#195 Steckst du schon im Burnout?
Shownotes
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Der Weg ins Burnout verläuft selten laut. Er beginnt oft genau dort, wo das Verantwortungsgefühl am größten ist: bei dem stummen Anspruch, den endlosen Anforderungen des Schulsystems mit noch mehr persönlichem Einsatz zu begegnen.
Gerade in Zeiten der beruflichen Neuorientierung ist eine präzise Bestandsaufnahme der eigenen mentalen Kapazitäten unabdingbar. Wer die feinen Abstufungen der Überlastung erkennt, gewinnt die Handlungsfähigkeit zurück, um rechtzeitig zwischen dem Bedarf nach therapeutischer Entlastung und strategischem Coaching zu unterscheiden.
Eine Folge für alle, die Klarheit darüber suchen, wo die gesunde Belastbarkeit endet und der schleichende Prozess der Erkrankung beginnt.
Wichtiger Hinweis zur mentalen Gesundheit: Diese Episode bietet Raum für Reflexion, ersetzt jedoch keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik. Bei akuten psychischen Krisen oder dem Gefühl der Ausweglosigkeit ist professionelle Hilfe essenziell. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist jederzeit unter der kostenfreien Rufnummer 116117 erreichbar. Anonyme und unmittelbare Unterstützung bietet zudem die Telefonseelsorge unter den Nummern 0800 1110111 sowie 0800 1110222.
Zum Burnout-Selbsttest: https://www.therapie.de/psyche/info/test/weitere/burnout/
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Transkript anzeigen
00:00:00: Leider neigen viele Lehrkräfte dazu, ihre Problematik so zu verschleppen dass sie in eine Situation kommen wo sie die gar nicht mehr alleine lösen können.
00:00:14: Bitte schiebe Arztbesuche dahingehend nicht auf bei Dingen wie anhaltender Erschöpfung Schlafstörungen psychosomatischen Beschwerden.
00:00:24: es ist etwas ernstzunehmendes.
00:00:26: Es kann sich zumindest zu etwas wirklich gravierendem Auswachsen.
00:00:34: Hallo ihr Lieben!
00:01:01: Na, wie leicht ist es dir heute gefallen diesen Podcast zu finden?
00:01:05: Warum frage ich das?
00:01:06: Vielleicht ist es Dir schon aufgefallen Wir sind jetzt gar nicht mehr lila, sondern gelb.
00:01:11: Dieses Podcast-Kavar hat sich verändert.
00:01:14: im neuen Gewand erstrahlt dieser Podcast.
00:01:17: Nicht nur äußerlich, sondern es gibt auch innerlich eine Veränderung.
00:01:21: und ja, Pfingsten dachten wir ist doch genau der Anlass wenn der heilige Geist entstand wird dass wir auch was verändern.
00:01:29: an unserem Podcast Und in unserem Look vollzieht sich hier etwas was hinter den Kulissen schon seit Monaten in der Mache ist.
00:01:38: Unsere Kundinnen und Kunden, die wissen das schon.
00:01:41: Unser interner Kundenbereich, unser Probst Coaching Space der erstrahlt in eben diesem Gelb bereits Und auf Social Media kann man es bereits sehen.
00:01:52: Auf Instagram da ist der Look auch schon von Lila zu Geld geswitched.
00:01:56: Ach und das große Baby dass noch auf die Welt kommen wird diesen Sommer Das ist eine neue Homepage Ebenfalls in diesem Sonnengelb, das uns sehr gefällt.
00:02:07: Weil es trotz aller Ernsthaftigkeit dieses Themas ja doch positive Ausblicke gibt und Neugier erweckt etwas neues anzufangen.
00:02:19: Ja und dieses Gelb soll das unterstreichen!
00:02:22: Ich habe gerade schon angerissen... Es gibt auch eine Strukturelle Veränderung, wenn man so will.
00:02:28: Denn diesen Podcast den wird es ab heute vierzehntägig geben und nicht mehr wöchentlich!
00:02:36: Was ist der Hintergrund dessen?
00:02:37: Vielleicht volkst du einigen Podcasts die wöachendlich erscheinen und hast schon festgestellt – Die qualitative Schere geht da sehr auf.
00:02:47: Es gibt topproduzierte Podcasts, die wörtendlich erschienen Und hinter denen steht in der Regel ein großes Produktionsteam.
00:02:55: Eine große Marketingmaschinerie, viel Budget und es gibt solche die wöchentlich erscheinen, die eher wie ein Nischen-Podcaster herkommen, die inhaltlich auch hohe Qualität abliefern, die aber zum Beispiel in Produktionen und Audioqualität Abstriche machen, weil es schlichtweg nur One-Man-Show ist oder ein ganz kleines Team.
00:03:17: was dahinter steht dass dieser Podcast wöchentlich erscheinen kann.
00:03:21: Das heißt da hast du manchmal vielleicht Schwierigkeiten Dinge zu verstehen.
00:03:26: Es ist nicht richtig gekattet.
00:03:27: das heißt da sind ganz viele Urms Oder raschler oder so.
00:03:32: und dann gibt es Podcasts die erscheinenden hoher Frequenz.
00:03:36: Die sind auch gut produziert, aber die machen inhaltliche Abstriche.
00:03:41: Also da sind Themen eher drittklassiger Qualität.
00:03:46: Die Folgen sind eher eine Viertelstunde lang und es geht vor allen Dingen auf Frequenz und Aufsichtbarkeit so dass eben der Markt permanent bedient wird.
00:03:56: Aber weil das so inflationär ist werden die Themen eigentlich weniger relevant.
00:04:03: Das sind drei Wege, die für uns so nicht in Frage kommen.
00:04:09: Und gleichzeitig wenn du diesen Podcast hörst dann hast du vielleicht schon gemerkt wir haben einen hohen Anspruch an Inhaltliche Qualität und auch an die Produktion dass das sich richtig gut anhört Dass es gut gekattet ist, dass es gut rüber kommt, dass er einfach professionell ist.
00:04:29: Und vielleicht ist dir das nicht bewusst?
00:04:31: Podcasts, die auf diesem Niveau spielen und wöchentlich erscheinen haben in der Regel eigentlich doch dieses wirklich große Produktionsteam.
00:04:40: Das macht das möglich!
00:04:43: Dieser Podcast live auf der Lehramt hat eine Historie, dass er zuerst eine One-Woman Show war.
00:04:50: Das habe ich ganz allein... produziert.
00:04:52: und bei den Anfangsfolgen, da hörst du das auch.
00:04:56: Das heißt so in den Folgen von zwei tausend neunzehn, zweitausend zwanzig, da siehst Du die folgen sind in einem großen Abstand erschienen also mindestens ein monat lag dazwischen manchmal auch länger und Die audioqualität war geringer.
00:05:14: der cut war auch nicht so exakt.
00:05:16: Das konnte ich gar nicht zu dem Zeitpunkt.
00:05:18: Ich konnte schon ein bisschen, aber das konnte ich einfach auch vom Workload her gar nicht abbilden.
00:05:23: Mittlerweile ist dieser Podcast eine Two People Show!
00:05:27: Du hörst mich als die Stimme und im Hintergrund produziert mein geliebtes Teammitglied Murphy diesen Podcast den du in hoher Qualität genießen kannst.
00:05:38: Unsere Arbeit entwickelt sich immer weiter in unserem Team zur Gewohnheit gemacht, dass wir eigentlich permanent die verschiedenen Arbeitsbereiche, die so Anfallen im Daily Business kritisch unter der Lupe haben um rechtzeitig zu steuern wenn wir ja der Ansicht sind hier darf was verändert werden.
00:06:00: Ich bin großer Fan des Kredos love it change it or leave it.
00:06:05: das weißt du wenn du diesen Podcast hörst denn ich plädiere immer zur Verantwortungsübernahme Zum Changed, wenn etwas so nicht mehr passt und leave it.
00:06:18: Ja das weißt du dass ich das auch durchziehe?
00:06:20: Ich habe den Lehrberuf verlassen.
00:06:22: Wir haben in letzter Zeit identifiziert Dass wir uns bei diesem Podcast ein changet wünschen Gleichzeitig aber die hohe Qualität In diesen podcast nicht aufgeben wollen Denn das ist die crossroad an der man steht Ein Podcast, ja mit großem Aufwand produziert wird und weiterhin auch so laufen soll.
00:06:47: Dann muss man eigentlich sagen okay wir gehen eher in den inflationären Weg das heißt die Themen werden beliebiger die Folgen werden kürzer oder wir investieren weniger Zeit in die Professionalität dieses Podcasts.
00:07:01: Oder wir delegieren Folgen, so dass ich gar nicht mehr die Hauptsprecherin dieses Podcast bin und all das sind Changed Wege, die wir nicht möchten.
00:07:11: Wir möchten diesen Podcast in gewohnter Qualität sowohl inhaltlich als auch von seiner Delivery her aufrecht erhalten und somit liegt bei uns das Changed in der Frequenz.
00:07:26: Ich liebe diesen Podcast.
00:07:27: Der ist ja mittlerweile sieben Jahren mein Medium geworden, ich weiß der wird breit gehört.
00:07:34: Viele von euch sind seit langem treue Hörerin und Hörer dieses Podcasts und laden mich wöchentlich in ihr Ohr ein sozusagen und dafür danke ich Euch ganz herzlich!
00:07:49: Wir bekommen so viele Zuschriften und Rückmeldungen, was dieser Podcast alleine bei euch anstoßen kann.
00:07:57: Welche Energien das freisetzen kann?
00:07:59: Welche Entscheidungen ins Rollen kommen ohne dass überhaupt irgendeine Zusammenarbeit passiert ist sondern schlichtweg durch Gedankenimpulse.
00:08:09: Und das macht uns extrem stolz, dass wir diese Anstöße geben können und auch weiterhin wollen.
00:08:17: Somit Vierzehntägig wird ab sofort der Turnus, auf den du dich immer noch freuen darfst und vielleicht nimmst du das zum Anlass diesen Podcast zu abonnieren damit du wirklich auch nicht verpasst.
00:08:32: Wenn montäglich und zwar jetzt vierzehentägig weitere Folgen erscheinen dazu gibt es sicherlich in deiner Lieblingspodcast-App irgendeine kleine Glocke die du aktivieren kannst damit diese Podcast-Folgen dir direkt als Pushnachricht aufs Display gesendet werden.
00:08:50: Und wenn wir schon dabei sind, wir freuen uns natürlich über deine Bewertung dieses Podcasts!
00:08:57: Da sind eine ganze Menge tolle Bewertungen zusammengekommen bisher, über die wir uns sehr freuen und die uns immer wieder zeigen dass wir auf dem richtigen Weg sind.
00:09:09: Lass uns also gerne, vielleicht direkt heute nach der Folge eine Sternebewertung für diesen Podcast da.
00:09:16: Die uns sehr freut und die uns dabei hilft weiterhin in der Gunst des Algorithmus zu stehen und auch anderen Lehrkräften diesen Podcast anzuzeigen weil er möglicherweise auch für sie relevante Impulse bereithält.
00:09:31: Nun lass uns in die Folge starten!
00:09:33: Und heute ja... Heute habe ich mir ein Thema ausgesucht.
00:09:39: Ich möchte dir erst mal sagen, wie ich auf dieses Thema gekommen bin.
00:09:44: Das Thema Burnout beschäftigt mich und uns immer wieder denn wir haben eine ganze Reihe Kundinnen und Kunden die in der Vergangenheit einen Burn-Out erlitten haben und es ist Teil unserer täglichen Arbeit mit Menschen in Belastungssituation nach Veränderungen zu schürfen und diese zum begleiten.
00:10:06: Natürlich sind die Belastungen dieser Personen sehr unterschiedlich ausgeprägt, vielleicht weißt du auch wenn du diesen Podcast hörst dass wir zb in Erst- und Zweitgesprächssituationen mit potentiellen neuen Kundinnen anwärtern sehr ehrlich und kritisch in die Prüfung gehen ob es zum jetzigen Zeitpunkt schon Richtig ist, ein Coaching anzugehen wenn eine Person in einer akuten Belastungsphase ist.
00:10:37: Wir haben Handouts für Therapeutinnen und für Ärzte die diese Personen sofern sie schon begleitet werden dann mitnehmen können um ihre Therapeuten zu informieren was das überhaupt für einen Coaching ist dass wir da anbieten wie wir uns von Therapie strikt abgrenzen und gemeinsam können Sie dann evaluieren Therapeutin zum Beispiel, ob ein Coaching zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich schon relevant ist.
00:11:07: Weil es konstruktiv umgewandelt werden kann.
00:11:10: Denn in akuten Krisensituationen das kann ich dir auch schon sagen da sind auch die wohl gemeintesten Coaching-Impulse oftmals nicht umsetzbar.
00:11:21: und das liegt nicht daran, dass die Person versagt sondern es liegt einfach an gewissen Psychodynamiken.
00:11:28: Und das kann eine Person in ein Ohnmachtserleben stürzen, in eine Bestätigung des vermeintlichen Versagens und eigentlich psychologisch eher zurückwerfen!
00:11:40: wenn jemand Misserfolge in einem Coaching-Prozess hat.
00:11:43: Heißt also, Personen in einem akuten psychologischen Krisenerleben für die ist Coaching nicht das richtige Format sondern da muss wirklich therapeutische und medizinische Begleitung her.
00:11:56: So was ist denn mein Anlass heute das Thema Burnout aufzunehmen?
00:12:01: In den letzten Wochen hatte ich immer mal wieder Frage und Antwort-Formate in diesem Podcast.
00:12:06: Und dieses Format wollen wir gerne auch weiterhin in zukünftigen Podcastfolgen betreiben, und ich habe mal wieder über meinen Newsletter eingeladen dazu mir Fragen zu übermitteln die potenziell in den Podcast eingehen können.
00:12:21: Und viele von euch, die unseren Newsletter lesen haben mir dann auch Fragen zurückgeschickt.
00:12:28: Richtig!
00:12:29: Tolle relevante Fragen, wo ich mich schon auf zukünftige Folgen freue euch die kompakt beantworten zu dürfen.
00:12:37: Übrigens wenn du unseren Newsletter noch nicht liest den kannst du abonnieren unter isabelprobst.de und dann bekommst Du sogar noch Ein Willkommensgeschenk dazu, nämlich unser eBook Alternativen zum Lehrberuf mit einer ganz langen und ausgewählten Liste mit Berufsalternativen.
00:12:58: Den Link zu diesem Newsletter den packen wir dir heute auch in die Show Notes dann wirst du nämlich wöchentlich von mir auf dem laufenden gehalten.
00:13:07: So, ich habe also eingeladen mir Fragen zu schicken und es wurden auch viele Fragen geschickt.
00:13:12: Ich hab das über so ein Formular gesammelt damit ich das direkt kompakt an einem Ort habe in so nem Spreadsheet.
00:13:19: Und die Lektüre dieser Fragen Die hat mich sehr ins Nachdenken gebracht muss ich ehrlich sagen.
00:13:28: Ich habe ja gerade gesagt da sind viele super hilfreiche Fragen dabei, die ich gerne in Zukunft beantworte und ziemlich genau ein Drittel aller Fragen sprechen aber eine ganz andere Sprache.
00:13:41: Nämlich eine Sprache der Überlastung, der Hoffnungslosigkeit des Zynismus, der unverholenen Aggression – nicht gegen mich, aber gegen diese Situation!
00:13:59: Eine Sprache von geringem Selbstwert eine Sprache von errettet werden wollen, von Opferhaltung.
00:14:09: Das sage ich jetzt einfach mal so ganz deutlich.
00:14:12: Eine Sprache vom Schuldzuweisungen, eine Sprach von Ausweigslosigkeit.
00:14:21: Sehr heftige emotional besetzte Worte werden benutzt wie schmarotzer, harakiri... naja also Du kannst es dir vielleicht sogar vorstellen, weil du vielleicht auch schon mal in Situationen warst.
00:14:38: Der akuten Überlastung und Hoffnungslosigkeit des Zynismus der Überforderungen.
00:14:44: Vielleicht kennst du auch Personen in deinem Umfeld oder in deinm Kollegium wo du diesen Eindruck manchmal hast dass auf verbaler Ebene etwas mitschwingt das von ganz anderen Problematiken herrührt.
00:14:58: Das heißt, ein Drittel dieser Fragen die mehr eingereicht wurden sind meiner Ansicht nach eigentlich gar keine Fragen sondern Symptome.
00:15:09: Fragen, die gar keine ernsthafte Antwort erwarten, die im Grunde in der Fragestellung schon vorweg nehmen... Na ja da bin ich jetzt aber mal gespannt was du mir dazu bieten hast weil da gibt es ja gar keine Antwort drauf!
00:15:22: Okay Also Fragen, auf die ich inhaltlich eigentlich gar nicht ernsthaft eingehen kann.
00:15:29: Weil ich denke diese Personen sind vielleicht auch da gar nicht so offen für sondern wollten etwas ganz anderes bei mir abladen und das hat sich gerade geboten.
00:15:40: Und was so durch diese Fragen schwingt?
00:15:46: Da habe ich verschiedene Blickwinkel drauf.
00:15:48: Ich sehe da aus transaktionsanalytischer Hinsicht ganz viele Appelle aus dem kindlichen Anteil, aus Schutzbedürftigen Anteilen die eigentlich von älterlichen Anteilern errettet werden wollen.
00:16:03: also das sprechen an mich kindliche Anteile Und wenn adressieren Sie in mir, mein fürsorgliches Eltern ich.
00:16:12: Also das ist so die Natur der Transaktionsanalyse ne?
00:16:15: Dass man sich fragt welcher Anteil in dir adressiert eigentlich welchen Anteil mit welcher Intention.
00:16:22: Ich sehe ganz viel Schieflage in der Kommunikation, die entweder bottom-up geht aus einer Unterwerfungs... Position oder Top-Down aus einer Überlegenheitsposition, aber auf keinen Fall auf Augenhöhe in einer.
00:16:37: Ich bin okay.
00:16:38: Du bist okay Haltung.
00:16:40: also ich finde da ganz viel.
00:16:41: ich Bin nicht ok Haltung bei den SprecherInnen Naja und was ich da auch anhand der Worte des Vokabulas dass da genutzt wird Aus allen Ecken sehe ist dieser Zynismus und die Überlastung.
00:17:01: Und das bringt mich heute zu dem Thema euch oder dir, die zwölf Phasen der Burnout-Anbahnungen einmal nahezubringen.
00:17:14: Ich weiß dass Kundinnen und Kunden, die bei uns arbeiten immer wieder überrascht sind, dass wir ihnen am Anfang der Zusammenarbeit einen Burnout selbst Test empfehlen Und viele sind überrascht, dass sie schon auf fortgeschrittenen Stadien sich bewegen.
00:17:33: Natürlich gibt es da Abstufungen wo Coaching eigentlich noch vollkommen in Ordnung ist und es gibt Abstufung ab.
00:17:40: da wird es wirklich klinisch problematisch Da muss eigentlich eine sofortige Arbeitsunfähigkeit her.
00:17:47: so was haben wir in der Regel im Coaching nicht?
00:17:50: Wenn dann finden wir Lösungen.
00:17:52: aber unsere Kundinnen und Kunden die durchlaufen entscheiden sich, am Anfang dafür dieses Angebot anzunehmen einen Burnout-Selbsttest zu machen.
00:18:05: und dieser Test der beruht auf einem sehr etablierten Modell der zwölf Anbahnungsphasen von BurnOut.
00:18:13: Die ich dir heute einmal antragen möchte als Reflexionsgrundlage für dich wo du vielleicht in einem schleichenden Prozess stehst denn Wir Lehrkräfte haben manchmal so den Trugschluss, naja Burnout.
00:18:31: Das ist wenn ich dann morgens nicht mehr aufstehen kann und nur noch die Decke anstarre.
00:18:36: Ja das ist dann wahrscheinlich eher das vorletzte Stadium von Burn-Out.
00:18:41: Burn Out ist wirklich etwas dass sich über Jahre auftürmen kann und viele Phasen durchläuft und Ich bin mir sicher du als Hörerin oder als Höhler erkennst da einige Symptome wieder.
00:18:55: Lange Rede kurzer Sinn.
00:18:56: Ich nehme dich jetzt mit in dieses Zwölf-Stufenmodell des Burnouts.
00:19:01: Das zeigt, wie aus hohem Engagement langsam Erschöpfung wird dann Depression und schließlich totale Ausgebranntheit bis übrigens hin zu Suizidalität.
00:19:16: von daher Triggerwarnungen.
00:19:18: es geht in dieser Folge nicht im Schwerpunkt um Suizidalität aber in der zwölften Stufe der zehnten bis zwölften Stufe, da empfehlen Akutkliniken Patientinnen und Patienten gleichzeitig die Wahrnahme von Suizidpräventionsangeboten.
00:19:38: Also so dramatisch ist das!
00:19:42: Wichtig ist diese Folge ersetzt natürlich jetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung.
00:19:47: wenn du dich in einer der späteren Phasen wiedererkennst dann suche bitte frühzeitig professionelle Unterstützung.
00:19:55: Zum Beispiel kannst du zu deinem Hausarzt gehen oder Hausärztin.
00:19:58: Das wäre die erste Anlaufstelle vielleicht zum Facharzt, zu PsychiaterInnen... Vielleicht hast du Zugang zu Psychotherapie, man kann auch in ein sozial-psychiatrisches Zentrum gehen.
00:20:11: Das haben in der Regel die Kommunen mit einer Akutsprechstunde wo Studierende und Psychotherapeutinnen schon ihre erste Praxiserfahrung machen.
00:20:22: also da hast du zumindest eine Erstanlaufstelle.
00:20:24: vielleicht ist für dich auch eine psychosomatische Klinik relevant.
00:20:29: das könntest du zum Beispiel mit deiner Hausärztin oder Hausarzt besprechen.
00:20:34: so Warum sind eigentlich Lehrkräfte so gefährdet?
00:20:37: Na ja, da gibt's jetzt viel was man dazu sagen könnte.
00:20:41: Lehrkräfte bringen häufig genau die Eigenschaften mit, die im Burnout-Modell so ganz am Anfang stehen und eigentlich auch die Voraussetzungen dafür sind dass sich ein Burnout entwickeln kann.
00:20:53: Nämlich hohes Verantwortungsgefühl Idealismus Perfektionismus Und die Tendenz sich über Leistung zu definieren.
00:21:02: Das trifft auf einen System das ein Fass ohne Boden ist suboptimaler Cocktail, beziehungsweise eigentlich der perfekte Cocktail um Burnout zu befeuern.
00:21:16: Ja im Alltag heißt das natürlich Klassenführen individuelle Förderungen, Inklusionen Elterngespräche Dokumentation Korrekturen ständige Erreichbarkeit und dann ein System dass ja jetzt selten sagt so jetzt hast du genug getan Jetzt gönn dir mal eine Pause.
00:21:37: Einen öffentlichen und wissenschaftlich validierten Burnout-Test, auch den hänge ich dir in den Show notes an.
00:21:44: Nämlich von der großen Homepage oder von der Großen Internetseite, Therapie.de.
00:21:51: Der ist wirklich wissenschaftliche fundiert psychotherapeutisch abgesegnet Und er taugt für eine Erstensibilisierung.
00:22:02: Okay, so.
00:22:03: Wichtig ist wenn ich jetzt zur Phasenschildere nicht jeder durchläuft jede Phase gleich.
00:22:08: manche Personen überspringen Phasen.
00:22:12: Manche Phasend können sehr lange dauern andere sind eher kurz.
00:22:15: also glaube nicht das hätte alles jetzt linearen Charakter.
00:22:22: Wir schauen einmal auf die Phase eins.
00:22:25: Das ist der Zwang sich beweisen zu müssen In der ersten Phase.
00:22:29: Da beschreibt dieses zwölf Stufenmodell, einen starken inneren Druck sich beweisen zu wollen.
00:22:36: Hohes Engagement, hohe Ansprüche an die eigene Arbeit.
00:22:40: Häufiges berufliches Unterstromstehen und viele Lehrkräfte kennen das aus Gedanken wie... Ich muss meiner Klasse noch was besseres bieten können.
00:22:52: Ich darf mir hier keinen Fehler erlauben.
00:22:54: oder vielleicht merkt man das auch in dem Gefühl, nicht genügend irgendwie falsch zu sein wenn man früher nach Hause geht.
00:23:02: die anderen Kollegen gehen doch auch über ihre Grenzen und vielleicht erkennst du dich da insetzen wie ja es ist mir sehr wichtig meine Arbeit besonders gutzumachen oder ich kann doch nicht als allererster jetzt hier gehen Kennst du sicherlich.
00:23:20: Also da bin ich mir sicher, diese Phase die kennt eigentlich fast jeder zumindest der diesen Podcast hört sagen wir es mal so.
00:23:29: Phase zwei das ist die des verstärkten Einsatzes.
00:23:33: in Phase zwei wird dieser Einsatz noch weiter hochgefahren.
00:23:37: über Stunden immer schneller arbeiten und gleichzeitig ständig das Gefühl hinterher zu sein Dinge delegieren, das kommt nicht so infrage weil viele sich als unersetzbar erleben.
00:23:49: Also wenn ich das nicht mache dann macht es hier keiner richtig.
00:23:52: Macht mir keiner gut genug nur ich kenne die Details.
00:23:56: Das ist tatsächlich keine konstruktive und hilfreiche Haltung sondern das ist schon eine Psychodynamik die in Burnout führen kann.
00:24:07: Das kann bedeuten, du nimmst noch eine AG oben drauf.
00:24:10: Noch ein Projekt!
00:24:11: Du machst die Klassenfahrt auch noch als Begleitung mit obwohl es eigentlich mit der Klausurphase nicht so richtig zusammenpasst.
00:24:19: Du machst Dinge weil du es halt schon irgendwie gut kannst und deine Wochenenden verschwinden in Korrekturen und Vorbereitungen.
00:24:30: In Phase drei startet die Vernachlässigung eigener Bedürfnisse.
00:24:36: Da rutscht die Selbstfürsorge endgültig nach hinten.
00:24:40: Das bedeutet Arbeit geht vor, Privatleben und Regeneration werden zweitrangig.
00:24:48: Viele Betroffen haben das Gefühl ja wo bleibt ich hier eigentlich noch?
00:24:53: Mein Leben kommt schon auch irgendwie zu kurz.
00:24:56: Nach der Arbeit bin ich viel zu müde für meine Familie, für meine Kinder.
00:25:01: Ach, meine Kinder jetzt noch irgendwo hinfahren oder die selber bei den Hausaufgaben begleiten.
00:25:06: Da habe ich echt keinen Nerv mehr.
00:25:08: und wenn meine Partnerin oder Partner dann auch noch irgendwie eine trübe Miene macht... Oh nee!
00:25:16: Habe ich schon gar keine Lust.
00:25:18: Auch nicht auf Freunde oder Hobbys.
00:25:21: Das ist auch die Phase wo Personen vielleicht vermehrt zu stofflichen Dingen wie Kaffee, Nikotin oder Alkohol greifen um sich wachzuhalten.
00:25:33: Leistungsfähig zu halten.
00:25:36: Typische Sätze wären da.
00:25:38: Also ich treffe meine Freundinnen und Freunde nur noch in den Ferien.
00:25:42: Ach die Wochenenden, nee also puh... ...einundzwanzig Uhr ist bei mir Sense da muss ich ins Bett oder ich sitze halt da und korrigiere noch weil dann sind ja meine Kinder im Bett.
00:25:52: aber an den Wochenenden bin ich eigentlich nur noch platt und muss ja auch irgendwie noch den Haushalt zusammenhalten Freunde da also höchstens noch in Ferien.
00:26:02: Und das ist auch die Phase wo man vielleicht nachmittags extrem platt auf dem Sofa liegt und sich dann abends erst wieder aufrafft.
00:26:11: Phase vier, das ist die, wo Warnsignale langsam weggewischt werden.
00:26:19: Das ist kennzeichnend für die nächsten, ich sag mal drei Phasen.
00:26:26: Es geht bei Phase Vier um Verdrängung von Konflikten.
00:26:31: Also, es passiert schon doch auch dass sich jetzt erste Fehler einschleichen.
00:26:36: Dinge werden vergessen.
00:26:39: vielleicht dann doch mal den Klausurstapel der eigentlich korrigiert ist zu Hause auf dem Tisch liegen lassen oder Den Schlüsselbund in der Schule liegen lassen nach hause fahren und dann vor verschlossener Eingangstür stehen.
00:26:53: das ist mir mal passiert.
00:26:55: Schön bei dreißig Kilometer Anfahrt, wenn du dann in Köln merkst dass du nochmal zurück nach Bonn musst weil dein Haustischlisse da noch irgendwo liegt.
00:27:04: Ja das ist die Phase der tauchenkörperliche Wahnsignale auf aber sie werden verdrängt.
00:27:09: Das können Infekte sein Schlafstörungen oder auch die Tendenz ständig von der Arbeit zu sprechen.
00:27:16: Es kann sein, dass man Absprachen vergisst.
00:27:19: Konferenzen und Termine... Und man wischt das so weg mit.
00:27:23: Naja ich bin jetzt halt gerade unkonzentriert und auf dem Sprung.
00:27:27: Vielleicht merkst du Ich schlafe schlecht und innerlich bin ich eigentlich nur noch an der Arbeit.
00:27:33: Du redest es aber klein.
00:27:35: In Phase fünf passiert dann eine Umdeutung von Werten.
00:27:38: Da kippt also langsam etwas.
00:27:41: Soziale Kontakte, die einem früher Freude und Genuss bereitet haben werden plötzlich als Belastung erlebt Und die redet man sich dann auch plötzlich klein.
00:27:52: Also es könnte sein dass man sagt Ja also früher da haben wir uns ja noch mit Gabi und Klaus einmal pro Woche zum Bett mitten getroffen.
00:28:00: Aber ganz ehrlich Gabi nervt und Klaus redete nur über sein blödes Auto.
00:28:05: Ich hatte irgendwie noch nie Bock auf Gabi & Klaus.
00:28:10: Das ist diese Umdeutung von Werten, über die ich da spreche.
00:28:15: Es kann einfach sein das Dinge, die einem früher Spaß gemacht haben dass man die jetzt wegredet und aus so einer verkrampften Identifikation mit seiner Arbeit sich jetzt sagt ja nee aber mir ist halt auch einfach die Arbeit wichtig jetzt gerade!
00:28:32: Und man gesteht sich gar nicht mehr die Bedürfnisse ein.
00:28:34: und das frühere Ich, dass man ja mal gut fand Aber es darf nicht mehr sein, darum werdet die Psyche es ab um diese kognitive Dissonanz nicht mehr aushalten zu müssen.
00:28:48: Das kann sein dass das Hobbys sind oder gemeinsame Zeit mit Partner oder Partnerin ist passiert so eine Umetikettierung.
00:28:55: Vielleicht ist das die Phase, wo du auch das Lehrerzimmer meidest und sagst ganz ehrlich also wir gehen die Kollegen einfach auf den Sack.
00:29:03: Also ich gehe gar nicht mehr ins Lehrerzimmer mit diesem ganzen Smalltalk.
00:29:07: Ich bleibe im abgeschlossenen Klassenraum in den Pausen Familienfeiern nerven vielleicht Termine wo man sich mal abends mit Leuten zu Kartenspielen getroffen hat oder sonstiges.
00:29:19: Gleichzeitig steigt das Empfinden, dass es doch jetzt deutlich belastender ist im Beruf als früher.
00:29:25: In der Phase VI gibt es einen Kipppunkt.
00:29:28: Wir haben ja schon gehört.
00:29:30: also das geht jetzt so um Warnsignale wegwischen, Werte umdeuten und in Phase VI da kippt jetzt etwas ab.
00:29:38: hier dominiert die Selbstverleugnung Der Übergang von Ja doch schon sehr erschöpft bis zum Burnout, der ist jetzt erreicht.
00:29:51: Also Personen würden jetzt von sich behaupten dass sie eigentlich eher besonders belastbar sind aber unverstanden sind.
00:30:05: das ist das absurde daran.
00:30:07: Also die würden von sich sagen in dieser Phase, ja ich bin schon auch irgendwie resilienter als andere.
00:30:13: Mir kann man das zutrauen!
00:30:14: Ich bin besonders taffe und halte mehr Stress aus als andere.
00:30:18: Man rückt also immer weiter weg von seinem körperlichen Bedürfnis erleben.
00:30:23: Man hat gar keinen Zugriff mehr darauf zu merken wie schlecht es einem schon geht Sondern man ist da wirklich in so einer Dissoziation.
00:30:32: So, das kann bedeuten dass man im Kollegium sagt oh ja jammern.
00:30:38: Das halte ich überhaupt nicht aus.
00:30:40: Ich beiß mich durch Obwohl du eigentlich ständig müde bist und dein Leben kaum noch zusammenhalten kannst.
00:30:48: Vielleicht lehnst Du Hinweise von außen ab.
00:30:51: Partnerin oder Freunde die sich Sorgen machen Haben ja vielleicht auch schon mal was gesagt Und das wird als nervig erlebt und weggewischt.
00:31:00: Psychosomatische Kliniken sagen an dieser Stelle ab Phase sechs wird eine Umkehr ohne medizinische Hilfe deutlich unwahrscheinlicher.
00:31:12: Und das macht diese Phase so gefährlich, weil vielleicht hast du schon Momente erlebt wo du sagen würdest ja ich war auch schon mal an solchen Punkten und da ist im Grunde der Kipppunkt schon erreicht wo es ohne Hilfe schwierig wird zurück.
00:31:32: Ab hier ist jetzt ein Zenit erreicht, ab dem es in eine doch rapide Retalfahrt geht.
00:31:40: Ab dieser Phase sieben da wird es dann auch wirklich kritischer.
00:31:45: und auch hier nochmal der Hinweis wir reden über Depressionen und am Rande auch über Suizidalität.
00:31:55: Ab der Phase siebendar ziehen sich Betroffene zunehmend zurück fühlen sich hoffnungslos, entfremdet und es gibt auch wirklich beobachtbare Leistungseinbußen die dieser Person langsam auch bewusst werden.
00:32:13: Dass da irgendwie nicht mehr die Performance kommt also die Vorbereitungen schafft man einfach nicht mehr.
00:32:19: vielleicht liegen Klausuren dann auch einfach mal sechs Wochen da oder noch länger.
00:32:26: Man kriegt es einfach nicht mehr hin, findet dafür Ausflüchte und weiß ich bin überlastet!
00:32:33: Ich schaff das?
00:32:34: Ich schaffe es nicht
00:32:35: mehr!".
00:32:35: Und dann wird möglicherweise auch zu stofflichen Ersatzbefriedigungen gegriffen.
00:32:41: Alkohol Medikamente beginnen da eine Rolle zu spielen bei manchen Personen.
00:32:48: Es kann bedeuten im Privatleben dass man sich wirklich kaum noch mit Freunden trifft.
00:32:53: Das erscheint sinnlos, alles erscheinend zunehmend sinnlos und nach der Schule braucht man erstmal etwas um runterzukommen nicht mehr nur das Koma auf dem Sofa sondern vielleicht auch regelmäßigen Alkohol Ab Phase Acht.
00:33:12: da werden diese Verhaltensänderungen dann auch für das Umfeld sehr deutlich.
00:33:18: Betroffene sind gereizt, Kritik wird abgewährt.
00:33:22: Na Menschen erleben plötzlich wirklich eine verwandelte Person, erleben vielleicht einen Wechsel zwischen Rückzug totaler Mimosigkeit.
00:33:33: da geht sofort jemand an die Decke wenn man das falsche sagt Gereiztheit und gleichzeitig erreicht man diese Person gar nicht mehr.
00:33:43: In dieser Phase müssen sich Betroffene zwingen, sich überhaupt noch zu interessieren für andere Menschen.
00:33:50: Möchten zu Hause am liebsten gar nicht mehr angesprochen werden und betäuben sich mit Fernsehen, Internet und ja als Zeichen der Zeit vor allen Dingen mit Doomscrolling am Smartphone also das stundenlange Wischen durch Social Media Wo man hinterher überhaupt nicht mehr weiß, wo ist die Zeit geblieben?
00:34:11: und was habe ich mir jetzt schon wieder für eine Scheiße reingezogen?
00:34:14: Egal.
00:34:15: In der Phase neun entsteht bei vielen Betroffenen das Gefühl wirklich nur noch roboterhaft zu funktionieren Eine Hülle zu sein Und sie spüren sich selbst und das eigene Leben gar nicht mehr wirklich.
00:34:32: Auch die Wertschätzung Für Das Leben anderer Personen schwindet.
00:34:38: Also es ist der absolute Zynismus, Ekel und Verachtung.
00:34:43: Man hat überhaupt keinen Bock mehr auf andere sich einzulassen.
00:34:48: man sieht nur noch das Schlechte Und ich bin mir ziemlich sicher dass du da auch Personen vor Augen hast wo Du sowas schon mal beobachtet hast vielleicht im Kollegium.
00:35:00: Das ist die Phase wo Angehörige sich wirklich tiefgehende Sorgen machen Betroffene komplett über ihre gesundheitlichen Grenzen hinweggehen.
00:35:11: Also vielleicht gehst du jeden Tag in die Schule, obwohl du nur noch denkst ich bin eine Hülle!
00:35:19: Du erlebst Unterricht vielleicht wie eine Maschine?
00:35:22: Du funktionierst und du fühlst nichts mehr.
00:35:25: spätestens ab dieser Phase ist man im Grunde arbeitsunfähig also... Ich denke das wird dir auch beim Hören klare.
00:35:36: Also eine Person, die so zum Unterricht antritt, die tut keinem Beteiligten einen Gefallen richtet im Zweifelsfall mehr Schaden als Gutes an.
00:35:49: und das ist wirklich die Phase wo es um Arbeitsunfähigkeit und einen klaren Bedarf nach professioneller Hilfe geht.
00:35:58: Die daran anschließenden Phasen, Zehn, elf und zwölf – die sind jetzt auch wirklich von ausgeprägtem Krankheitswert.
00:36:06: So sagt man das!
00:36:08: Es geht um tiefe Depression bis hin zu Suizidalität.
00:36:14: In Phase zehn dominiert eine tiefe innere Lehre ständige Müdigkeit Angst Panikattacken Auch wirklich kognitiv Eine geminderte Leistungsfähigkeit.
00:36:26: Man kriegt es auch einfach nicht mehr auf die Reihe komplexen Gedankengängen zu folgen, hat Gedechnislücken.
00:36:34: Im Kurzzeitgedächtnis erinnert man sich plötzlich an manche Dinge nicht mehr oder kann sich nur noch über ganz kurze Strecken konzentrieren.
00:36:42: Man erlebt sich wirklich fahrig.
00:36:45: schon der Gedanke an die Arbeit wenn man so im Wochenende ist und am Montags denkt löst wirklich katastrophisierende Gedankenspiralen aus.
00:36:56: Diese Phase beschreibt eine psychosomatische Klinik, auf deren Seite ich war dann wirklich auch als die Depression.
00:37:04: Die ausgewachsene Depression ist ab Phase elf erreicht.
00:37:08: Völlige Antriebs- und Lustlosigkeit, existenzielle Zweifel gefühlte leere Verzweiflung.
00:37:16: In Phase zwölf ist die seelische und oft auch körperliche Erschöpfung so groß dass diese Person sich so erlebt gar nichts mehr kann und Kliniken schätzen das wirklich auch als eine Phase akuter Suizidgefahr ein.
00:37:34: Wenn du das hörst, und du findest dich irgendwo zwischen den Phasen zehn und zwölf dann bist du schwer krank und brauchst Hilfe.
00:37:46: Du bist nicht zu schwach, zu dumm oder sonst was sondern du bist schwer krunk.
00:37:53: Dieses Modell soll dir keine Angst machen sondern es soll dir Sprache, Worte und Orientierung geben um zu reflektieren.
00:38:03: wo stehe ich eigentlich gerade.
00:38:05: Es soll dir auch zeigen das Burnout nicht plötzlich kommt Sondern dass sich das wirklich über eine lange Zeit anbahnt und dass man an vielen Stellen früher aussteigen kann.
00:38:14: Es muss nicht zu diesem Kipppunkt kommen Und wenn der Kippunkt schon da war auch dann gibt es Wege zurück.
00:38:21: Man kann aber natürlich aussteigen, bevor es wirklich zu diesen ausgewachsenen zugespitzen Stufen kommt.
00:38:28: Das wünsche ich jedem und jeder!
00:38:30: Wenn du das in Ruhe nochmal nachlesen möchtest... ...das ist relativ einfach aufwindbar.
00:38:36: Das kannst du googeln.
00:38:38: Nämlich die zwölf Burnout-Phasen nach Freudenberger.
00:38:44: Hat jetzt nicht viel mit Freude zu tun?
00:38:45: Das ist vielleicht dann die Eselsbrücke Freudenberger, und da kannst du diese Phasen nochmal dir durchlesen.
00:38:55: Du findest das auf den Homepages vieler psychosomatischer Kliniken auch noch mal als Stufenmodell beschrieben mit Einschätzungsbürgen usw.
00:39:05: Vielleicht kannst du die heutige Folge zum Anlass nehmen für dich zu reflektieren in welcher Phase erkennst du dich intuitiv am ersten von den geschilderten?
00:39:17: Welche kleinen Gewohnheiten haben sich bei dir schon eingeschlichen?
00:39:20: Überstunden, Rückzug, Selbstmedikation.
00:39:26: Also irgendetwas Stoffliches sei es Kaffee, Alkohol, Wapen oder auch schlichtweg Essen.
00:39:34: Oder ist es ein ständiges zwanghaftes Denken an Schule?
00:39:39: und ich möchte dir hier noch ein paar Interventionsideen mit an die Hand geben.
00:39:46: Ohne natürlich, dass das Therapie ersetzt.
00:39:50: also das muss jetzt jederzeit klar sein.
00:39:52: du hast es auch schon gemerkt ne?
00:39:53: Es gibt Phasen ab der Phase sieben.
00:39:56: da wird es dann ohne therapeutische Hilfe schwierig.
00:40:00: von daher kann ich dir hier erstmal nur niedrigschwellige Ideen geben.
00:40:06: Das können einfach wachsame selbstchecks sein Einmal am Tag, am Ende des Tages vielleicht auch einfach einmal die Woche.
00:40:17: Wie geht es mir körperlich?
00:40:19: Wie geht das mir emotional?
00:40:21: Wie ist es mir sozial?
00:40:24: und wenn dir das schwerfällt dann mach es mit Skalen!
00:40:27: Das ist wirklich ein beliebtes Tool aus Coachings dass du das schlicht weg mit Punkten benennst.
00:40:34: also macht ihr da vielleicht drei vier fünf Skalen über dein qualitatives erleben Eine Skala von null bis zehn.
00:40:44: Zehn ist tippitoppi super duper und null ist wirklich also gar nix, ne?
00:40:52: Und dann kannst du bilanzieren.
00:40:54: vielleicht machst du es am Wochenende bevor die Woche startet.
00:40:57: wie geht es mir körperlich so?
00:40:59: wie ging es mir in der vergangenen Woche körperlig Von null bis zehn?
00:41:04: Wie ging es mehr emotional?
00:41:07: wie ging Es mir Sozial, also mein Miteinander meine Beziehungen betreffend und so wird das Ganze zumindest benennbar.
00:41:17: Und weniger subjektiv?
00:41:18: natürlich ist es immer noch subjektif aber Es ist in einem bezugsrahmen In einem künstlich geschaffenen Bezugsraben.
00:41:24: Das ist im Coaching sehr hilfreich denn dass macht Probleme behandelbar und kann dann auch den Blick auf Hilfreiche Schritte eröffnen.
00:41:34: genau das wäre eine Idee.
00:41:36: Dann wäre Ein Wachsames gehen durch den Schulalltag in Hinsicht auf deine, ja vielleicht Neigungen zu Perfektion oder dazu zu oft Ja zu sagen.
00:41:53: Vielleicht empfehlenswert also alleine erst mal wachsamer durch den Alltag zugehen.
00:41:58: wo habe ich mich von meiner Perfektion wieder mehr mitreißen lassen als mir das gut tut?
00:42:05: Wo hätte ich lieber Nein gesagt als Ja.
00:42:09: Wo hätte ich lieber anders priorisiert?
00:42:12: oder wie könnte ich anders priorisieren?
00:42:14: Wie kann ich meine Arbeitszeiten klarer im Rahmen halten und wirklich auch in ihnen bleiben, wenn ich mir das vornehme, feste Zeiten setzen.
00:42:27: Natürlich kann es hilfreich sein Unterstützung zu holen im Rahmen von Supervision, Coaching vertrauensvollen KollegInnen kollegialen Fallberatung, das ist aber eher was, dass sich nicht mit akuter Belastungen befasst.
00:42:43: Therapeuten suche ab einem bestimmten Zeitpunkt oder zuerst der vertrauensvolle Gang zum Hausarzt oder zur Hausärztin.
00:42:51: und wie gesagt Coaching ist sehr hilfreich Ab einer bestimmten Stufe ist es aber nicht mehr wirksam.
00:43:00: Man muss also in einem gewissen grün-gelben Bereich sich befinden, damit Coaching umgesetzt werden kann.
00:43:10: Wenn der Bereich gelb rot ist dann ist es wahrscheinlich dass man auch im Coaching ja wenig erarbeitet für sich aber das doch erst mal um Therapie geht.
00:43:23: Bitte schiebe Arztbesuche dahingehend nicht auf.
00:43:27: bei Dingen wie anhaltender Erschöpfung Schlafstörungen psychosomatischen Beschwerden.
00:43:32: Das ist etwas ernst zu nehmen des Es kann sich zumindest zu etwas wirklich gravierendem Auswachsen.
00:43:39: Wenn für dich Coaching aktuell relevant erscheint, du weißt wenn du diesen Podcast hörst, hast jederzeit die Möglichkeit mit uns in ein kostenfreies Erstgespräch zu gehen.
00:43:50: Gleichzeitig möchte ich dir hier transparent machen dass viele Personen zu uns kommen die sich schon in so akuten Belastungssituationen befinden, dass Coaching erst mal vertagt werden muss.
00:44:06: Da muss man sich ehrlich machen.
00:44:08: also wir beurteilen dich nicht, wir verurteilten dich nicht.
00:44:13: Wir klären auf und wenn aus dem Gespräch der Eindruck bei meinem Team entstehen sollte Dass man dann nochmal ein Fragezeichen dran hängt ob Coaching dir wirklich gerade helfen kann Dann wird er einen Handout ausgehändigt, dass du mit zu einem Therapeuten und Arzt nehmen kannst um das für dich zu erwägen.
00:44:35: Denn es leider neigen viele Lehrkräfte dazu ihre Problematik so zu verschleppen, dass sie in eine Situation kommen wo sie gar nicht mehr alleine lösen können.
00:44:50: Von daher, wir beurteilen das sehr ehrlich und wertschätzend in einem Erstgespräch.
00:44:57: Und ich würde dich bitten dass du da auch für Dich prüfst empfindest Du Dich eher in den Stufen eins bis sechs oder hat das Ganze für DICH schon wirklich den Charakter einer Talfahrt angenommen?
00:45:14: denn dann wäre das ein klares Zeichen Therapie zu priorisieren.
00:45:19: In anderen Kontexten mit belasteten Menschen arbeiten Coaches ohnehin, sonst würden diese Personen häufig nicht in ein Coaching kommen.
00:45:29: Also das alleine hat noch keinen Krankheitswert.
00:45:34: Gleichzeitig gibt es natürlich Stufen von Belastungen.
00:45:36: die gehören nicht mehr ins Coaching.
00:45:39: Das also als Disclaimer.
00:45:41: wir sprechen gerne mit dir zu dem Zeitpunkt den du bestimmst.
00:45:46: trage dich gerne zu einem Erstgespräch ein Und dann schauen wir, welche Ziele du erreichen möchtest und ob wir das zusammen tun können.
00:45:56: Und zu welchem Zeitpunkt das vielleicht der Fall wäre.
00:46:00: Wichtig ist warte nicht bis gar nichts mehr geht oder bis sich das Problem von selbst löst.
00:46:06: Denn du ahnst es wird es nicht!
00:46:10: Heute eine nachdenkliche Folge trotz Heiligem Geist, der auf die Erde ins Sand wurde oder vielleicht kontemplativ sogar passend und in vierzehn Tagen hören wir uns wieder.
00:46:22: Darauf freue ich mich!
00:46:24: Bis zum nächsten Mal.
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