzundzwanzig und dann hab' ich mich an dich gewendet mit dem Coaching Und dann hat das Ganze so eine ganz andere Wendung genommen für mich
00:03:52: Was tust du heute?
00:03:53: Wie würde sich deine Position nennen?
00:03:56: auf einem Lebenslauf?
00:03:58: Ja Ich bin Qualitätsmanagement beauftragt und Auditoren.
00:04:02: Wenn dann damals aus dem Schulsystem ausgestiegen und bin in die Pharma-Branche eingestiegen.
00:04:08: Ja, das kam damals über private Kontakte.
00:04:10: Ich hatte während meines Studiums schon in der Pharmabranche gearbeitet im Servicebereich... ...und habe dann... ...zweitausenzwanzig da immer... Also ich hatte da noch Privatkontakt zu zwei, die sich selbstständig gemacht haben mit einem Startup.
00:04:27: Und als wir dann das Coaching angefangen haben, haben wir auch so ein bisschen Lebenslaufanalyse gemacht und dann hab' ich zum ersten Mal für mich festgestellt, ich habe ja gar nicht nur Lehrer gemacht.
00:04:37: Da gab es ja auch noch mehr und dann hab' ich da eben Kontakt aufgenommen.
00:04:41: wieder zu den beiden die sich da selbstständig gemacht haben.
00:04:45: Und dann gab's für mich die Möglichkeit dann daher in die Firma einzusteigen als Servicemanagerin und Assistenz der Geschäftsleitung vor fünf Jahren.
00:04:55: Dann haben wir wirklich in der Pharma-Branche eine Firma aufgebaut und im Jahr und zwei Tausend dreiundzwanzig wollten meine Chefs einen Großhandel gründen und dazu brauchten wir ein Qualitätsmanagement-System.
00:05:07: Und dann hieß es, wer macht's?
00:05:09: Dann habe ich leider nicht laut genug reingeschrieben, sondern da lief es guck mal, Katta!
00:05:13: Kannst du dir das nicht
00:05:14: vorstellen?!
00:05:16: Und dann hab' ich gesagt auch ja warum nicht... ...und dann ist mir eine externe Berater zur Seite gestellt worden.
00:05:22: und dann haben wir zusammen in den Jahren im Jahr zwanzig dann eben dieses Qualitäzmanagement aufgebaut.
00:05:26: Zusammen mit allen Prozessen, Strukturen, Arbeitsabläufen, Warenwirtschaftssysteme also alles was es dazu braucht und hatten dann auch erfolgreiche Abnahmeinspektionen.
00:05:38: Seitdem bin ich Qualitätsmanagement beauftragt, habe dann in diesem Jahr die Liebe dazu entdeckt und gesagt, so, in dem Bereich möchte ich mich weiterbilden.
00:05:48: Und hab dann eben im Jahrmehr auch mehr Lehrgänge gemacht von Qualitätenbeauftragten über Qualitäte-Manager bis hin zu Auditoren.
00:05:58: Das ist das was ich gerade mache!
00:06:03: Klingt wirklich nach einem, also nach nem spannenden Entwicklungsweg.
00:06:07: Denn ich weiß als wir zusammengearbeitet haben... Ich glaube die Katharina von zwanzigzwanzig hätte sich das so nicht zugetraut!
00:06:15: Was sagst du dazu?
00:06:17: Nein, hätte ich auch nicht auf gar keinen Fall.
00:06:20: Ich war da gedanklich die kleine Grundschullehrerin... ...ich kann ja nichts anderes!
00:06:24: Also ich hatte so viele limitierende Glaubenssätze tatsächlich bevor wir das so im Coaching aufgetröselt haben, war auch viel.
00:06:32: Ich kann doch nichts anderes.
00:06:34: Die anderen Kollegen schaffen es doch auch und ich muss noch die Erwartungen erfüllen meine eigenen und auch die vom Umfeld Und davon musste ich mich erst mal befreien, um diesen neuen Weg gehen zu können und mich da auch weiter entwickeln zu können.
00:06:49: Ich hätte wirklich in den Jahr- und Jahrzehnten nie gedacht, dass ich jetzt hier so sitzen werde und auf so einen Weiterbildungsweg noch mehr hinter mich gebracht habe und mich auch wirklich in dem Bereich nochmal ganz neu aufgestellt habe – auch wirklich noch meiner ganz anderen Branche.
00:07:06: Hätte ich mir ...
00:07:11: Und da wollen wir gleich auch noch mehr darüber hören, was das eigentlich bedeutet.
00:07:15: ein Audit zu machen oder Audit-Managerin, Qualitätsmanagerin zu sein.
00:07:21: Auf dieses Thema stoße ich immer wieder in der Zusammenarbeit mit Kundinnen und Kunden denn ich habe viele Menschen die sind so sehr strukturiert und das ist eigentlich ihre Superpower.
00:07:30: Egal an welcher Schulform es gibt natürlich Kaoten – das müssen wir auch zugeben – gibt es an jeder Schulform im Job und auch in jedem Job und es gibt so megastrukturierte Menschen.
00:07:43: Da kann ich mich erinnern, dass das auch zum Thema wurde.
00:07:45: Weil du Assistenz der Geschäftsführung wurdest und dass du das auch identifiziert hast als etwas was dir liegt.
00:07:53: Ich würde aber gerne noch ein bisschen zurückspulen auf deine Zeit als Lehrkraft und dich nochmal befragen wie war das Erleben als Lehrerinnen?
00:08:01: Dass dazu geführt hat, dass du an einem Punkt in den Jahr ist, das möchte ich so nicht mehr.
00:08:12: Ja, ich hatte ja... Als ich das Praktikum gemacht habe mir gedacht auch wie schön.
00:08:16: Ich möchte gerne etwas beibringen und andere dabei begeistern.
00:08:20: Und ich hab dann im Schulalltag schnell gemerkt dass man als Lehrer viel mehr eben noch macht also dann auch Erzieher, Mama, Psychologe, Therapeut, Sozialarbeiter alles zusammen Und war immer sehr überladen mit twenty-fünf Kindern in einer Klasse, denen ich wirklich gerecht werden wollte.
00:08:41: Hatte da auch immer einen sehr hohen Anspruch an mich selbst.
00:08:44: Wollte da wirklich immer gerne auf jedes Kind individuell eingehen.
00:08:48: aber man hat ja so einen sozialen Overload das ist gar nicht zu schaffen das abzudecken.
00:08:55: und dann hatte ich einfach ein sehr hoher Anspruch immer an mich selber.
00:08:58: Dann auch dass sich das Schulsystem als sehr da empfunden habe und ich mir gerne, ich hätte mir Weiterbildung gewünscht oder das Weiterentwicklung gefördert wird.
00:09:10: Oder dass auch das Schulsystem sich mal so ein bisschen weiter entwickelt nicht nur der einzelne Lehrer Weiterbildung macht sondern eben auch das System.
00:09:17: Ich hab' ein bisschen das Gefühl, dass unsere Gesellschaft sich weiterentwickelt hat verändert hat aber das Schul-System eher stark geblieben ist und sich nicht so weiterentwickelt hat.
00:09:30: Und daran habe ich mich tatsächlich oft auch aufgerieben, und habe dann im Gegensatz zu diesem sozialen Overload, den ich in der Klasse immer hatte, mich auf der anderen Seite total allein gelassen gefühlt mit allem was da war.
00:09:45: Das hat wirklich dazu geführt dass ich ja nicht mehr abschalten konnte.
00:09:50: Ich hatte nicht mehr Feierabend gemacht, es gab immer noch was zu laminieren und vorzubereiten oder was zu korrigieren.
00:09:58: Und ich hab einfach nicht mehr abschalten können.
00:10:01: Ich habe auch die Sorgen der Kinder mit nach Hause genommen.
00:10:05: Was damit einhergeht, dann eben schlecht geschlafen und war viel müde.
00:10:09: Die Lebensqualität war auch nicht mehr so irgendwann da.
00:10:13: Ich hab angefangen mich von Ferien zu Ferien, von Wochenende zu Wochenende irgendwie zu hangeln Und hab dann auch in Ferien tatsächlich immer mal wieder auf.
00:10:23: angefangen zu googeln nach vier, fünf Jahren im Job.
00:10:26: Alternativen zum Lehrerberuf?
00:10:28: Was gibt's denn da so und hab das wieder
00:10:31: ge-googelt?".
00:10:32: Und dann waren aber meistens Ferien ... Da hat man sich das wieder schön geredet.
00:10:36: Dann war es ja nicht ganz so schlimm!
00:10:38: Und dann bin ich halt nach dem Ferien doch wieder hin und hab dann nach zwei, drei Tagen war man dann wieder genau denselben.
00:10:44: Dann habe ich mir vorgenommen, ich meditiere jetzt, ich mache jetzt Yoga.
00:10:48: Ich trinke meinen Kaffee wenn der noch heiß ist Ja, das hat dann zwei, drei Tage funktioniert und dann war man wieder im selben Trott.
00:10:57: Und ja, und dann kam eben in den Jahr zwanzundzwanzig glaube ich weil dann Corona war auch viel zu Hause und wir hatten Homeschooling.
00:11:05: und dann hat dieses Gefühl es stimmt nicht mehr, dieses Erleben hat plötzlich mehr Raum Eingenommen gehabt.
00:11:14: Ich konnte mich mehr damit beschäftigen und habe innerlich einfach gemerkt, dass es sich wirklich nicht mehr stimmig anfühlt wenn ich auch so nicht mehr einfach so weiter machen kann.
00:11:25: Und insgesamt würde ich sagen war das wirklich über die ganzen jahren schleichender prozess bis ich dann gesagt habe Es geht wirklich nicht meer.
00:11:32: und dann hat eine freundin eben mir dein buch empfohlen.
00:11:36: Ich freute immer noch sehr dankbar für.
00:11:38: Und dann habe ich mir das nämlich auch sofort gekauft, sofort gelesen und hab mich da wieder erkannt.
00:11:45: Da habt ihr ein Podcast gehört und dich angeschrieben.
00:11:50: Wir haben das Coaching zusammen gestartet.
00:11:53: Was mir geholfen ist, dass ich dran geblieben bin an diesem Gefühl, dass es nicht mehr stimmig ist und etwas Neues kommen muss, dass sich irgendwas ändern muss ... Der Druck war dann so hoch, dass ich gesagt habe.
00:12:07: Ich muss mich damit beschäftigen und möchte etwas ändern.
00:12:10: Ich möchte wieder glücklich sein.
00:12:12: Ich will mehr Lebensqualität.
00:12:14: Und hab den Gedanken zugelassen auch die Fairbeamtung zu kündigen.
00:12:18: Weil es war ja eine große Hürde, die ich hatte im Kopf.
00:12:22: Als ich die losgelassen habe diesen Gedanken oder mir gesagt habe das Leben geht weiter.
00:12:28: Auch wenn ich nicht fairbeamtet bin, haben sich diese Jobmöglichkeiten aufgeraten.
00:12:35: Ja und ich muss auch sagen, also ein eindeutiges Erlebnis gab es dann im Jahr zwanzig auch.
00:12:39: Ich habe dann vor den Sommerferien erfahren dass sich in meiner Klasse einen neuen Schüler kriege wo auch bekannt war das er herausfordernd ist.
00:12:49: Und er ist mir dann, wurde ihm gesagt, dass der jetzt in meine Klasse kommt und ich damals noch das Gespräch zur Schulleitung gesucht habe.
00:12:56: Ich hab schon herausfordernde Klasse.
00:12:58: wie können wir das dann regnen?
00:13:00: Vielleicht auch mit Doppelbesetzung
00:13:01: etc.,
00:13:02: und dann sagt man da mal eine Geschulleitung einfach nur zu mir du bist Lehrerin, du musst damit klarkommen.
00:13:08: So also ich bin eigentlich hin um konstruktiv und produktiv irgendwie ja lösungsorientiert zusammenzuschauen und das war sich mein mit diesem wird allein gelassen.
00:13:20: Und das war dann so für mich innerlich, ich würde sagen der letzte Tropfen glaube ich.
00:13:24: Wo ich dann wirklich verstanden habe dass eine Änderung
00:13:26: her muss.
00:13:26: Okay.
00:13:27: Das ist spannend!
00:13:28: Ich war jetzt vor zwei Wochen auf der Didakta.
00:13:31: damit wissen jetzt alle wann wir dieses Interview aufnehmen im März nämlich und vor zwei wochen war die Didakter und da gab es einen Vortrag einer Professorin oder mehrerer Ja, Dozentinnen von der Universität Köln und von der katholischen Hochschule Kölnen zum Thema Teamresilienz in Schulen.
00:13:54: Und welche Rolle Teamresiliens bei Lehrerkündigungen spielt?
00:13:58: Im Vorfeld hatte ich in dieser Studie so ein bisschen zugearbeitet indem ich diese Studie geteilt hatte, sodass die viele Teilnehmende in ihren ganzen Erhebungsformularen da bekommen.
00:14:10: Damit sie viel Datengrundlage haben und darum war ich auch eingeladen zu diesem Vortrag Und ich fand es total spannend.
00:14:17: das erinnert mich jetzt gerade daran was du erzählst.
00:14:20: Das was unter anderem dieses Studie zutage befördert hat ist dass Lehrkräfte, die den Beruf verlassen nicht weniger Resilient sind als Lehrkräften, die im Beruf bleiben.
00:14:33: Was sich aber unterscheidet ist die Teamresilienz.
00:14:37: Was ist damit gemeint?
00:14:39: Na ja ... Die Fähigkeiten... Dafür muss überhaupt erst mein Team da sein, um Team-Resilience zu haben.
00:14:47: Überhaupt die Tatsache, dass man sich irgendwie als Team definiert.
00:14:52: Da ist schon die Frage, wer ist mein Team?
00:14:54: Ist das jetzt meine Jahrgangs?
00:14:56: Stufe, Jahrgangsübergreifend.
00:14:58: Oder ist das mein Kleinteam oder ist das meinen Klassenlehrer-Team?
00:15:02: Wer ist überhaupt mein Team?
00:15:03: Das gibt es an vielen Schulen gar nicht, dass das etabliert ist.
00:15:06: und dann die Frage wie gehen wir denn mit Widrigkeiten um in diesem Team und stützen uns und arbeiten proaktiv an Lösungen und Teilenwissen und so.
00:15:19: Und Personen, die an dieser Studie teilgenommen haben und im Beruf waren, haben ihr Team als Tendenziell eher resilient beschrieben, während Personen die rausgegangen sind sich sehr allein gelassen fühlen.
00:15:32: Ach
00:15:32: ja!
00:15:33: Jetzt ist es richtig.
00:15:34: Ja genau so war mein Leben nämlich auch tatsächlich genauso.
00:15:39: Okay
00:15:40: Wahnsinn, das passt ja total.
00:15:42: Okay und man hat so die Selbstwahrnehmung.
00:15:45: es liegt an mir ne?
00:15:48: Es gibt aber ganz viele Faktoren die einen hätten stützen können.
00:15:52: also ist ein Schulentwicklungsthema eigentlich auch.
00:15:55: ich habe mich gerade gefragt als du berichtet hast.
00:15:58: Du hast gesagt Ja ich hatte auch viele Glaubenssätze die problematisch waren Und du hast dich mittlerweile sehr entwickelt Wie ich weiß, würdest du sagen die Katharina von heute also wenn die jetzt noch mal Grundschullehrerin wäre dann wär das eine ganz andere Geschichte.
00:16:15: Also dann könnte ich das auch bleiben.
00:16:19: oder was sagst du dazu?
00:16:21: Das ist echt ne interessante Frage.
00:16:23: Ich glaube nein weil man bringt auch wenn ich mich weiterentwickelt habe Man bringt seine Persönlichkeit immer mit in den Job Was ich auf jeden Fall habe es ein hohen Perfektionismus Den ich auch immer noch nicht so der da ist und den ich auch in der Schule sicherlich mit einbringen würde.
00:16:41: Und diese Reibungspunkte, die ich im Schulsystem habe, die wären ja trotzdem auch noch da.
00:16:46: Ich glaube das würde ich trotzdem mit nach Hause nehmen und ich bin auch schon ein Mensch der ganz klare Strukturen braucht.
00:16:52: also was mir jetzt selbst?
00:16:54: ich arbeite von acht bis siebzehn Uhr und dann weiß ich auch Dann hab' ich Feierabend und dann ist auch wirklich feierabends und dann es Wochenende.
00:17:01: Also ich brauche so diese ganz klaren Strukture weil ich dann schon einen Menschen bin der dazu neigt auch zu viel zu machen.
00:17:06: Das weh'n glaube ich.
00:17:07: Ich denke schon wenn ich wieder Lehrerin wäre mir prinzipiell schon ein bisschen leichter fallen, aber ich hätte immer noch ähnliche Struggles und wäre nicht so glücklich wie jetzt mit meinen Qualitätsmanagement.
00:17:18: Und ich bin auch immer auch ein empathischer Mensch und würde immer noch die ganzen Stimmungen, die ja auch da sind in der Klasse wahrnehmen und möchte immer noch... Ich würde immer nur noch angerecht werden wollen!
00:17:29: Und ich glaube, ich hätte mal noch mein Struggle damit.
00:17:36: Okay, ich habe es neulich gehört, was gerne vorgetragen wird von Lehrkräften die zwar irgendwie etwas verändern wollen aber sich das momentan noch schön reden.
00:17:48: Ja, aber jeder Job ist doch irgendwie Scheiße.
00:17:51: also jeder Job hat doch seine Kritikpunkte.
00:17:54: keinem strahlt doch die Sonne aus dem Hintern in seinem Beruf ne?
00:17:59: Okay jetzt hast du fünf Jahre in einem anderen Job gemacht.
00:18:03: wie würdest und wir haben ja gerade vorher gesprochen Natürlich, jeder Job hat so die Dinge wo man sagt ja okay kann man daran arbeiten oder so aber auch die Dinge die man gerne mag.
00:18:19: Wie würdest du diese Aussage bewerten?
00:18:21: Also jeder bringt ja nix.
00:18:24: Ich kann ja Lehrer bleiben weil jeder hat doch an seinem Job was zum Meckern.
00:18:29: Ja also es ist schon so.
00:18:32: natürlich nichts ist perfekt Das ist klar, es ist auch jetzt nicht so.
00:18:36: Aber ich habe mit eurer Hilfe in dem Coaching zum ersten Mal wirklich festgestellt was sind denn eigentlich meine Werte?
00:18:43: Was sind meine Stärken?
00:18:45: Das hab' ich vorher so noch nie gemacht und das ist das, was ich ganz kurz aus dem Coachin mitgenommen habe und danach ganz gezielt auch gesucht habe.
00:18:53: Ich habe viel festgestellt dass der Lehrer-Job jetzt nicht unbedingt meinen Werten entspricht aber auch nicht so mal Entstärken Und ich habe jetzt etwas gefunden, was dem viel mehr entspricht.
00:19:04: Also wo die Deckung sozusagen der Deckungsgrad viel höher ist und dadurch kann man auch Da merke ich jetzt, dass wenn mal etwas nicht rund läuft.
00:19:14: Ich das viel eher kompensieren kann weil eine Grundzufriedenheit da ist.
00:19:18: Weil ich grundsätzlich zufrieden mit dem Job bin, weil ich weiß, dass er meinen Stärken entspricht.
00:19:22: und dann macht man auch mal Sachen die... Also ich bin ehrlich, Reklamationsbearbeitung ist jetzt auch nicht mein Lieblingsthema.
00:19:29: Ja sag ich auch ganz ehrlich ja!
00:19:31: Aber dann macht mir das Halbweis gehört halt dann auch dazu.
00:19:34: Und dann kann man das viel besser ausgleichen, weil einfach so ne Grundzufredenheit.
00:19:40: Ich habe durch das Coaching viel mehr gemerkt.
00:19:42: Was sind meine Stärken?
00:19:44: und auch nach diesem stärk einen Job zu suchen, der mir einfach viel mehr liegt.
00:19:48: Und ich erinnere mich noch an das Arbeitsblatt... Ich nenne es jetzt mal Arbeitsblatte.
00:19:54: Wo da gab's dann auch, ich glaube, waren Warnstärken die man ankreuzt oder was man gerne macht.
00:19:59: Ja?
00:20:00: Und dann ist das ganz klar verknüpft.
00:20:02: Man konnte zählen pro Säule wieviel man da angekreuzt hat.
00:20:05: Dann ist das verknüpft worden mit ganz klaren Jobbeschreibungen.
00:20:08: Richtig!
00:20:09: Ich hab euch ja noch nie gemacht.
00:20:10: Da war ich total... Ich dachte mir, guck mal nach meinen Stärken gibt es Jobs.
00:20:15: Das ist toll.
00:20:18: und auch mit dem Persönlichkeits-Test oder wir haben ja eine Umfeldbefragung gemacht.
00:20:22: Da hat sich bei mir sehr schnell tatsächlich das Management rausgestellt eben diese strukturieren und organisieren und planen dass das ja wirklich ganz klar Stärke von mir ist.
00:20:37: Ja, deswegen würde ich sagen dass trotz allem auch wenn jetzt nicht alles immer perfekt ist.
00:20:41: Es für mich persönlich das passende was ich jetzt gefunden habe war einfach eine viel höhere Deckung mit meinen Werten und meinen Stärken vorhanden hast.
00:20:49: Okay Und erzähl uns doch mal wie bist du auf diesen Zweig gekommen?
00:20:57: Orga irgendwie zu professionalisieren?
00:20:59: Also du hast gesehen es gibt Jobs, es gibt jobs für meine stärken und du hattest diese Connections im Pharma Bereich.
00:21:07: Hattest du schon einen Begriff von Qualitätsmanagement?
00:21:12: Das kam dann später, ne.
00:21:14: Aber was war so deine Vision als du gestartet bist und wie hat sich das weiterentwickelt?
00:21:21: Ja, ich erinnere mich noch, dass ich dann eben zu einem neuen Kontakt aufgenommen habe.
00:21:24: Einer meiner jetzigen Chefs hat mich dann angerufen und gesagt, wir ziehen jetzt um, wir brauchen Service.
00:21:29: Hast du ja in der Vorherringfirma schon gemacht?
00:21:32: Komm doch mal vorbei!
00:21:33: Und dann bin ich da ins Büro und dann war das alles modern eingerichtet weil die frisch umgezogen waren, höhenverstellbare Tische... Ich dachte mir auch guck mal, das kann die Zukunft sein.
00:21:44: Dann war ich noch, da ich mich dann eben mit meinen Chefs unterhalten habe und dadurch dass er mich schon kannte, kannte auch meine Stärken.
00:21:51: Und dann haben wir gesagt ja, dann fangen wir erst mal so an und auch mit Assistenz der Geschäftsleitung weil da bräuchten sie eben auch jemanden das würde mir auch zutrauen.
00:21:59: also Ich bin ehrlich hatte auch wirklich Glück, dass ich das bekommen habe über einen Menschen der mich schon Kannte vorher der wusste wo meine Stärke liegen hat gesagt kommen wir fangen mal so An Und ich konnte mir das auch total gut vorstellen.
00:22:13: Habe dann aber wirklich immer gesagt, ja... Ich fange euch mal an!
00:22:17: Ich habe das so ein bisschen als Übergangsjob gesehen, so zwei drei Jahre und hab dann gedacht, in der Zeit wirst du vielleicht einen Fernstudio machen, was du gerne machen möchtest und dann in deinen nächsten Job einsteigen, in dem was du eigentlich machen möchst.
00:22:32: Also ich habe das wie eine Zwischenstation gesehen und habe es auch so offen kommuniziert und die beiden Chefs haben es auch abgenickt Und dann ist es ja eigentlich wirklich anders gekommen.
00:22:43: Jetzt sind wir fünf Jahre weiter und natürlich habe ich innerhalb des Jobs, also ich hab dann im Prinzip in der Firma das gefunden was ich mir dann wünsche und da war auch das Tolle dass wir ein Start-up sind weil dadurch haben sich die ganzen verschiedenen Bereiche jetzt nach und nach entwickelt.
00:22:59: Ich konnte jeden Bereich mal reinschauen mit den entsprechenden Kollegen zusammen gearbeitet.
00:23:06: Dadurch habe ich wirklich so alles, was die Abteilungen in den Unternehmen ausmachen.
00:23:10: Da hab' ich dadurch kennengelernt und dann weil eben der Großhandel kam und meine Chefs auch da wieder die Stärke gesehen haben.
00:23:17: Ich habe ja tatsächlich im Servicebereich schon die ersten Prozesse dann geschrieben
00:23:21: doch
00:23:22: bevor das Ganze überhaupt war, weil ich mir dachte naja wenn mal wenn nicht mal krank bin es muss ja irgendwer machen als Vertretung.
00:23:30: Und deswegen haben die beiden gesagt hier probierst du mal mit Prozesseschreiben.
00:23:33: Und dann, so kam es dann im Jahr und zwei Tausend dreiundzwanzig.
00:23:36: Ich dachte, ich kann mir das gut vorstellen!
00:23:38: Und ich hatte wirklich überhaupt gar keine Ahnung davon... Es wurde auch immer abgekürzt mit QM.
00:23:43: Was ist denn
00:23:46: QMB?
00:23:47: Was ist da ein
00:23:47: QMB?!
00:23:48: Ich konnte damit hier überhaupt nichts anfangen.
00:23:50: Dann haben sie mich aber einen externen Berater zur Seite gestellt und ich weiß noch ... Ich habe zwei Drittel von dem Mann nicht verstanden, was der gesprochen hat am Anfang.
00:23:59: Ich hab ihn überhaupt nicht verstanden, weil ich dachte, was will er von mir?
00:24:03: Weil Qualitätsmenschung lebt auch ganz viel mit Abkürzungen und ja ganz viel wirklich!
00:24:10: Und ich weiß noch, dass ich ihm immer telefoniert haben, den bei googeln müssen, weil Aber ich konnte vorher damit überhaupt nichts und deswegen bin ich einfach unfassbar dankbar, dass ich diesen Weg gehen durfte.
00:24:26: Und ich Menschen in dem wirklich meinen Chefs an der Seite hatte die mich gesehen haben, die meine Stärken gesehen haben.
00:24:32: Die wussten was so was die Firma braucht und wo sie mich gut einsetzen können.
00:24:38: Was habe ich am Anfang aber auch innerlich geflucht?
00:24:41: Ich dachte jetzt müssen wir das alles aufschreiben, müssen wir es alles standardisieren!
00:24:45: Wie gesagt, ich verstehe die Hälfte nicht.
00:24:46: Er spricht der Berater.
00:24:50: Und dann war aber die Abnahmeinspektion und das war so erfolgreich.
00:24:54: Es hat mir einfach Spaß gemacht, auch das Ganze zu strukturieren als ich dann mal verstanden habe was er eigentlich von mir findet.
00:25:00: Auch darüber
00:25:01: wie ihr eigentlich sprechen.
00:25:03: Dann war wir so in Knoten geplatzt und dann hab' ich sofort zu meinen Chefs gesagt Das ist tatsächlich der Bereich wo ich eben Weiterbildungen drin machen möchte.
00:25:10: Jetzt habe ich ihn für mich gefunden Und darin, und da bin ich auch Ihnen unfassbar dankbar für haben Sie mich dann natürlich auch unterstützt in Form von Freistellungen natürlich.
00:25:19: Für die haben die Lehrgänger ja auch.
00:25:21: Also da bin Ich Ihnen unfast bar dankbar dass sie mir das dann halt so ermöglicht haben.
00:25:27: okay Und erklär uns mal, also ich hab jetzt verstanden Prozesse schreiben.
00:25:32: Alles klar oder vielleicht auch gar nichts klar?
00:25:35: Also was macht man im Qualitätsmanagement?
00:25:38: Welche Firmen haben das?
00:25:40: Welchen Firmen brauchen das vorzugsweise?
00:25:42: Das hat ja jetzt nicht jedes Unternehmen, also meins nicht in Ansätzen gibt es schon Personen die auf Prozisse achten und darauf pochen.
00:25:52: Das ist auch schön.
00:25:54: aber welche Art von Unternehmen Legen da Wert drauf?
00:25:57: Und was macht man dann
00:25:58: da?".
00:25:59: Ja, also ich bin jetzt natürlich in der Pharma-Branche auch nochmal speziell.
00:26:03: Weil es wirklich gesetzliche Anforderungen gibt dass ein pharmazeutisches Qualitätsmanagement geführt werden muss einfach weil es um Arzneimittel geht Es gibt ja EISO-Normen die kann einen Qualitätenmanagement aufbauen und danach arbeiten vorgegeben, dass es eigentlich für jeden der eine Dienstleistung macht oder ein Produkt anbietet.
00:26:26: Macht das Sinn und dann kann man auch so einen Zertifikat erwerben und kann sich damit zum Beispiel von der Konkurrenz auch abheben, weil man eben sagt schaut mal wir haben dieses Zertifikat.
00:26:36: Wir betreiben ein gutes Qualitätsmanagement-System.
00:26:38: aber in der Pharmabranche ist es wirklich festgeschrieben, weil wir mit Arzneimitteln arbeiten Der Entkunde ist ein Patient, der nimmt das Medikament ein und dementsprechend gibt's da ganz hohe Regulatorien die festlegen dass das gemacht werden muss.
00:26:52: Und dazu gehört ganz viel also als allererstes dass man zum Beispiel qualifiziertes Personal natürlich hat Dass das regelmäßig geschult wird, dass das eingearbeitet ist.
00:27:02: Aber auch großer Punkt ist eben Prozesse, dass man Arbeitsabläufe festschreibt.
00:27:07: Dass man sagt wie packen wir dann eigentlich das Päckchen mit unseren Arzneimitteln?
00:27:10: Aber auch großes Thema Qualifizierung von Dienstleistern, Lieferanten und Kunden.
00:27:16: also weil wir liefern ja unsere Arzneinmittel aus und auch das muss natürlich überwacht stattfinden in einem bestimmten Temperaturbereich zum Beispiel.
00:27:23: Das heißt der Dienstleiste muss auch davon mir qualifiziert werden ob er denn diese Leistung die wir von ihm erwarten auch erbringen kann.
00:27:31: oder auch wir arbeiten mit Lieferanten zusammen, da kaufen wir ja die Ware ein.
00:27:35: Dann qualifiziere ich auch.
00:27:36: hat der Lieferant denn auch ein gutes Qualitätsmanagement System was den Anforderungen entspricht und da kommen dann zum Beispiel auch Audits ins Spiel.
00:27:44: das bedeutet dass ich im Prinzip zu einem Lieferan fahre und mir vor Ort anschaue wie er mit dem Arzneimittel umgeht und ob er eben die Regulatoren einhält.
00:27:53: Ja, natürlich auch so Sachen wie Beschwerdemenagement.
00:27:55: Natürlich Jahresbericht kommt auch dazu dass man als Qualitätsmanagementbeauftragter der Geschäftsführung dann auch so zuarbeitet und sagt was lief gut dieses Jahr?
00:28:04: Was lief vielleicht nicht so gut?
00:28:05: Wo haben wir Entwicklungspotenzial?
00:28:07: also auch das ist großes Thema der kontinuierlichen Verbesserung war auch bei uns so weil ich habe natürlich die Prozesse auf einer theoretischen Basis geschrieben Wir waren ja noch gar nicht aktiv tätig Und das war alles nur Theorie, die ich aufgeschrieben habe und als dann die Praxis da war.
00:28:22: Da haben wir natürlich alle Prozesse wieder umgeworfen wie es dann ja immer so ist.
00:28:27: Das halt auch im Zuge einfach immer der kontinuierlichen Verbesserung dass man auch wirklich schaut was läuft gut?
00:28:32: Was läuft aber noch nicht so gut und wo haben wir einfach noch Entwicklungspotenzialen?
00:28:38: Ja, und auch so Lieferantenbewertungen.
00:28:39: Ich bewerte auch wie die Zusammenarbeit mit unseren Lieferenden und Dienstleistern läuft also eine kontinuierliche Überwachung.
00:28:46: was ich auch mache ist Selbstinspektion bei uns in der Firma das heißt er inspiziere ich im Prinzip uns selbst Wie wir gerade wie unser Qualitätsmanagement gerade läuft?
00:28:55: Und da kann man auch wieder identifizieren wo können noch weiter verbessern.
00:29:00: Das ist so grob das.
00:29:02: und ein ganz übergeordnetes Ziel bei uns, dass Patienten Sicherheit zu gewährleisten.
00:29:08: Und mit der bestmöglichen Qualität an Arzneimitteln den Kunden zu versorgen.
00:29:13: Das ist das oberste Ziel.
00:29:18: Das klingt nach einer Welt, die ich noch gar nicht verstehe.
00:29:23: Aber du gibst mir der gute Einblicke!
00:29:26: Auf jeden Fall ist das eine Welt von meinem Erleben sehr weit entfernt und da kann ich nur sagen wow dass du da reingewachsen bist?
00:29:34: Was hat dir dabei geholfen da reinzuwachsen?
00:29:38: Einmal wirklich der externe Berater.
00:29:40: Der hat wirklich viele Jahre Expertise auf diesem Gebiet gehabt und hat mich da unheimlich toll ausgebildet.
00:29:48: Und mit mir jedes Thema durchgesprochen, jede Frage beantworten sei sie noch so doof wie als ich sie gestellt habe!
00:29:55: Ich hab' mich dann aber auch ganz klar eingelesen.
00:29:58: also es gibt auch... ich bin bei einem QM-Netzwerk, bin nicht Mitglied wo auch Stammtischtreffen stattfinden und auch so Vorträge und Schulnummern Da bin ich Mitglied, da werden noch immer so Newsletter rausgeschickt.
00:30:10: Da belese ich mich immer weil es ändert sich natürlich auch für.
00:30:13: Also Qualitätsmanagement ist auch jeden Tag mit regulatorischen Anforderungen.
00:30:17: dann kommt da wieder was Neues.
00:30:18: Dann müssen wir das noch umsetzen und da belesse ich mich wirklich immer.
00:30:23: durch die Newsletter werde ich da immer informiert.
00:30:25: Und dann eben auch wirklich die Lehrgänge, die ich gemacht habe Die haben mich wirklich nochmal sehr viel weiter gebracht Und da habe ich unheimlich viel gelernt, hab da auch andere Leute kennengelernt mit denen ich dann Netzwerken konnte die eben auch sich in dem Bereich weiterentwickelt haben und wo man dann Kontakt ausgetauscht hat.
00:30:43: Die haben mich wirklich noch mal unfassbar weitergebracht.
00:30:47: und ansonsten ist es immer so wenn ich was nicht verstehe Dann wird gegoogelt, dann wird nachgelesen und dann war ganz viel Learning by Doing.
00:30:58: immer wieder dankbar für unsere Start-up Strukturen, weil auch wir haben so die Idee da auch meine Chefs.
00:31:03: Wir probieren es mal wenn's nicht klappt können wir das ja anders machen.
00:31:05: Also dieses Mindset halt auch zu haben und das hat mir natürlich dann auch geholfen dass sie gesagt haben kommen wir machen jetzt erstmal ein Grundstall dann gucken wir mal wie es läuft oder können wir immer noch nachjustieren?
00:31:18: Weil, also wirklich im Jahr ... Das war wirklich, das ich mir dachte.
00:31:22: Was mache ich hier eigentlich?
00:31:23: Dachte ich mir ganz viel.
00:31:24: und wenn dann natürlich auch noch eine Behörde kommt!
00:31:26: Und da kommt so ne Frau Doktor und schaut sich dann an was man da geschrieben hat und ja, der hängt natürlich auch dran klar die Lizenz und damit ihr auch das loslegen könnt mit dem Betrieb wo ihr auch Geld dranhängt.
00:31:39: Klar, ja.
00:31:41: Und das war dann schon auch irgendwo sehr Findervosität und Druck.
00:31:45: Ja aber Ja, einfach raus.
00:31:48: Wirklich am Ende ausgezeichnet hat, gelohnt hat und wo ich wirklich jetzt auch immer noch sehr stolz drauf bin.
00:31:58: Wow!
00:31:59: Was kann dir denn aus deinem Leben vor zwanzigzwanzig helfen?
00:32:04: Jetzt einen guten Job zu machen.
00:32:07: Es war ja einer so dieser typischen Glaubenssetsch.
00:32:09: Ich kann doch nichts anderes als Lehrerin.
00:32:11: Kann ja sonst nix.
00:32:14: Das war wirklich... Der größte Humbug an Glaubensats, den ich mir überhaupt hätte eingehen
00:32:20: können.
00:32:21: Und ich glaube wirklich dass viele das Lehrer so viel mitbringen was in der freien Wirtschaft benötigt wird besonders auch ans Soft Skills.
00:32:31: also was ich auf jeden Fall jetzt brauche und brauchte ich ja auch als Assistenz ist strukturiert sein organisiert planen können.
00:32:40: Ich habe Deutsch studiert.
00:32:41: es gibt nichts besseres als Deutsch Studie zu haben und jetzt Prozesse schreiben zu müssen oder auch mit Behörden zu kommunizieren, das ist ja dann oft noch so dieses Beamtendeutsch was man dann auch braucht.
00:32:54: Oder ja vor Schulungen zu halten, Meetings zu halten und anderen zu sprechen Das habe ich als Lehrer definitiv gelernt, wenn man sechs Stunden am Tag vor Schülern steht.
00:33:09: Und das können viele tatsächlich nicht oder haben da Hemmungen und dann M und B und dann wird gestockt oder der Faden verloren.
00:33:16: Das ist tatsächlich auch eine Stärke die ich habe und ich definitiv aus der Schule mitgenommen habe jetzt wirklich auch wie gesagt, wenn so ne Behörde dann da ist halt dann auch dafür einzustehen was man jetzt da gemacht hat was man geschrieben hat dass auch zu sagen wir zu verteidigen oder zu erklären, wie sagt ein Meeting zu führen?
00:33:34: Oder auch Inhalte verständlich beizubringen.
00:33:37: Wir hatten natürlich auch unfassbar viele Schulungen, weil es war ja alles neu geschrieben und das halt dann wirklich so komplexe Inhalten... Auch gerade so IT-Themen!
00:33:49: Verständlich rüberzubringen, dass war definitiv eine Stärke die ich aus dem Lehrer Seine mitgenommen habe.
00:33:59: Fehlerblick, nenn ich es jetzt mal.
00:34:02: Was mache ich als Auditoren?
00:34:03: Ich gehe her und suche den Fehler!
00:34:05: Also ich gucke bei uns im System läuft das denn so wie was wollen oder gab's da irgendwie eine Abweichung?
00:34:10: oder auch bei dem Lieferanten auch guck mal das Gesetz sagt A er macht aber B. dazu muss sich natürlich so diesen Fehlerblick haben.
00:34:20: Und das muss ich sagen auch eine absolute Stärke, man legt mir ein Dokument und ich sage gleich da ist einfach ein Formatierungsfehler.
00:34:29: Ich schreibe Fehler also sehr klein geriert.
00:34:31: aber
00:34:32: ja es ist tatsächlich
00:34:33: weil das hat man so fast zehn Jahre als Lehrer so gemacht diesen Fehlerblick und damit ist man schon fast prädestiniert für Auditoren.
00:34:45: Das ist ja ein spannendes Spannungsfeld dass man zum einen explizit den Fehler finden muss.
00:34:54: Aber selber ja in einem Prozess ist, wo man lernt und wo Fehler dazugehören und man auch eine Fehler-Toleranz braucht.
00:35:02: Wie bewegst du dich im Spannungsfeld zwischen Fehler orientiert sein aber gleichzeitig gnädig sein?
00:35:10: Wir lernen, ich lerne.
00:35:11: Der Prozess muss atmen!
00:35:13: Wie geht's dir damit um?
00:35:15: Das ist auch eine wirklich interessante Frage.
00:35:17: habe ich mir auch in den letzten Wochen lustigerweise einige Gedanken drum gemacht.
00:35:22: das ist so dieses Qualitätsmenschment will oft diese Null-Fehlaut-Toleranz ist da ja oft die Politik weil eben Gratfarmerbranche ist eben um den Patienten dann geht.
00:35:35: Aber man muss sich ja einfach mal vor Augen führen, wir sind Menschen und haben gute und schlechte Tage.
00:35:39: Fehler passieren.
00:35:40: Dann ist man eine Maschine falsch eingestellt oder es ist gerade einfach zu warm draußen deswegen steigt die Temperatur.
00:35:46: manchmal steckt man auch einfach nicht drin und deswegen geht's für mich darum aus diesen Fehlern wirklich diese zu erkennen und vor allem daraus einfach zu lernen zu schauen was können wir daraus mitnehmen.
00:35:58: Was können wir für Maßnahmen ableiten, damit die vorbeugend sind?
00:36:02: Damit das nicht wieder passiert und einfach daraus wirklich für sich... also nicht so diesen Schuldigen zu finden, sondern einfach lösungsorientiert danach vorn zu sagen okay ist jetzt passiert.
00:36:15: wie gehen wir damit um dass es nicht wieder Passiert diese Maßnahmen auch entsprechend festzulegen, zu tracken und wirklich so schauen haben die denn dann auch funktioniert?
00:36:24: oder müssen wir noch weitere Maßnahmen ergreifen.
00:36:26: Und das ist für mich ja auch so Teil von diesem kontinuierlichen Verbesserungsprozess – es ist ja auch ein Riesenthema in Qualitätsmanagement.
00:36:33: Das wird das ganze Jahr nicht einmal im Prinzip implementieren.
00:36:36: zum Qualitätenmanagementsystem sondern auch dann läuft halt mal und los geht's!
00:36:39: Sondern dass man das eben wirklich überwacht mit Audits- und Mitinspektionen.
00:36:44: Dann eben wirklich solch ich nenne jetzt mal Mängelfehler findet einfach lernt und nach vorne schaut.
00:36:50: Und das System somit kontinuierlich verbessert, ja das ist das was ich tatsächlich... Also gerade mit der kontinualchen Verbesserung was mir im System auch der Arbeit-im-Qualitätsmanagement-System wirklich immer wieder Spaß macht weil man einfach merkt wie dadurch sich eine Firma nach vorne entwickelt.
00:37:08: Entwicklung ist mein nächstes Stichwort.
00:37:12: wenn du einmal deinen Erleben von dir selbst, also wie erlebe ich mich als Person reflektierst vor zwanzigzwanzig und jetzt welche Veränderungen hast du festgestellt oder stellst du kontinuierlich fest?
00:37:32: Davor war ich wirklich jemand der sehr viel Wert auf die mein anderer gelegt hat.
00:37:37: Da er Erwartung erfüllen wollte und gar nicht gepusht hatten ist eigentlich auch meine Erwartungen an mich oder auch gar nicht hinterfragen, ist das stimmig für mich?
00:37:47: Möchte ich es denn
00:37:48: überhaupt?".
00:37:51: Und auch eine Person die wirklich viel alles richtig machen wollte und die... Ich habe mir wenige Fehler auch verziehen.
00:37:59: Also ich wollte immer alles perfekt machen und hab mir wenig verziehen wenn Fehler passiert sind.
00:38:05: und was mir auch immer schwer gefallen ist tatsächlich um Hilfe zu bitten.
00:38:09: Das waren schon Themen die mir schwer gefallen sind Und hat aber auch das Gefühl, dass es eben nicht gehört wird.
00:38:16: Wie jetzt mit dem Beispiel ... Mit meiner damaligen Schulleitung und hab mich wirklich im Kopf her gesehen.
00:38:24: ja bis zu nur die kleine Grundschullehrerin so habe ich das immer gesehen.
00:38:28: Kannst nix anderes ist der Lebensweg für den du dich entschieden hast.
00:38:33: Das hat sich noch mal komplett gewandeln einfach weil auch mein Alltag ganz anders ist viel strukturierter ist und ich mehr gelernt habe, dass Fehler in Ordnung sind.
00:38:48: Auch das hat das Qualitätsmenschment mir beigebracht.
00:38:50: Einfach, dass sie okay sind und dass man daraus lernen darf im Team zu arbeiten.
00:38:54: Das vor allem, das hab' ich gelernt weil wir ja zusammen eine Firma aufgebaut haben Und da auch wirklich anflügt dann eben auch um Hilfe zu bitten und da auch zu sehen, dass im Team ja auch da eine Stärke entsteht Dass man da ja dann voran schreitet.
00:39:10: Und ich erinnere mich noch an mein allererster Tag in der Firma, wo ich von meinem Chef begrüßt wurde.
00:39:16: Dann hatte der noch einen ganz bedeutsamen Satz zu mir gesagt nämlich wir wachsen zusammen und wachsen zusammens.
00:39:24: Das fand ich so ein schönen Satz.
00:39:26: den habe bis heute tatsächlich bei uns in der Telefonanlage als Spruch weil ich den so schön fand.
00:39:35: Und ja, das ist das was ich wirklich für mich auch, was sich grundlegend verändert hat im Team zu arbeiten.
00:39:41: Auf andere zu auch mal eher dann entstehen ja nochmal ganz andere Synergien und Ideen.
00:39:46: Und ja auch wirklich mehr selbstbewusstsein.
00:39:50: in meinem Können habe ich auf jeden Fall auch entwickelt zu sehen dass es für mich auf jeden fall die richtige Entscheidung war den Weg so zu gehen weil das war damals wirklich mit vielen Ängsten verbunden und jetzt zu sehen, es wird gut.
00:40:08: Es ist gut geworden!
00:40:10: Und auch einfach dass ich jetzt Mut habe loszugehen neue Sachen auszuprobieren und weiß auch das ich eine innere Stärke habe mich in Sachen einzuarbeiten.
00:40:22: wenn dann Interesse da ist Dann fuchse ich mich in alles rein und bin da auch immer lernwillig So dieses, was ich nie aufgehört habe.
00:40:34: Wo ich auch immer in der Schule dran geglaubt hab ist so immer dieses lebenslange Lernen und weiterbilden und weiterentwickeln Und daran glaube ich jetzt auch immer noch und kann es halt wirklich ja auch wirklich ausleben.
00:40:46: Das sind wirklich so.
00:40:48: Ja das sind so Sachen die sich geändert haben.
00:40:53: Wie hat sich das so auf deine gesamte Lebensqualität ausgewirbt?
00:40:59: Ich, dadurch da ja jetzt ganz klare Arbeitszeiten habe so von acht bis siebzehn Uhr und ich darf jetzt auch eine Mittagspause.
00:41:05: Die ist fest eingeplant auf eine Stunde Pause am Tag machen.
00:41:09: also das ist wirklich mein Alltag ist es wirklich ganz anders.
00:41:12: Ich hab viel mehr Lebensqualität und Es sind jetzt einfach klare Grenzengesetze zwischen Arbeit und Privat.
00:41:21: Und ich weiß aber noch am Anfang Das hat lange gedauert!
00:41:24: Ich habe bestimmt ein Jahr Habe ich wirklich immer am Wochenende und im Urlaub da gesessen, hab gedacht, ich habe irgendwas vergessen.
00:41:32: Irgendwas muss ich doch noch machen!
00:41:34: Das war so drin... Ich erinnere mich doch in meinem ersten Urlaub, ich saß am Strand und dachte mir, ich hab was vergessen, ich muss noch irgendwas vorbereiten.
00:41:43: Und das hat wirklich lange gedauert bis das raus war oder auch einfach hier im Arbeitsalltag, ich darf mehr einen Kaffee holen und darf den trinken wenn er noch warm ist oder ich darf eigentlich auch Toilette gehen, wenn ich denn dann muss und da sitzt kein Kollege neben mir in der Kabine und fragt mich ob ich das deutsch Arbeitsplatz schon kopiert habe.
00:42:05: Oh mein Gott!
00:42:07: Ich kann mich erinnern dass du mir das vor fünf Jahren gesagt hast als du so frisch im Job warst.
00:42:13: stell dir vor Isabella sind hohen verstellbare Tische und ich kann meinen Kaffee heiß trinken Und einfach aus Klo gehen.
00:42:21: Das ist so absurd, wenn man da heute drüber spricht und gleichzeitig ist es irgendwie die Lebensrealität gewesen.
00:42:28: So war's auch, dass man eben auf Kollegen zugehen kann oder mal was nachfragen kann?
00:42:33: Oder ich weiß nicht, ich war am Anfang ganz irritiert.
00:42:35: Da kam eine Kollege und fragte mich, wie war dein Wochenende?
00:42:40: Das ist man ja nicht gewohnt, dass ein anderer Erwachsen das Kinder ein, das Fragen als Schüler klar.
00:42:45: Aber so was ein anderer erwachsen war für mich halt auch so während der Arbeitszeit mal so kurz fragt wie geht es dir eigentlich?
00:42:52: Und das war total ungewohnt und auch am Anfang habe ich mehr.
00:42:57: dann also um in den Servicebereich reinzukommen hab ich auch mir Bücher gewünscht um mich da reinlesen zu können Und die Firma hat sie einfach bestellt.
00:43:07: Die habe ich nicht selbst bezahlt!
00:43:10: Und da, wie gesagt, ich kam ins Büro und dann war der Arbeitsplatz eingerichtet.
00:43:13: Da waren PC, da waren Telefonen... Ich bin sogar zu Hause im Homeoffice ausgestattet worden.
00:43:19: Das waren Dinge, die waren für mich wirklich absolute Veränderungen und haben dazu geführt, insgesamt auch dann zu wissen.
00:43:30: Ich habe jetzt Feierabend um siebzehn Uhr, jetzt ist Wochenende.
00:43:32: Ich hab jetzt Urlaub und musste auch für den Reihen erreichbar sein.
00:43:35: Hat dazu gefürzt, dass ich einfach wieder abschalten konnte, dass sich mehr Lebensqualität dadurch gewonnen habe.
00:43:41: Ich ... hab wieder einen eingesunden guten Schlafrhythmus gefunden.
00:43:46: Und somit einfach auch in mehr Gesundheit.
00:43:49: Ich war ja sehr gebeutet mit ständig Erkältung und Krippe.
00:43:52: Und das hat man jetzt auch mal, aber halt mal.
00:43:56: Ja es sind halt Ausnahmen geworden.
00:43:57: Trinzipä bin ich jetzt einfach wirklich auch da gesund und damit geht ja so diese ganze Lebensqualität einfach einher wieder Hobbys anfangen zu können im Sport nachzugehen.
00:44:09: Da war vorher so wenig Energie für da Freunde zu treffen, einfach mal das Leben zu genießen.
00:44:15: Das war vorher nicht mehr so gegeben!
00:44:19: Dein Karriereweg geht aktuell weiter Habe ich wahrgenommen.
00:44:24: Katharina, du warst dich weiter professionalisiert im Bereich QM und hast jetzt gerade ein Bewerbungsprozess?
00:44:33: Was erlebst Du in diesem Bewerbungsprozess?
00:44:37: Genau!
00:44:37: Ich habe ja jetzt noch fünf Jahre und nach der Weiterbildung die ich gemacht habe, habe ich mir ... Hab ich so innerlich das Gefühl gehabt, es wird vielleicht Zeit für mich für den nächsten Schritt.
00:44:48: Und hab dann jetzt angefangen Bewerbungen zu schreiben und nicht mit Hethandern in Verbindung zu setzen... Und da hab ich... Also, es war für mich ganz interessant.
00:44:57: Weil als ich vor fünf Jahren ja mit dir in Begleitung ausgestiegen bin, war das gar kein Thema.
00:45:02: Es ist jetzt dann eben aufgekommen und ich habe die Phase als sehr wertvoll empfunden.
00:45:07: Ich hab einige Bewerbungen geschrieben, hab auch noch mal ein Podcast von dir dazu gehört gehabt, was so Lebenslaufschreiben angeht oder auch anschreiben Ja, jetzt mehrere Bewerbungsgespräche gehabt.
00:45:23: Fand das auch wirklich total interessant, weil als Lehrer man kennt es ja nicht und er fand ich das total interessant sich mit Firmen zu unterhalten.
00:45:30: was werden da so viele Fragen gestellt?
00:45:33: Ich hab dann auch mal online einen Test zum Beispiel gemacht.
00:45:36: Ich kannte es halt vorher einfach nicht und habe mein Lebenslauf angepasst dass der auch zur heutigen Zeit pass.
00:45:44: also nur so Stichwort KI.
00:45:46: oft sitzt er hinter gerade großem Firm gar kein Mensch mehr, sondern eben eine KI die den Lebenslauf scammed nach bestimmten Keywords.
00:45:55: Und das sachen alles Team mit denen ich mich jetzt in den letzten Monaten tatsächlich beschäftigt habe auch mal ... Wie gesagt, mit Hat Hunter in Kontakt getreten bin da telefoniert habe, da mir auch Hubtips geben lassen.
00:46:08: einer hat zum Beispiel gesagt auf LinkedIn mal anfangen zu posten und dazu Netzwerken Und ja, auch einfach mal damit überhaupt mit den Händen zu sprechen.
00:46:17: Da die Unterlagen zu hinterlegen, kannte ich auch vorher alles so nicht und auch mal so die Online-Plattform zu benutzen.
00:46:26: Wie kommt man überhaupt an Jobs?
00:46:28: Hat man Jobbenachrichtigungen einstellen?
00:46:31: Und wie finde ich denn überhaupt in meiner Umgebung zu dem was ich möchte, den passenden Job?
00:46:38: Also das war jetzt wirklich alles eine sehr interessante Phase für mich Und habe ich nochmal wirklich viel mitgenommen und habe auch wirklich gemerkt, nach all der Entwicklung, dass ich trotzdem mit Glaubenssätzen wieder konfrontiert war.
00:46:54: Dass man dann schon dachte bei einer Absage ja... Ich bin halt die kleine Grundschullehrerin immer noch auf dem Papier.
00:47:00: Meine ganzen Lehrgänge, die hab' ich zwar gemacht aber sind ja jetzt nur anfangs seit fünf Jahren.
00:47:07: Ja, wahrscheinlich bin ich jetzt deswegen eine Ablehnung.
00:47:09: Also ich war schon auch wieder mit alten Glaubenssätzen konfrontiert.
00:47:12: So dieses kann ich mich jetzt wirklich in der Branche im Qualitätsmanagement Bereich wirklich nochmal komplett nur in diesem Bereich aufstellen.
00:47:23: Das war so das was ich jetzt sehr intensiv mich mit beschäftigt habe und wo wirklich einfach dann noch mal bestimmte Zweifel hochgekommen sind.
00:47:31: Wo ich dachte schaffe ich dass finde ich da ein passender Job für Und gleichzeitig war es unheimlich lehrreich.
00:47:36: Ich bin sehr dankbar für diese Phase.
00:47:39: und weiß man auch mal, wie man so ein Bewerbungsgespräch führt?
00:47:43: Wie man sich darauf vorbereitet?
00:47:47: Also wirklich habe da viel für mich mitgenommen und tatsächlich kann ich jetzt auch soweit schonmal sagen dass das jetzt auch erfolgreich war.
00:47:53: tatsächlich also es wird für mich jetzt so wie's aussieht auch bald in einer neuen Firma weitergehen.
00:48:00: Und freue mich darüber, das ist so ein bisschen wirklich... fühlt sich für mich so als wäre es der nächste passende Schritt, ja?
00:48:07: Also so ein bissel größerer Firma die schon länger auf dem Markt besteht und wo ich dann auch im QM-Team arbeiten kann.
00:48:13: Das war sowas was ich mir gewünscht habe Auch wenn ich meinem jetzigen Arbeitgeber wirklich für alles sehr dankbar bin.
00:48:20: da geht man auch wirklich in Frieden auseinander.
00:48:23: Aber für mich fühlt es jetzt einfach so, als wäre das für mich der nächste passende Schritt.
00:48:27: Und als wär ich ein bisschen aus dem ... Weil ich fünf Jahre mache, hab ich auch rausgewachsen.
00:48:35: Mhm.
00:48:35: Ja.
00:48:36: Du hattest eine Reihe von Gesprächen und hast auch selber dich gegen manche Angebote entschieden?
00:48:44: Was war da ein anderes Erleben, als du's vielleicht vorher mal gehabt hättest?
00:48:49: Das war auch eine ganz laue Veränderung vor dem Jahr, dass ich das nie so gemacht habe.
00:48:54: Dass auch ich Jobs tatsächlich aktiv geprüft habe ob es jetzt in der Stellenanzeige war oder ob jetzt im Bewerbungsgespräch war.
00:49:03: und dann eben selbst, wenn die Firma gesagt hat wir können uns vorstellen um sie vor Ort einzuladen oder sie mit ihnen nichts bewerben zu nehmen das auch ich gesagt habe für mich ist es nicht passend.
00:49:13: Das hätte ich früher nie gemacht.
00:49:15: da hab' ich immer gedacht Ich muss den Job nehmen der die kleine Grundschullehrerin haben möchte.
00:49:22: Das ist das was ich früher dachte Und hab' selbst keine... Also er hätte da in dem Jahr zwanzig gar nicht so eine Auswahl getroffen sondern Ich hätte wirklich das genommen, was da ist.
00:49:33: Und jetzt wirklich mal zu sagen, was fühlt sich für mich stimmig an?
00:49:36: Sind das meine Stärken?
00:49:37: Sind es meine Wünsche?
00:49:39: Ist das mit meinen Werten kompatibel?
00:49:42: Das war für mich eine ganz neue Erfahrung, dass ich das auch so prüfen darf und dass ich auch... Ich glaube, es war ganz wichtig mir auch zu erlauben Ansprüche zu stellen, realistische Ansprüchen zu stellen Und hab das tatsächlich auch für mich dann so ein bisschen aufgeschrieben gehabt, damit ich bin ja so der strukturierte Typ.
00:50:04: Das wissen wir jetzt!
00:50:04: Hast du einen Prozess geschrieben?
00:50:06: Ja genau, genau.
00:50:07: Dann freu' ich mir.
00:50:08: Bewerbungsprozess.
00:50:10: Auch ist es wirklich dann für mich auch mal so aufgeschrien was was wünsche ich mehr eigentlich?
00:50:14: und ich glaube halt auch schon daran dass wenn man einfach mehr weiß was man möchte und das auch aufgeschrieb macht Für mich fällt's halt auch dann einfach zu visualisieren und auch dann vor Augen zu haben möglich klar zu sein in dem was ich mir wünsche.
00:50:27: Und das hätte ich vorher auch einfach so nicht gemacht, dass ich da so dran gegangen bin und auch wirklich selbst sagen konnte, nein, es fühlt sich für mich gerade einfach nicht stimmig an.
00:50:35: Ich glaube nicht, dass das der nächste passende Schritt für mich ist.
00:50:40: Erinnere mich tatsächlich auch habe ich dann ... Ich hab tatsächlich dein Coaching noch mal gemacht.
00:50:46: Verzeichlich?
00:50:48: Ja, wirklich!
00:50:49: Weil ich hatte nämlich die ganzen Unterlagen noch.
00:50:53: Dann bin ich hergegangen Habt ihr tatsächlich kopiert im Prinzip, habt ihr das neu dann gelöscht aufs Leer gemacht die Seite und habt es dann tatsächlich alles nochmal gemacht.
00:51:04: So bestimmte Arbeitsplätter weil ich für mich jetzt noch mal rausfinden wollte wo stieg denn gerade?
00:51:10: da war zum einen total schön zu sehen dass irgendwie mehr Raum entstanden ist, also im Hin zu Friedenheit viel mehr Raum jetzt plötzlich da war.
00:51:21: Ich erinnere mich an Grafiken auch wo man so Punktesystem zufriedenheit eintragen konnte und das waren natürlich in Zeiten von Schule war das alles sehr eng und jetzt war plötzlich viel mehr raum da und dann konnte ich mich auch nochmal mehr darauf fokussieren, wo möchte ich denn jetzt hin?
00:51:35: Weil es sind ja auch Übungen dabei, wo sieht man sich in den nächsten fünf Jahren?
00:51:39: Also auch da haben wir deinen Unterlagen jetzt, selbst nach fünf Jahren noch mal geholfen zu sehen.
00:51:45: Was hat sich schon entwickelt?
00:51:46: Wo ist schon ganz viel Raum entstanden was es schon ganz viele Positives und wo wünsche ich mir zukünftig hinzukommen?
00:51:54: Deswegen war das für mich so bedeutend als du mich dann jetzt eingeladen hast.
00:51:57: Auch weil ich selbst genau in dieser Phase ja auch war, wo ich auch nochmal dein Podcast gehört habe, wo's auch um Bewerbungen ging.
00:52:04: Deswegen war dass jetzt so ganz bedeutsam für mich.
00:52:07: Das freut mich!
00:52:09: Wir kommen langsam zum Ende, liebe Katharina.
00:52:11: Und ich frage am Ende gerne ... wenn du auf eine Person treffen würdest die wie du vor vielen Jahren Lehrkraft ist noch ist und gerade nach wegen sucht?
00:52:29: Eine Person, die noch nicht so viel weiß über Perspektiven, aber über ihr jetzt weiß, so geht's nicht weiter.
00:52:37: Was würdest du dieser Person sagen?
00:52:44: Ich glaube, das Wichtigste ist auf sich selbst zu hören und ganz ehrlich reinzuspüren was gerade los ist.
00:52:57: Ich glaube oft spürt man schon lange dass etwas nicht mehr passt sich einfach nicht mehr stimmig anfühlt und man bleibt aber trotzdem weil man irgendwie denkt ich muss es sind bestimmte Erwartungen die man erfüllen muss und deswegen würde ich jedem raten Zeit zu nehmen, mal hinzusetzen und zu fragen, passt das wirklich noch?
00:53:19: Ist das... fühlt sich das immer noch stimmig für mich an.
00:53:24: Und wenn da die Antwort jetzt, wenn es nur ganz leise ist, nein ist dann dass man sich auch erlauben darf etwas zu verändern und auch einen anderen Lebensweg einzuschlagen.
00:53:37: Und
00:53:39: die ja auch eine Frage, die mich sehr beschäftigt hat war dann immer so dieses erlaube ich mir, glücklich zu sein.
00:53:47: Erlaube mich, mir zufrieden zu sein und das habe ich lange tatsächlich nicht weil ich einfach an Glauben setzen und Erwartungen festgehalten habe.
00:53:59: Und manchmal reicht es da schon einen kleinen Schritt in so eine Richtung zu gehen zur Veränderung wo eben ein neuer Weg sich öffnet.
00:54:09: Ich erinnere mich noch genau wie ich damals zur Schule gegangen bin um die Kündigung abzugeben.
00:54:14: Es war strahlender Sonnenschein und ich habe Angstschweiß gehabt, weil ich dachte das ist die falsche Entscheidung.
00:54:20: Das ist wirklich falsch!
00:54:22: Und dann...und die Welt geht unter und ich weiß nicht hab' die Königung abgegeben da ich mich rumgedreht und die Sonne schien einfach weiter.
00:54:32: Die Welt war nicht untergegangen es war nicht.
00:54:34: Ja und ja.
00:54:37: deswegen glaube ich ist es wichtig wirklich sich Zeit mal zu nehmen, in sich reinzuhören.
00:54:42: Mal reinzuspüren, ehrlich zu sich selbst zu sein und wenn da Diskrepanten sind zu etwas wo man sich gerade nicht wohlfühlt oder einfach ein kleines Wort ist das sagt nein ich bin so nicht zufrieden dass man sich dann auf dem Weg macht.
00:54:56: und wenn es wirklich nur kleine Schritte sind mal ein Podcast hört mal ein Buch einfach sich auf den Weg begibt und dann tun sich plötzlich ganz neue Möglichkeiten auf die man vorher nicht auf einem Schirm hatte die einem dann wieder dahin bringen, dass es sich stimmig anfühlt und das man glücklich ist.
00:55:17: Ja ... für viele ist die Angst, dass sie ein Weg bewegen von sich selbst.
00:55:21: Und eigentlich ist aber wieder ein Hinfinden zu sich selbst?
00:55:26: So was beschreibt es schön?
00:55:28: so war's bei mir tatsächlich auch.
00:55:29: ich hab gedacht jetzt mein Lebensweg hat mich jetzt für das Studium entschieden.
00:55:32: jetzt muss ich das ja machen!
00:55:34: Ich habe mich ja jetzt so entschieden Aber dadurch habe ich mich selbst und meine Person und meine Stärken immer mehr verloren, mich davon immer weiter wegbewegt.
00:55:43: Dadurch war diese Unstimmigkeit in meinem Inneren, die mich unruhig gemacht hat und mich nicht mehr glücklich sein
00:55:49: lassen.".
00:55:54: Liebe Katharina!
00:55:55: Ich danke dir, dass du dir diese Zeit genommen hast und mit mir diesen Full Circle Moment geschaffen hast.
00:56:02: nach fünf Jahren... Und ich wünsche dir für deine weiteren Etappen alles Gute.
00:56:09: Da steht ja jetzt wieder eine neue Phase an, die mit viel Lernen verbunden ist, mit viel Wachsen aber auch bestimmt mit viel Erkenntnis über all das was du schon mitbringst und was dir ermöglicht, dass die nächsten Schritte gelingen!
00:56:25: Und da wünsch' ich dir ne sehr, sehr gute Zeit und danke dir für unser Gespräch heute.
00:56:30: Ich
00:56:31: danke dir auch, vielen Dank.
00:56:33: wirklich War mir eine große Freude heute bei dir zu sein.
00:56:37: Ebenso, dann
00:56:39: einen schönen Tag für dich!
00:56:41: Tschüss!
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