#196 Als Lehrer-Ehepaar zusammen aussteigen und neu anfangen.
Shownotes
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Wenn die Vorbereitung des nächsten Tages jede verbleibende Ressource aufzehrt und der Feierabend lediglich der reinen Regeneration dient, schwindet der Raum für persönliche Entfaltung vollends. Simone und Björn haben diesen Prozess der inneren Distanzierung nahezu zeitgleich, aber durch völlig verschiedene Ursachen und Perspektiven erlebt. Ihre Entwicklung zeigt auf verblüffende Weise, wie individuell die Reibungspunkte mit dem Lehrberuf sein können, selbst wenn man als Ehepaar gemeinsam zu Lehramtsaussteigern wird. In dieser Episode erfährst du mehr über die spannende Dynamik der Berufswegentscheidung innerhalb der Ehe von Simone und Björn.
Ihre Entwicklung zeigt auf verblüffende Weise, wie sich pädagogische Kernkompetenzen abseits des Stundenplans in hochkomplexe IT-Tätigkeiten, die kreative Selbstständigkeit oder in etwas noch völlig Ungeahntes übersetzen lassen.
Gerade angesichts der wachsenden strukturellen Defizite im Bildungssektor wird die Entscheidung gegen die Verbeamtung zunehmend zu einem Akt der mentalen Selbstbehauptung.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Live auf
00:00:01: der Lehramt.
00:00:02: Vielleicht stell dir fest, dass ihr tatsächlich beide unglücklich seid oder dein Partner wirkt unglücklich weil er merkt, dass du ungluckig bist?
00:00:10: Oder wie auch immer ich glaube das viel zu oft vielleicht in Partnerschaften nicht ausreichend viel geredet wird dann halt irgendwann aber trotzdem über den Tellergarten hinaus zu blicken und zu gucken.
00:00:20: was für Anlaufmöglichkeiten oder Gesprächsmöglichkeiten habe ich denn außerhalb meiner Partnerschaft auch einfach mal vielleicht auf dich zu gehen sich einfach mal anzuhören, was du denn zu bieten hast.
00:00:32: Live auf der Lehramt!
00:00:35: Der Coaching-Podcast mit Impulsen für mehr Lebensqualität durch deinen beruflichen Kurswechsel innerhalb, neben oder außerhalb der Schule.
00:00:45: Zinde und gestalte den Berufsweg, der zu dir passt.
00:00:48: Hallo ihr Lieben.
00:01:00: Ich sitze hier heute in sogar doppelter Begleitung.
00:01:03: Wir sitzen hier gerade zu dritt beieinander in einem virtuellen Setting.
00:01:08: Und zwar bin ich hier mit Björn und Simone, die ich beide kenne.
00:01:12: Wunder weil sie ehemalige Lehrkräfte sind und wir uns aus einer Zusammenarbeit kennen.
00:01:18: Und Björnn und Simone sind nicht nur weil Sie Lehrkräften sind sondern haben auch viel miteinander privat zu tun.
00:01:24: ihr seid nämlich verheiratet und habt gemeinsam zeitlich sehr benachbart den Sprung raus aus Schule gemacht.
00:01:34: Das macht natürlich neugierig, das genauer zu beleuchten.
00:01:38: Hallo und schön dass ihr da seid Björn und Simone.
00:01:42: Hi!
00:01:42: Ja hi, danke für die Einladung.
00:01:46: Auf jeden Fall und ich habe mich so gefreut, dass ihr offen wart darüber einfach mal zu berichten Mit Hinblick darauf, dass das ja doch eher wahrscheinlich eine ungewöhnliche Geschichte ist und ihr sicherlich auch privat- und beruflich da häufiger drauf angesprochen werdet.
00:02:04: Hä?
00:02:05: Ihr wart beide verbeamtet!
00:02:07: Und dann geht ihr daraus also... Das Eine das macht okay aber beide... Simone, hört ihr das häufiger privat?
00:02:16: Weiß ich gar nicht so sehr.
00:02:18: Also Björn verzieht schon gerade das Gesicht, also ich kann mich nicht hundertprozentig erinnern.
00:02:23: Ich weiß dass es für mich dann so weit war ganz viel... Also wenn es im Gespräch kam und ich dann gesagt habe naja der Björne hat mir gezeigt was es geht nach dem Motto und tatsächlich auch schon im Vorfeld meines letztendlichen Ausstiegs war das über den Kontakt mit ihm in den Campus sozusagen da und dann war dieses Netzwerk.
00:02:47: Also man muss immer jemanden haben, von dem man hört dass es das gibt und für mich war diese Person halt direkt im Haus.
00:02:53: deswegen hat sich das so ergeben.
00:02:56: ja ich erinnere mich da Auch schon wieder nicht dran, ich
00:02:59: glaube.
00:03:00: Björn was sagst du dazu?
00:03:01: Wädelt ihr da öfter drauf angesprochen wie doof kann man sein doppelt verbeamtet?
00:03:06: und dann geht lasst ihr beide dieses diesen goldenen heiligen Graal den last ihr doppelt an euch vorüberziehen
00:03:14: also so unter dem motor tatsächlich eher selten oder so gestückelt, weil es einfach selten vorkommt dass wir also das im Gespräch sicher gibt.
00:03:23: Dass wir dann sagen ja wir waren übrigens beide Lehrer und sind jetzt beide nicht mehr Lehrer sondern es kommt dann eher das ich erzähle Ich habe jetzt von der Weile einen neuen Job angefangen Dann erzählst du ja wo du herkommst Und da wurde ich schon von vielen gefragt Ja warum hast denn das gemacht?
00:03:40: Sichere Beamtenstelle und überhaupt.
00:03:42: Und wenn ich dann im Nachgang noch erzähle dass meine Frau auch Lehrerin war der Territum, dann fallen erst mal die Kinderladen runter.
00:03:52: Und weil ich dann aber meine Story schon meistens so ein bisschen erzählt habe und wie meine Beweggründe waren ist eigentlich nur noch die Follow-up Frage ob meine Frau jetzt auch in die IT gewechselt ist oder die Feststellung dass wir dann was komplett unterschiedliches machen ist dann eher nochmal so einen A moment.
00:04:09: Also Salami Technik, Scheibchenweise unterbreiten?
00:04:13: Genau aus uns fallen die Leute so schnell um.
00:04:15: Alles klar okay.
00:04:18: Ich habe immer wieder diesen Moment, wo mir auffällt.
00:04:23: Obwohl es zeitlich so nah beieinander war doch sehr unterschiedlich letztendlich gelaufen ist für uns beide und nach wie vor auch läuft.
00:04:33: Was aber auch witzig ist, dass wir uns im Studium kennengelernt haben und einen gemeinsamen Ref waren.
00:04:38: Auch zusammen mit dem Seminar waren.
00:04:40: Und dann innerhalb von einem halben Jahr bis einem Jahr das kam, was wir beide diesen Moment hatten von wegen... Okay!
00:04:49: Das mit dem Plan A?
00:04:52: Ja gut, dann machen wir das jetzt vielleicht anders.
00:04:56: Ah ja, alles klar.
00:04:57: Ihr kennt euch seit dem Studium.
00:05:00: Jetzt haben wir schon so viel Inhaltlich gesprochen.
00:05:03: Das war jetzt auch super und trotzdem ist mir gerade aufgefallen so eine Vorstellung, die wäre jetzt wahrscheinlich zum Anfang auch noch gut für unsere Zuhörerinnen und Zuhöhrer.
00:05:12: Simone magst du einmal erzählen welches Lehramt hast Du studiert unterrichtet?
00:05:17: Und was machst Du eigentlich mittlerweile?
00:05:21: Was machst Du Eigentlich?
00:05:22: Genau ich habe Chemie und Englisch Studiert auf Bundesjahrlehramt und zwar war Ich fertig.
00:05:31: Dann bin ich ins Ref gegangen und habe dann ab etwa im Rhein-Main-Gebiet an einem Gymnasium gearbeitet.
00:05:40: Und ja, das mit dem Ausstieg fing dann ... im Winter an, also Ende des ersten halb Jahres da.
00:05:51: Und dann habe ich meine Stelle letztes Jahr Ende Februar den Antrag auf Entlassung gestellt und war dann jetzt das letzte Jahr ungefähr irgendwo zwischen arbeitslos und selbstständig.
00:06:07: Also ich hab ein kleines Kunsthandwerksbusiness wo ich dann mittlerweile auch Workshops anbieten darf und so ein Zeug, wo wir dann auch auf Märkten unterwegs sind.
00:06:19: Ich habe eine Weiterbildung oder zwei Weiterbildungen zur Kulturvermittlerin und Museumspädagogik gemacht.
00:06:25: Auch da habe ich eine freischaffende Stelle und jetzt fange ich in den nächsten paar Tagen
00:06:32: eine
00:06:32: halbe Stelle als Projektleitung in einem, ich sage mal nicht Schulverwandten aber schulangegliederten Projekt an weil wir viel mit Schulen und Schulklassen zusammenarbeiten.
00:06:47: Das Projekt heißt nur Mut, da geht es so ein bisschen darum Richtung Ende der Schulzeit die Schülerinnen aus ihrer Hoffnungslosigkeit rauszuholen falls sie das einholt mit dem ich weiß aber ja nicht was sich werden soll und es ist alles so schlimm und dieses Wattemar einmal tief durchatmen.
00:07:09: Wir schauen mal, wir gucken was ist dir denn eigentlich wichtig?
00:07:13: Und was machst du gerne?
00:07:15: Was liegt dir am Herzen?
00:07:17: Worum möchtest du dich vielleicht auch kümmern und dann daraus eine ganz andere Art von Zukunftsvision zu bauen?
00:07:25: nicht nur ich will Tierärztin sein sondern Ich möchte gerne mit Tieren arbeiten.
00:07:32: Okay, es gibt ganz... Es ist keine Berufsberatung sondern eher dieses was ist denn wirklich essentiell da dran und nicht nur dieser Stempel drauf?
00:07:41: Und das ist das, was du machst.
00:07:43: ja und da fange ich jetzt an.
00:07:44: Das heißt so richtig Erfahrungsbericht noch nicht aber ich hab's wird cool!
00:07:49: Ja, da drücke ich total die Daumen.
00:07:51: Da bin ich mir sicher dass du da vieles auch aus deiner eigenen beruflichen Biografie und einer eigenen Veränderung mit einbringen kannst.
00:08:03: Ja, genau darum soll es nämlich auch gehen.
00:08:05: Um diese Vorstellung von dieser gerade lebenslauf denen ja doch viele so im hinterkopf haben dass das so sein soll oder dass das normal ist und das ein bisschen aufzubrechen und zu sagen guck mal du bist jetzt siebzehn dein Leben ist sehr lang Du machst jetzt erstmal das nächste Und dann schauen wir mal wie das so ist und dann kannst du dich neu entscheiden und was anderes ausprobieren.
00:08:26: bist du was gefunden hast?
00:08:32: Eure Schnittmenge ist Chemie, das heißt ihr habt euch wahrscheinlich im Chemiestudium kennengelernt.
00:08:40: Ich sehe euch vor meinem inneren Auge in weißem Kitteln.
00:08:45: Erzähl mal was war deine Kombi und deine Schulsituation?
00:08:48: Und was machst du heute beruflich?
00:08:50: Genau ich habe wie du schon sagtest Simone im Chemielabordern kennengelernen hab Chemien Mathematik studiert.
00:09:00: Wir waren zeitgleich mit dem Studium Ende, ne Anfang, siebzehnt fertig.
00:09:05: Ende sechzehn und fangseventeen sind dann zusammen in den Odenwald ins Referendariat gegangen weil das das Studienseminar war die gesagt haben ach ihr wollt's zusammen?
00:09:15: Ja da wären noch zwei Plätze und ich habe gesagt ja machen wir wo ist eigentlich der Odenwald?
00:09:20: Dann sind wir in Odenweit gegangen nach einem Studium wieder in einem Reff zurück.
00:09:25: Ich hab dann fünf Jahre in Wiesbaden an dem Gymnasium unterrichtet Und habe dann aber für mich auch irgendwann festgestellt, dass es mich einfach auch kognitiv langweilt.
00:09:35: Falls fachlich halt oder inhaltlich einfach jedes Jahr gefühlt für mich derselbe war selbst wenn du dann andere Gesichter jedes Jahr vor dir hast gleichzeitig sind die anderen Gesichter halt dann auch immer das was noch mal zusätzliche Belastung mitbringt weil jeder trägt halt sein quenchen mit und versucht dann jedem gerecht zu werden Endet der Weg dann zu Hause auch im Sofa und du willst gar nicht mehr aufstehen.
00:10:02: Sodass ich dann irgendwann an den Punkt gekommen bin, wenn man sich gesagt hat war da noch ein bestlungen Versetzungsgeschichte hinten dran.
00:10:08: Und das ist eigentlich das Tröpfchen was fast zum Überlaufen... Mit
00:10:13: deiner Kombi will dich keiner loswerden könnte ich mir vorstellen oder zielen lassen?
00:10:20: Ich wurde ziehen gelassen und dann habe ich erst gedacht es wäre ein Hexenschuss der mich gratulierend mit dem positiven Versetzungsvermerk einheimen sucht, aber es war dann Bandscheibenvorfall.
00:10:35: Und weil's ein Länderwechsel war hat die Amtsärztin das aufnehmende Landes gesagt ja da weiß man gar nicht von sie wieder einsatzbereit sind und hat mir Negativzeugnis ausgestellt wodurch ich dann nur als Angestellte Lehrkraft hätte anfangen können.
00:10:50: Da hab' ich dann gesagt ne mit der laufenden Rückennahndlung in Privatversorgung zusätzlich zu, roundabout ein tausender Wiener pro Monat.
00:11:01: Das mache ich nicht und weil dann aber meine Planstelle schon wieder in Wiesbaden neu besetzt war es ist dann innerhalb von Wiesbaden bin ich dann rumgereicht worden und kam da bei mir so der Gedanke auf irgendwie fühlt man sich an wie ein Leihbeigner und wollte dich nicht mehr.
00:11:19: Habt dann über deinen Coaching-Programm überhaupt erst die den Berufszweig Data Analytics, Data Engineering, Data Science kennengelernt.
00:11:29: Ich habe eine Weiterbildung parallel zu dem Coaching bei dir gemacht und bin dann erst mal für knapp zwei Jahre bei einem Softwareentwickler gewesen auch vermittelt über deine Schulfreikampus und war da im Datenbereich ein Prinzip Mädchen für alles Data Analytics, Analytical Engineering, Data Engineering, Bisse Data Science, Datenbankadministration irgendwie so alles mal mitgemacht und alles so ein bisschen Erfahrung gesammelt.
00:12:04: Und kam dann aber zu dem Punkt das ich gesagt habe, irgendwie will ich da so ein bissel in klare erkennbaren roten Faden reinkriegen und hab dann gesagt jetzt ist der Zeitpunkt zum Wechseln Und bin jetzt seit Februar bei einem Beratungshaus im Bereich SAP Analytics und SAP Planning.
00:12:25: Okay, unsere Hörerinnen und Hörern die fragen sich jetzt ja SAP habe ich schon mal gehört ist das nicht so ein großes deutsches DAX Unternehmen?
00:12:33: Hilf uns mal auf die Sprünge.
00:12:34: für jemanden der nicht so IT bewandert ist was macht SAP und was is dein Arbeitsbereich?
00:12:41: SAP ist das Ding, wo alle drüber fluchen und die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
00:12:47: Und mich fragen ob ich denn verrückt bin da?
00:12:49: Ich
00:12:49: dachte es wäre Schule!
00:12:50: Ah, du hast jetzt verdenkselt.
00:12:53: SAP ist Schule nur in der Wirtschaft.
00:12:56: Nein, ich habe es beseitigt.
00:12:59: SAP bietet weltweit führend im Prinzip eine Dateninfrastruktur Möglichkeit für große Konzerne und Unternehmen an.
00:13:08: Das heißt alles, was an Datenbewegung in einem Konzern gemanagt werden muss.
00:13:14: Sei es wahren Ankaufs, sei es Personalmanagement, sei das, was auch immer you name it bietet die SAP eben das entsprechende Produkt für an um das dann zu machen.
00:13:27: und der große Vorteil den die SAP dabei hat gegenüber Mitbewerbern ist dass sie im Prinzip für Alles, was in dem Konzert halt an Datenströmen auftaucht einen abgestimmtes Produkt anbietet und alle SAP Produkte untereinander aber kompatibel sind.
00:13:43: Und man die Daten quasi von einem Ende ans andere erreichen kann, ohne dass da irgendwas verloren geht.
00:13:50: Der Bereich wo ich dann jetzt bin in der Beratung ist am Ende dieser Datenlaufbahn oder dieser Datenkette Wo es dann darum geht, was für Daten liegen eigentlich vor?
00:14:03: und wie können wir daraus dann sogenannte Stories?
00:14:06: im SAP-Bereich nennt sich Story.
00:14:09: In anderen Bereichen würde man Dashboard sagen?
00:14:11: Wie kann man da Dashboards für Management oder für Planungsszenarien, für Forecasting, für alle möglichen Bereiche aufbauen?
00:14:24: Wir nehmen dann im Prinzip die Daten aus allen möglichen Datenquellen sei es im SAP-Umfeld oder eben auch irgendwelche CSV-Dateien und bereiten das dann auf, bauen da sogenannte Datenmodelle draus auf.
00:14:38: Und importieren das in die sogenannte SAC, also Analytics Cloud um dann da das Datenprodukt raus in der Sport zu fördern.
00:14:52: Wow, klingt nach einer ganz anderen Welt als die in der du dich beruflich bewegst Simone.
00:14:57: Wie erlebt ihr das?
00:14:58: Ich meine vorher hattet ihr relativ nahe Arbeitswelten also klar Chemielehrer so da weiß man was der andere macht.
00:15:06: und jetzt ist es etwas ganz anderes.
00:15:08: wie erlebst du das Simone?
00:15:10: Ich musste gerade schon so ein bisschen lachen, weil er jetzt etwa drei Minuten lang geredet hatte.
00:15:14: Und ich denke an die Zuhörerinnen zu Hause, die alle immer noch nicht richtig wissen, was für eine Essapier eigentlich
00:15:25: ist!
00:15:25: Das hast du jeden Tag zuhause singen?
00:15:28: Absolut!
00:15:30: Wir haben das relativ häufig, dass der Böhr und keine Ahnung, wir treffen zum Mittagspause unten zum Essen... wenn er zu Hause arbeitet und ich zuhause bin.
00:15:40: Und dann manchmal erzählt da unten, jetzt habe ich das ein Disk gemacht und da und da... Ich glaube, dass es gut, dass das funktioniert
00:15:50: ist!
00:15:50: Manchmal
00:15:51: sagt er, ich würde dir so gerne was erzählen.
00:15:53: Ich glaube nicht, dass du verstehst, was ich dir erzähle aber ich erzählst dir trotzdem und kannst dich freuen und dann denke ich mir so okay, das kriege ich hin.
00:16:02: Auf der einen Seite ist es tatsächlich für mich, ist das eine Welt die mir leider... Das ist nicht böse gemeint.
00:16:09: Es ist einfach nur für mich furchtbar egal.
00:16:11: Big Business und all die Daten sind mir... Unfassbar egal.
00:16:18: Ich verstehe, was Ihnen daran reißt.
00:16:20: also ich versteh dass das seine Liebe zum Rätsel lösen und Rumtüfteln und Sachen zusammenführen und gucken ob es jetzt funktioniert.
00:16:31: Das verstehe ich total, das macht ihm einfach sehr viel Freude.
00:16:35: Alles außen rum erscheint mir sehr... Das sind Zahlen, die von A nach B geschoben werden.
00:16:41: Und ich verstehe dass irgendjemand, der für irgendwas braucht es ist überhaupt nichts was mich irgendwie reizt.
00:16:50: und ja so das ist halt.
00:16:55: Ich glaube, dass das für die große weite Menschheit da draußen überall Paare zusammen sind, die sehr unterschiedliche Dinge tun.
00:17:03: Sehr häufig so ist also was ganz schönes man kommt nicht mehr so dieses Beschwerdekarussell rein wir hatten das früher kam das durchaus vor, dass wir uns dann halt Nicht um zwölf, so ein Mittagspause.
00:17:19: Sondern wenn man dann aus der Schule kommt, ist es halb drei.
00:17:22: Man hat noch nichts gegessen gegebenenfalls und die heute wieder ... Und dann hat er das gesagt!
00:17:32: Dann kommt man in so einen Ton rein.
00:17:35: Der andere weiß zwar genau, wovon man redet, weil er das auch erlebt hat aber genau das ist halt auch teilweise das Problem.
00:17:42: So ja ich hab ... Eigentlich ist das das Erlebe.
00:17:46: Wenn mir es jetzt auch erzählt sein, verliere ich noch mehr den Hoffnung in die Menschheit so ein bisschen in die Richtung rein.
00:17:52: und was wir jetzt festgestellt haben auch Wir waren vor ein zwei Wochen bei einer Freundin auf dem Geburtstag Und auf dem Weg dahin habe Ich so drüber nachgedacht wer all Die anderen Gäste Seinen Werden und das sind natürlich viele ehemalige kolleginnen auch von mir gewesen.
00:18:07: Und dann, da wo du früher immer was zum drüber reden hattest... Das ist ja jetzt weg.
00:18:13: Also das ist dann halt klar die erzählen dann aber man steht so ein bisschen neben dran und denkt sich so Ja und deswegen bin ich gegangen und dieses Du regst dich immer
00:18:24: noch
00:18:25: auf Aber es ist für dich kein Grund zu sagen Dann macht das halt ohne mich und andersherum.
00:18:31: Ich verstehe dass nicht zum Beispiel die SAP sagen, die fragen dann immer ganz höflich und was machst du jetzt?
00:18:38: Aber dann irgendwie nach dem zweiten dritten Satz gläsen denn so die Augen zu.
00:18:43: Und dann wäre es so wichtig war die Nachfrage, so tief ist das Interesse einfach auch nicht da.
00:18:49: Wobei ich da ehrlich sagen muss, ich genieße es tatsächlich jetzt einen Beruf zu haben wo nicht jeder sofort weiß oder glaubt zu wissen wie's ist weil bei Lehrer Es war ja jeder mal Schüler, da weiß er, wie es läuft.
00:19:06: Und jetzt habe ich halt einen Beruf ... Ich bin ja nicht direkt bei der SAP, aber in einer SAP Beratung oder eben davor wo's noch verwaschen war.
00:19:14: im Prinzip, wenn ich dann erst mal erzähle was ich mache, die meine Berufsbezeichnung ist, da können die meisten erstmal nichts mit anfangen und haben auch eine weniger gefestigte Meinung als Ich bin Gärerin, wo ja jeder glaubt zu wissen wie das läuft.
00:19:36: Spannend!
00:19:36: Und ich überlege mir gerade so wenn man neue Leute kennenlernt und man stellt sich vor mit seinem Beruf falls es irgendwie relevant sein sollte habt ihr mal registriert dass da jemand vielleicht anders reagiert als wenn man sich früher als Lehrerin oder als Lehrer vorgestellt hat Simone?
00:19:58: Ja, ich habe eben schon dieses SAPs wie Schule nur anders.
00:20:02: Muss ich mir denken?
00:20:04: Und was machst du?
00:20:05: Ich bin Lehrerin Offe-Was für Englisch und Chemie.
00:20:07: Wow!
00:20:08: Dann gab es zwei Möglichkeiten.
00:20:09: Entweder auch Chemie fand ich immer cool oder nicht.
00:20:11: Chemie hab' ich immer gehasst.
00:20:13: Das waren immer so die zwei Standardantworten, die man da gekriegt hat.
00:20:18: Wenn der andere nicht mehr genau weiß, was machst denn du da eigentlich?
00:20:22: Und dieser gemeinsame Grund dann nicht mit, also in diesem Common Ground nicht mehr da ist... habe den Eindruck, dass er schon theoretisch die Tür öffnen könnte zu Gesprächen, die sich nicht nur auf Schule und diese Dinge beschränken.
00:20:37: Weil auch das ist was, was ich als Lehrerin oft gemerkt hab ne?
00:20:42: Wenn du dann zusammensitzt mit KollegInnen oder mit sonstigen Menschen... Auch Menschen wie Kinder haben die in die Schule gehende Und du gräst dich immer um dieses Thema weil alle da etwas sozusagen haben Und du verteidigst Dinge, die du eigentlich blöd findest oder du versuchst irgendwie die Perspektive des anderen zu ändern.
00:21:04: Obwohl das... obwohl du keine Chance hast.
00:21:08: Ja also es macht einen Unterschied!
00:21:11: Es macht total den Unterschied.
00:21:14: Ich habe auch den Eindruck dass es im Prinzip wenn ich gesagt hab was ich mache dann war es das auch.
00:21:23: Dann kommen in der Regel nicht unbedingt Nachfragen, vielleicht mal was muss man sich da drunter jetzt vorstellen?
00:21:28: und wie Simone sagt wenn ich so ein bisschen noch nicht mehr ins Detail gehe aber so ein bissel weiter erzähle, dann merkt man halt dass die Gardinen vor den Augen zugehen und es ist halt nicht so greifbar.
00:21:42: Ich kann jetzt auch noch mehr erzählen was ich mache, aber es ist einfach sehr komplex, sehr abstrakt, sehr datenlastig.
00:21:51: Und bei Schule hat wie gesagt halt jeder eine Meinung, die kann positiv sein.
00:21:55: Die kann negativ konnotiert sein je nachdem wie man die eigene Schulzeit wahrgenommen hat.
00:21:59: und jetzt ist es halt so was machst du?
00:22:01: Ja das und das ah okay.
00:22:02: und dann war's das.
00:22:05: Wie Simone sagt im Lehramt war es dann eher dass man vom hundertsten des tausendste kamen und dann ja sich daraus ein trotz dem oberflächliches Gespräch dann meistens ergeben hat irgendwie, aber im Prinzip das auch nur ein Belehren wie es vielleicht in der Realität in der Schule ist.
00:22:27: Im Gegensatz zu dem was man glaubt wie in der schule ist.
00:22:30: also es ist deutlich anders und vor allem deutlich kürzer des gespräch über den beruf.
00:22:36: okay jetzt habt ihr gerade schon gesagt ja ihr kennt euch schon richtig lang und gerade wenn man auch gemeinsam Parallel vielleicht gleichzeitig durchs Rest geht, da macht man ja auch schon einiges an Ups und Downs mit.
00:22:50: Und dann treten beide wahrscheinlich dann ihre Planstelle an.
00:22:53: und so ab wann habt ihr denn gemerkt von mir als anderen?
00:22:58: Dass das sich jetzt aber in Richtung bewegt wo dass es eine Teilfahrt annimmt die nicht mal nur so episodisch ist Björn hast du das bei Simone von außen beobachtet als Partner?
00:23:15: Also ich habe beobachtet, es ist immer so ein schleichender Prozess.
00:23:19: Und als ich dann aber schon bei dir im Campus war und das dann im Lehrkraftnavigator darum geht sich selbst kennenzulernen und eben auch mal diverse Burnout-Tests etc.
00:23:31: zu machen.
00:23:32: da ist mir dann so ein bisschen wie Schuppen von den Augen gefallen Wie lange Simone schon nicht mehr so wirklich glücklich wirkte?
00:23:39: Das war in dem Moment locker ein halbes bis dreiviertel Jahr Und ich dann halt auch ihr gesagt habt, hier kommt macht doch mal so ein Test und ist dann halt eben auch entsprechend die Ergebnisse ausgeworfen hat.
00:23:54: Also bei mir war es dass ich eine Simone gemerkt habe wie gesagt ja da war ich so ein Vierteljahr glaube ich bei dir im Campus hatte auch bei mir in der Fokusgruppe jemanden der auch wegen Burnout nicht mehr in die Schule konnte unter anderem Und haben dann mit ihr auch noch mal Rücksprache gehalten und telefoniert.
00:24:19: Irgendwie war es in diesem Moment, als es im Lehrkraftnavigator um die psychische Gesundheit ging und was es da so alles gibt, was man eventuell haben könnte, was sich doch mal anschauen könnte ... War's wirklich ein Oh-Gott-Moment?
00:24:33: Mhm!
00:24:34: Okay... Simone wie hast du das erlebt in Bezug auf Björn?
00:24:37: Hast du gemerkt er hat nicht mehr so viel Freude?
00:24:41: Nicht mehr das Leuchten in den Augen, wenn er morgens mit seiner Schultasche das Haus verlässt.
00:24:46: Ich glaube tatsächlich, dass das was ich vorhin meinte ... Es ist sehr unterschiedlich gewesen bei uns und beim Birnen war es wirklich ja durch diesen Bandscheibenvorfall weil einfach körperlich krank zu Hause auch zwölf Wochen oder so war's dann im Endeffekt.
00:25:05: Und da kam diese Versetzungsgeschichte und da war halt ... Das war ein Moment wo ich dachte okay Das ist halt jetzt einfach Kacke, das ist die Behördenkram.
00:25:15: Da kannst du auch nichts machen.
00:25:18: Ob dies mir zu dem Zeitpunkt ging?
00:25:20: Ist noch mal eine ganz andere Sache weil du bist dann natürlich selbst in so einem Tunnel drin und in dem Moment wo jetzt auch noch der Mensch, der ja eigentlich für dich da sein sollte in Anführungszeichen und wenn der aber gerade seinen eigenen Scheiß hat, dann kannst du nicht... Dann ist es klar dass du denkst okay Wir kommen jetzt hier durch und dann war diese vermasselte Versetzungsgeschichte.
00:25:45: Und die andere Schule an der er da gelandet ist, das war nach zwei oder drei Wochen, es war ein Montagmorgen und wir sind beide aufgestanden.
00:25:56: Normalerweise steht der Björn immer vor mir auf und wenn er fertig geduscht ist, dann stehe ich auf.
00:26:02: Er saß dann am Bett an der Kante und es macht er sonst nie!
00:26:06: Ich guck ihn an und sah was los.
00:26:08: Ich kann nicht, ich kann da nicht wieder hinfahren.
00:26:16: Und hat sich dann erst mal krank gemeldet und das ist auch eine längere Krankschreibung, wieder ausgearteten Anführungszeichen.
00:26:23: Also wir haben der Hausarzt sehr verständnisvoll gesagt, wenn da waren Ängste im Spiel und keine Ahnung was alles.
00:26:33: Genau also
00:26:34: d.h.,
00:26:34: da war es eine andere Sache.
00:26:36: und durch die Arbeit auf dem Campus kam ein bisschen dieses, dass wir ins Gespräch kamen Und wir festgestellt haben, dass unser Erleben der Arbeit, die wir beide tun, dieses Wir-Wissen was er andere tut.
00:26:54: Das das schon immer sehr unterschiedlich war.
00:26:58: und das war etwas, was mit zum Beispiel nie klar war während wir das gemacht haben.
00:27:02: Dieses Wenn ich mich nachmittags an meinen Schreibtisch gesetzt habe und ich hab keine Ahnung Arbeitsplatz für den Arbeitsblatt für die neuen Klassler gemacht dann mache ich zwei Stunden voll Dann habe ich gearbeitet und das war cool, es hat mir Spaß gemacht.
00:27:16: Das war dann alles schick!
00:27:18: Und auch wenn Klausuren klar, dass ist nervig, Klausur zu korrigieren aber ich hab dann vier fünf Stunden am Schreibtisch gesessen und dann war das einfach so... ...und das war für mich okay.
00:27:29: und für den Böhren war das irgendwann immer dieses Ich muss mich immer zwingen, ich finde da gar nichts Tolles dran an Arbeitsmaterial entwerfen, an Klausurn aufsetzen, an klausuren korrigiren Da ist für mich nichts, was mir irgendwie Freude macht.
00:27:45: Das Einzige, das mir Freude im weitesten Sinne macht, ist die Arbeit direkt mit den SchülerInnen und für sie da zu sein oder ansprechbar zu sein.
00:27:55: Aber alles außen rum finde ich richtig scheiß!
00:28:00: Das wusste ich nicht.
00:28:02: Und das wusste sich einfach nicht, weil das nicht mein Erlebnis war.
00:28:05: Weil ich habe das ja ... Ich weiß auch bis heute nicht so genau wie man diese Arbeit machen kann ohne dass einem das Freude macht.
00:28:13: Ich wusste es ja selber lange Zeit gar nicht!
00:28:17: Ich wusst es ja selber langen Zeit gar nichts.
00:28:18: Es ist mir tatsächlich erst bewusst geworden als ich dann mit der Weiterbildung zum Data Scientist angefangen hab und da das erste Mal erlebt hat, wie sich eigentlich ein Workflow anfühlt über die Arbeit die Zeit zu vergessen.
00:28:30: Da ist es mir dann erst aufgefallen, dass ich das vorher wirklich nie erlebt habe.
00:28:34: Ich hab beim Rechner gesessen und mir irgendwann kalt geworden... Ich hab auf die Uhr geguckt und hab gedacht, warum wird mir kalt?
00:28:41: Guck auf die Uhren feststellen!
00:28:42: Du sitzt sechs Stunden jetzt schon am Rechne und hast zwischendrin nichts gegessen.
00:28:48: Und das hatte ich vorher nie.
00:28:49: Und da war das so eine Retroperspektiv, dass mir das dann erst bewusst geworden ist.
00:29:00: Super spannend, man lebt irgendwie zusammen unter einem Dach und kennt sich auch schon so viele Jahre.
00:29:07: Und dann gibt es doch ganz unterschiedliche Beweggründe, warum der Beruf vielleicht zu einem Sohn nicht mehr passt?
00:29:14: Nein.
00:29:15: Okay.
00:29:18: Ich habe mich gefragt also von außen gesehen... Ich habe euch ja gerade schon auf diesen Sicherheitsaspekt angesprochen und zwei Leute verlassen die Verbeamtung.
00:29:28: Von außen gesehen würde ich jetzt vermuten, dass in dem ganzen Veränderungsprozess den ihr beide unternommen habt Sicherheit auch ein großes Thema gespielt hat.
00:29:40: also wenn man so eine Torte guckt mit verschiedenen Tortenstücken wie viel Prozent Sorge war da Sicherheit?
00:29:47: Und was gab es noch für andere Themen Die Zuwendungen brauchten Björn.
00:29:55: Das Thema Sicherheit im Beamtenstatus oder sowas war für mich tatsächlich eher hintergründlich, also klar hat es mitgesprungen weil man es eben auch von außen sehr häufig dann als erste Rückfrage bekommt.
00:30:11: aber für mich war dann sehr schnell klar ich bin unglücklich in dem wie es gerade läuft und dann nützt mir auch die Sicherheit da nichts wenn ich damit einfach nur sicher noch dass ich in den letzten thirty-five Jahren unglücklich im Job bin.
00:30:23: Bei uns war dann natürlich das finanzielle auch ein Thema mit zwei Beamtengehältern, die dann wegfallen und wir hatten halt eben zwei Jahre davor oder so oder anderthalb Jahr davor haben wir uns einen Haus gekauft anderen größeres Auto geließt weil wir ein Hund bekommen haben.
00:30:41: und also das finanzielle war natürlich ein Thema Wobei wir da einfach auch sein müssen, dass wir da Glück haben.
00:30:49: Dass wir über Simonis Eltern da eben auch Rückhalt erfahren haben und dann in der Übergangsphase auch finanziell unterstützt noch wurden.
00:30:59: Und insofern waren die Sorgen was jetzt die Sicherheit angeht für mich tatsächlich eher untergeordnet.
00:31:09: Ich hatte noch dazu das Glück, dass ich meine fünf Jahre Dienst in Hessen gerade voll hatte Und dann eben auch Anspruch auf Altersgeld hatte.
00:31:16: Simone hatte da das Glück nicht, bei ihr glaube ich ein halbes Jahr oder sowas gefehlt.
00:31:20: Das heißt, da mussten wir danach versichern.
00:31:24: aber ja also Ich bin ja so'n bisschen Vorreiter gewesen war im Endeffekt ein Jahr vor Simone aus dem Schuldienst offiziell draußen und Da haben wir gemerkt es funktioniert.
00:31:37: und insofern War dann auch als Simone dann ausgeschieden ist für mich klar Selbst wenn da jetzt nicht direkt eine Festanstaltung hinten dran irgendwie in Aussicht ist, dann wird das schon irgendwie...wird es.
00:31:51: Und es ist geworden und wird weiterhin.
00:31:56: Simone welche Themen haben für dich noch ne Rolle gespielt?
00:31:59: Also es kam bei mir vor allen Dingen auf ich sag mal das große Thema Gesundheit auch zurück.
00:32:05: Wir haben ja eben schon angeteasert dass ich tatsächlich Innerhalb von einer Woche ungefähr diese Stück für Stück realisiert habe, dass es mir gesundheitlich einfach richtig, richtig schlecht geht.
00:32:23: Auch da rückblickend konnte ich dann sagen, guck mal, ich war in einem halben Jahr so oft und solange krank wie sonst nie vorher in der Schulzeit wieder Therapie angefangen und ganz viele Dinge festgestellt, wo ich mir einfach auch ungesunde Verhaltensweisen angewöhnt habe.
00:32:47: Weil ich davon ausging dass das sein muss.
00:32:50: Ne, weil ich das sonst auch alles nicht so hingekriegt hatte.
00:32:53: Im Vorfeld hatte ich meine Stundenzahl schon mal reduziert von vierundzwanzig auf zwanzig also hat er dann nur noch achtzig Prozent.
00:33:02: und da hatte mich mein Schulleiter ich sei es mal vorgeladen um mich zu informieren dass sich dann weniger Geld kriege und das wusste ich ja mehr weniger Arbeit er kriegst auch weniger Geld.
00:33:15: Ja nur für den Fall das mir jetzt nicht klar war.
00:33:17: okay Er
00:33:19: hat dann auch etwas über die Pension und was sich da tut nochmal gesagt.
00:33:25: Und ich sage ja, was hilft nicht wenn ich all dieses Geld anläufe für meine Pension?
00:33:33: Also ich hab aber von meinem Leben jetzt gerade nichts, weil ich hier in der Schule bin und auch ganz viele Dinge hinter mir gelassen habe.
00:33:44: Die mir eigentlich Freude machen, weil immer mehr Ressourcen in die Schule geflossen sind.
00:33:50: und tatsächlich bevor ausgefallen bin, mit Burnout war das tatsächlich das einzige was ich hatte an nichts mehr Freude.
00:34:01: Ich habe keine Energie gehabt um Dinge zu tun die mir Spaß machen.
00:34:05: Ich hab keine Energie gehabt um mit Familie oder Freunden etwas zu tun sondern wenn ich Zeit hatte habe ich geschlafen und zwar tief und fest oder irgendwo rumgelegen und gar nichts mehr gemacht.
00:34:20: eine ganz große Sache, die da reingespielt hat mit dem OK.
00:34:24: Also ich habe jetzt hier vier fünf Jahre lang den Job so gemacht wie ich ihn für richtig halte und trotzdem reicht es hinten und vorne nicht das was sich zur Verfügung stellen kann.
00:34:38: Und die Alternative ist entweder Ich mache den Job So wie ich ihm für falsch halte Nee dass macht ja auch keinen Sinn.
00:34:46: oder Ich laufe regelmäßig gegen eine Wand und muss dann für mehrere Jahre ausscheiden, um mich wieder aufzubauen.
00:34:58: Das war in dem Moment ganz zentral, weil mir mein Körper an den Punkt auch gesagt hat wir machen das jetzt nicht mehr.
00:35:04: Wir machen das nicht mehr.
00:35:06: jedes Mal wenn du versuchst an keine Ahnung die die Sexe in Englisch zu denken, dann kannst du nicht mehr denken.
00:35:14: Dann hast du jetzt Gehirnnebel und dann musst du Pause machen.
00:35:17: Genau das war für mich eine ganz entscheidende Sache eben durch die Arbeit auf dem Campus, zum Beispiel die Wertearbeit und dieses Hinterfragen.
00:35:28: Warum mache ich diesen Job eigentlich?
00:35:31: Und die Feststellung war immer das warum ist mit dem wie überhaupt nicht vereinbar also die Art und Weise wie Schule heute läuft und wie die auch laufen muss damit es überhaupt funktioniert.
00:35:43: Man kriegt immer noch mehr Aufgaben obendrauf und ich möchte sie gerne gewissenhaft machen.
00:35:52: Das liegt nicht in meiner Natur, weil ich immer daran denke.
00:35:55: Am anderen Ende ist ein Schüler oder eine Schülere, die sich darauf verlassen, dass ich für ihr Bestes entscheide und das kann ich einfach in dem Moment nicht.
00:36:04: Und dann zu sagen okay, da muss ich jetzt erst mal lernen, für mich das Beste zu entscheiden.
00:36:08: Und genau, das war glaube ich für mich tatsächlich der allergrößte Argumenten im Moment dieses Wattemar.
00:36:16: Dass es nicht fahrbar, das ist nicht nachhaltig.
00:36:18: Da gehe ich dran kaputt.
00:36:21: Und ja, ich bin da tatsächlich auch immer noch so ein bisschen dran am Kämpfen.
00:36:26: Weil Lehrerin sein Nummer das Einzige ist was ich wollte und ich vermisse es auch.
00:36:36: aber jedes Mal wenn ich von Freunden die noch an der Schule sind höre was jetzt die neue Regelung ist oder was sie da wieder für ein Problem haben denke ich mir so oh Leute Diese Verordnung setzt eine völlig falsche Stelle an.
00:36:51: Also ganz viele Entscheidungen, wo ich einfach nicht mit d'accord gehe.
00:36:56: Wo ich denke das ist wieder ne Regel die müsste ich durchsetzen obwohl ich die richtig dumm also obwohl Ich der Meinung bin die bringt gar nichts diese Regelung.
00:37:07: Ja also das sind so Momente wo ich denke ja Der Beruf den ich machen will ist nicht dass was Lehrer heutzutage tun
00:37:15: Das
00:37:16: einfach nicht.
00:37:17: Okay, ihr habt gerade schon davon gesprochen was euch unter anderem geholfen hat um diese berufliche Wechselphase zu bewältigen.
00:37:28: Also da war ein Netzwerk und auch die Haltung naja gut Sicherheit ist eins aber Lebensqualität ist das andere.
00:37:35: Was hat euch noch geholpen?
00:37:38: Vielleicht so Persönlichkeitsimmanent also Haltungen oder Dinge in denen man einfach gut ist wie würdest du Bezeichnen Björn, was hat Simone geholfen ihre Situation zu verändern?
00:37:51: Auf welche Ressourcen konnte und kann sie da bauen.
00:37:56: Also das Kunstgewerbe, was Sie eben schon mal angesprochen haben.
00:38:00: Das hatte Simone auch schon während der Schulzeit so als kleineres Gewerbe nebenher Und es ist halt jetzt dann eben größer geworden gewachsen.
00:38:12: und ich glaube dass noch mal in einer ähnlichen Richtung die kreative Ade anspielt, die Simone beim Erstellen von Aufgabenblättern Unterrichtsmaterialien zum Beispiel genutzt hat und ja das dadurch eben so ein bisschen was gewohntes geblieben ist.
00:38:36: Und daran entlanghangeln sich dann jeder weitere Schritt ergeben hat zu gucken wie kann ich trotzdem weiterhin das machen?
00:38:45: ihr im Lehramt eben Freude bereitet hat mit Schülerinnen arbeiten.
00:38:51: Darüber dann zur Museumspädagogik, zur Kulturvermittlung zu kommen da auch zurückgespiegelt zu bekommen hey das was du machst und die Ideen die du hier mit einbringst sind richtig gut.
00:39:04: Das hat Simone mich noch gar nicht erzählt dass sie in dem Weiterbildungsinstitut jetzt auch noch nebenher als Dozentin arbeitet.
00:39:13: Ja, da eben einfach auch regelmäßig zurückgemeldet zu bekommen.
00:39:19: Dass die Ideen, die man hat und die man einbringt... ...die häufig auch pädagogisch vorbelastet sind in Anführungsstrichen,... ...dass die Hand-und-Fuß haben.
00:39:30: Das ist glaube ich sowohl bei Simone als auch bei mir so, dass dieses positive Feedback mal bekommen.
00:39:38: Ich kann das in der Schule nicht!
00:39:40: ein Positiv Feedback bekommen hast, Simone oder auch du Isabel.
00:39:46: Vielleicht mal von SchülerInnen, dass das jetzt irgendwie eine coole Stunde war und im Endeffekt war es eine Stunde wo Du halt festgestellt hast, oh Mist ist ja eigentlich die Klasse.
00:39:56: Anarchie!
00:39:56: Buch auf!
00:39:57: Feieralarm
00:40:00: fliegen?
00:40:01: Ja also ich glaub dieses anhand... Also entlanghangeln an gewohnten Tätigkeiten und Tätigkeiten in der Wohlfühlzone zu gucken, wo geht es weiter?
00:40:20: Ich glaube wenn jetzt so ein Schritt wie ich jetzt gemacht habe mit komplett was also einen kompletten Harter Cut und was komplett schulfremd neu ist.
00:40:28: Wer glaub' ich für dich und korrigiere mich da, wenn nicht falsch liegt Simone!
00:40:32: Nicht unbedingt in deinem in deiner Welcome Zone oder Wohl-Fühlzone
00:40:39: Simone, wie erlebst du das?
00:40:40: Was waren bei Björn oder was sind auch bei Bjørn so einfach so Qualitäten wo du sagst ja das ist für ihn eine sichere Bank.
00:40:48: Das hat ihm auch ermöglicht dass das jetzt so gelungen ist und auch weiterhin gelingt.
00:40:55: ersten sehr gelassener und ausgeglichener Mensch also dieses Ja dann fange ich es jetzt an.
00:41:05: Das ist cool, das mache ich jetzt.
00:41:07: Und so nachdem was soll schon passieren?
00:41:09: und wenn es mir nicht gefällt dann gehe ich wieder.
00:41:11: Ich geh manchmal zu ihm und sag, was ist denn mit dem?
00:41:14: Wenn ich das blöd finde!
00:41:16: Dann sagt er ja, dann gehst du wieder.
00:41:18: Also die so ist... Was ich an Sicherheit brauche, da ist sie ihm einfach gegeben.
00:41:25: Ja okay also dieses Abschließen und sagen dass war's nicht weitermachen und was Neues finden, das ist auf jeden Fall extrem nützlich sage ich jetzt mal.
00:41:37: Ich glaube dass ihn das sehr weiter hilft in vielen Dingen.
00:41:41: und eben was gerade als SAP-Berater glaube ich ganz groß ist und auch wird und weshalb er da im Bewerbungsgespräch so punkten konnte, glaube ich ist diese Fähigkeit die ja letztendlich irgendwo aus dem Lehramt kommt diese sehr abstrakten Dinge kreifbar zu machen für die Menschen, die es am Ende ja verstehen sollen.
00:42:08: Also dieses runterbrechen und Vergleicheschaffen und so sagen okay wenn ich das nicht mache kann man so sehen, als würde ich oder stelle dir vor das.
00:42:19: Und es hat er tatsächlich auch von seinen den Menschen die mit ihm zusammengearbeitet haben oder auch in einem Team unter ihm in Anführungszeichen gearbeitet haben bei der Barraus auch zurückgemeldet bekommen.
00:42:32: von wegen du hast die Möglichkeit Dinge zu erklären, die ich vorher nicht verstanden habe und dann verstehe ich's.
00:42:40: also dieses was extrem wertvoll ist und was auch tatsächlich, dass es diese positive Rückmeldung, was auch als solches wahrgenommen wird.
00:42:54: Wenn ich jetzt mit diesem Institut meine Seminare zum Beispiel verhandle, was da drin ist im Sinne von du guckst irgendwo drauf und du merkst boah die Menschen, die hier eigentlich etwas lernen oder was mitnehmen sollen.
00:43:09: Den fehlt etwas.
00:43:11: also dieser diagnostische Blick aus einem Situationen zu sagen okay Ich merke nicht nur, euch fehlt was sondern ich wüsste auch noch was euch fehlt und das dann anbieten zu können.
00:43:22: Das ist ja genau diese Hilfestellung oder die Struktur, die vielen fehlt an manchen Stellen.
00:43:34: Ob das jetzt die Menschen sind, in den Vermittlungssiminaren Treffe, die halt aus der Verwaltung kommen oder die Kunstgeschichte studiert haben und die dann ein ultra Fachwissen haben.
00:43:49: Aber dieses Mensch zu Mensch fehlt denen.
00:43:52: Und es hat der Björn auch aus seinen Weiterbildungen immer wieder erzählt, diese Daseinmenschen sind richtig gut im Fach aber in dem Moment wo sie versuchen das an jemand anderen zu transportieren bin ich besser, obwohl ich weniger
00:44:06: Ahnung
00:44:06: habe so nach dem Auto.
00:44:08: Genau also ich glaube das ist extrem viel wert gewesen.
00:44:12: und ja dann natürlich dass er dieses analytische Denken hat das in Chemie und Mathe extrem nützlich war und ist Und jetzt dazu führt, dass er da den Durchblick behält während andere so Ich weiß nicht mal was du tust
00:44:32: Und das ist ja spannend, dass ihr das beide – obwohl ihr ganz unterschiedliche Arbeitsbereiche habt – feststellt.
00:44:39: Das ist ein Mehrwert, das ich Lehrer und Lehrerin war.
00:44:42: Also weil hier sind Leute die sind vielleicht durch ihr Fachstudium besser in Anführungsstrichen ausgebildet bzw.
00:44:52: tiefer in ihrer Disziplin aber sie können nicht was sich kann.
00:44:57: Okay?
00:44:59: Ja cool!
00:44:59: Es freut mich sehr.
00:45:02: Es erscheint so, dass die Rollenverteilung bei euch ist.
00:45:05: Björn ist der analytische und Simone ist so die Kreative.
00:45:10: Gibt es Situationen wo ihr euch jetzt durch diesen Berufswechsel aber überrascht?
00:45:15: Also wo ihr Seiten jeweils anderen seht... Wo ihr sagt ach da kommt ja was zum Vorschein das habe ich irgendwie in den letzten Jahren sogar nicht gesehen.
00:45:24: oder da blüht jetzt etwas auf was vorher gar nicht so viel Boden hatte.
00:45:31: Simone, hast du da schon was beortet?
00:45:35: Ja.
00:45:35: Also tatsächlich die ... Ich sag jetzt mal eine Leidenschaft oder eine Begeisterung für die Dinge, die ihr tagtäglich tut, diese da drin auch so ein bisschen verloren gehen.
00:45:47: Das kann ich nicht sagen, dass sich das je wirklich beobachtet hatte, egal ob im Studium oder später im Ref oder während der aktiven Lehrzeit Unterrichtszeit sozusagen.
00:46:00: aber Das ist einfach... das ist ein viel angenehmerer Mensch, mit dem man es dann auch ermöglicht hat.
00:46:09: Also es ist schon dieses was man sich ja, was glaube ich eine der schönsten Sachen an Freundschaften oder Partnerschaften ist, dem anderen dabei zuzugucken wie er der beste Mensch ist, der sein kann und genau da jetzt Mitzukriegen.
00:46:26: Warte mal, da ist ja noch Luft nach oben.
00:46:28: Obwohl ich mir den schon ausgesucht habe.
00:46:29: Ich fand den ja auch für euch schon in Ordnung.
00:46:30: Das ist cool!
00:46:37: Das ist total cool.
00:46:39: Okay und Jörn wie erlebst du das bei Simone?
00:46:43: Wachsen und Blühen da jetzt Dinge die vorher nicht so wachsen und blühen konnten?
00:46:49: Ja also... Sie hat halt mehr Freiräume.
00:46:51: Also sie war auch schon gestalten von Unterrichtsmaterialien, war Simone schon immer kreativ.
00:46:57: aber natürlich sind einem da so ein bisschen die Hände gebunden weil am Ende muss es halt ein Arbeitsmaterial zum Thema XYZ werden.
00:47:07: und jetzt in dem Konstantwerk angefangen hatte sie damit Tassen zu bemahlen und zu verkaufen.
00:47:15: Mittlerweile und dann kommen halt immer mehr Ideen dazu.
00:47:19: Und irgendwann kamen dann Weingläser dazu oder Schobbegläser, also Weinschraubegläser.
00:47:25: Irgendwann war sie in einem Second-Händeladen oder im Sozialkaufhaus und kam mit so ein paar alten Kristallgläsern zurück die wahrscheinlich jeder noch von Oma und Opa kennt zu geschliffenes Kristall Ich probiere das jetzt einfach mal und mahl halt in diese geschliffenen Facettenfarben rein.
00:47:48: Und es ist mittlerweile zu einem der best laufenden Produkte geworden, weil's einfach dieses alte Glas nochmal extrem auffrischt und extrem bunt und schön macht.
00:48:03: Auch beim Lehramt hast du ja immer den Kopf mitlaufen gehabt und das wäre vielleicht noch ein schönes Material oder sowas.
00:48:10: Aber da habe ich den Eindruck, dass das jetzt im Zuge des Kunsthandwerks halt einfach ein entspannteres Mitlaufen des Kopfes ist und dann halt ein kreativeres auch.
00:48:23: Einfach weil es nicht in einen Setting Unterricht passen muss sondern ja im wahrsten Sinne des Wortes der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.
00:48:33: Und nun fängt sie auf einmal an zu sticken und verkauft sich halt auch Stickbilder So, also es ist einfach ja wirklich extrem kreativ noch oder nochmal kreativer geworden als sie vorher eben auch war.
00:48:49: Und was wir eben auch schon angerissen hatten ich genies es total dass wir halt nicht mehr nur das eine Gesprächsthema-Schule haben.
00:48:56: Dass wir uns im Zweifel selbst wenn man sich mal nichts zu erzählen hat.
00:49:01: Das ist ja dann auch mein Ordnung, dass man dann schweigend am Essenstisch erst einmal sitzt Aber es geht halt nicht jeden Tag immer nur um.
00:49:12: Das war gerade wieder Erätzen und das sput mir gerade von der Schule wieder im Kopf rum, und das befreit ich glaube uns beide.
00:49:22: Habt ihr eure Wohnung schon von Schulmaterial befreitt?
00:49:25: Wer ist denn da besser im Loslassen?
00:49:28: Simone!
00:49:30: Ich muss mich gerade mal umgucken weil ich hatte tatsächlich... Irgendwann schon so ein Großteil auf jeden Fall in den Keller beräumt, habe dann auch viele Dinge mit großen Händen an Freundinnen und so rausgegeben nach dem Motto mir tut es leid um das Material.
00:49:46: Das muss ja nicht um siehend und alt werden!
00:49:49: Ich hab Bücher aus einem Studium noch im Regal stehen weil das ist was ich nicht loslassen kann oder möchte ist die Leidenschaft für meine Fächer also übrigens das beste als ich glaube Komplimente, die mich mal über zwei Ecken erreicht haben.
00:50:07: Aber dass ein Schüler über mich gesagt hat, eine Kollegin hat gefragt und wie ist es so bei der Frau Maurer?
00:50:12: Und er sagte also... Die Frau Maurere ist begeistert von ihren Fächern!
00:50:16: Und das hat die Kollegin mir dann erzählt und ich dachte so okay wenn es alles... Also ich finde es gibt durchaus schlimmeres Und wir haben es dann auf dem Speicher, glaube ich.
00:50:29: Das war so eine Zwischenlösung und wir müssen sie halt jetzt irgendwann auch mal ausm Haus geben.
00:50:36: Ja die Zwischenlosung, die halt zwei Jahre, drei Jahre ist.
00:50:39: Provisorien, da man euch kennt.
00:50:42: Aber
00:50:43: ihr seht eben auch das ... Ich sage mal dass das Interieur seines Arbeitszimmers ist ihm ein bisschen egaler als mir.
00:50:50: Also das ist nicht nur ordnungsmäßig, sondern auch die Dinge, die dort gelagert werden.
00:50:58: Dann steht es halt aus, stört ja niemanden so
00:51:01: nach dem Wort.
00:51:01: Ja wobei das Schulmaterial ist schon raus.
00:51:04: also das ging auch schnell wie bei Simone auch ein paar Sachbücher aus einem Studium gerade Chemie Bücher weil auch Mathebüche habe ich noch glaube auch irgendwo im Raum hier nichts alles auf dem Speicher geht wie Simone.
00:51:20: Die Fachwissenschaften an sich fand ich extrem spannend oder finde ich auch nach wie vor extrem spannend, genieße es auch dann wenn ich mich mit Freunden unterhalte die komplett also voll Chemie studiert haben, mich da nochmal so ein bisschen mit denen auszutauschen was die eigentlich gerade zu machen.
00:51:38: und grad Mathematik jetzt in meinem jetzigen Bereich wo es ja auch viel um Programmierung geht oder halt statistische Modelle wenn's um Machine Learning oder ähnliches geht Da bin ich ja nach wie vor im Thema dann drin.
00:51:53: Dementsprechend die Fachbücher aus dem Studium habe ich auf jeden Fall noch.
00:51:58: und bei den Unterrichtsmaterialien und Schulbüchern, die verstauben irgendwo und werden wahrscheinlich dann irgendwann entsorgt werden.
00:52:08: Wir haben erst eine große Altpapiertonne.
00:52:10: Sehr
00:52:12: gut!
00:52:13: Ich habe noch nicht so einen professionellen Aktenvernichterservice bestellt und hab da Leitsordner über Leits Ordner, alles wirkliche.
00:52:20: Also ich hatte das auch noch hier seit elf Jahren immer noch stehen.
00:52:24: Ach ja!
00:52:25: Mir ist letztes Jahr glaube ich irgendwann im Sommer beim eine Papiere aufräumen ist mir aus in dem Stapel der eigentlich privaten Papiere mit keine Ahnung ne Versicherung hast du nicht gesehen?
00:52:38: Ist mir so ein Zettel rausgeflutscht und ich gucke drauf habe festgestellt Das war wohl noch eine Mathearbeit von Schülerinnen X, irgendwann in Corona-Zeiten.
00:52:51: Aber sie hat auch nie nachgefragt.
00:52:54: bei der Note die draufstand hätte ich nicht mehr nach gefragt aber...
00:53:01: Apropos noch drin, du sagtest ja in manchen Themen da ist man dann noch drin.
00:53:06: Wo du auch noch drinnen bist isst Du bist immer noch irgendwie präsent und nicht mehr präsend aber doch irgendwie schon präsant im Rahmen des IT-Stammtisches in unserem Coaching.
00:53:18: Also ich habe schon öfter erzählt unsere Kundinnen und Kunden, die vernetzen sich natürlich Themen bezogen so in welche Branche interessiert man sich?
00:53:25: Und dann bilden sich da kleine virtuelle Stammtische und es gibt den besagten IT-Samtisch über den ich in diesem Podcast schon mit Petra gesprochen habe.
00:53:36: Da fiel dein Name schon, Björn!
00:53:37: Vielleicht hast du's gehört jetzt haben wir dich
00:53:39: hier... Ja, hab' ich
00:53:42: gehört ja.
00:53:43: ganz.
00:53:44: Ich danke dir an dieser Stelle hier auch nochmal, dass du das weiterhin machst und gleichzeitig spreche ich dich auch frei von jeglicher Verpflichtung.
00:53:52: Du darfst es auch gerne abgeben aber trotzdem bist du dadurch irgendwie noch so passiv präsent und hast dadurch noch ein bisschen Kontakt zu aktuellen Kundinnen und Kunden von mir.
00:54:07: Und ich habe mich gefragt oder beziehungsweise würde euch auch gerne noch mal fragen, ihr habt hier und da schon durchscheinen lassen.
00:54:14: Bestimmte Inhalte des Coachings haben für uns echt Erkenntnisse herausgefördert die für uns sehr wichtig waren.
00:54:23: Was war denn Dinge im Coaching, die wirklich bei euch nachhaltig was verändern konnten?
00:54:31: Also für mich war es wirklich... Ich hab glaube ich für mich am meisten aus dem Lehrkraft-Omegator mitgenommen, wirklich mal intensiv zu reflektieren und eben dadurch dann auch nochmal festzustellen dass also die Werte und Ideen wo für Schule steht hast du irgendwie nicht so wirklich zu dem zu den Werten oder Vorstellungen wie ich es mir vorstelle für mich.
00:54:54: Und dann eben auch zu sagen Simone hat das eben so gemeint naja dann sage ich halt wenn's mir da nicht gefällt und gehe ich weiter.
00:55:03: Das war auch eine Einstellung die hatte ich vorher Das war ja klar und wir haben auf Lärm studiert, bis halt Lehrer bis zur Pension.
00:55:10: Und jetzt aber über das Coaching ist es halt klar geworden dass einer der großen Unterschiede eben zum Lehramt oder zum Beamtenwesen im Allgemeinen ist.
00:55:21: wenn du in der Wirtschaft bist dann ist es ganz normal irgendwann auch mal an Arbeitgeber zu wechseln.
00:55:28: und natürlich schreibe ich jetzt nicht die Kündigung wenn ich den ersten blöden Tag da im Unternehmen habe Aber dann für sich zu sagen, naja, dann sortier dich halt mal und beobachte es mir eine Zeit lang.
00:55:41: Wenn du merkst ne das ist jetzt für drei Monate fünf Monate sechs Monate nicht gewesen Dann zu sagen okay, dann schauen wir weiter um Und die Selbstsicherheit mitzunehmen Zu sagen ich bin halt nicht nur Lehrer der irgendwelche zwei Fächer, aber auch nicht so richtig studiert hat und vormittags recht und damit das frei hat.
00:56:05: Sondern dass ich eben mit meiner pädagogischen Ausbildung, mit meiner fachlichen Ausbildung und mit der Eigenschaft die Lehrkräfte ja mitbringen sich sehr schnell in neue Themen zumindest wie ein gewisses Pen-Sum einzuarbeiten oder einen gewissen Könnenstand einzuerbeiten Der ist extrem wertvoll in der Wirtschaft.
00:56:28: und diese Selbstsicherheit, die hatte ich mir vorher nie Gedanken drüber gemacht.
00:56:35: Aber die würde ich schon sagen habe ich bei DLM Coaching dann erfahren und gelernt und nähe mich davon.
00:56:45: Freut mich!
00:56:46: Ich kann mich noch erinnern wie Einmal Bewerbungsunterlagen, von dir gesehen habe.
00:56:52: Zum ersten Mal ... Du hattest so ein geiles Bewerbungspfoto!
00:56:55: Da dachte ich so, Boah, Björn erfindet sich so richtig neu!
00:57:02: Also dieses Selbstbewusstsein hat sich dann auch eben in sowas manifestiert.
00:57:06: In diesen sehr überzeugenden Bewerbsunterlagen.
00:57:12: Simone, gab es für dich irgendetwas?
00:57:15: Ähm ja also... dass tatsächlich das selbe mit der Wertarbeit, aber ich habe es nochmal drüber nachgedacht und ich hatte... Ich weiß gar nicht genau in welchem Zusammenhang das dann tatsächlich auf dem Campus kam.
00:57:31: Aber ich hatte im Nachgang auch mit einem anderen Menschen den wir über den Campus kennen, der dann mit Björn zusammengearbeitet hatten zeitlang Diese Unterhaltung darüber, dass wir beide das Gefühl hatten.
00:57:45: Dass der Ausstieg aus dem Lehramt die erste eigene Entscheidung war, die wir je getroffen haben.
00:57:50: Also dass wir das erste Mal richtig Verantwortung für uns selbst übernommen haben.
00:57:56: und ich glaube, dass das was ist, was sich da raus mitgenommen habe dieser Zusammenhang mit dem Design Thinking und diese Vorstellung von ich bin Gestalter meines eigenen Lebens.
00:58:09: Und in dem Moment, wo mir etwas nicht dient ist es okay zu sagen dann muss sich mir was anderes suchen.
00:58:16: also da muss ich was anderes finden weil ich die einzige Person binden der das wirklich am Herzen liegen sollte.
00:58:23: wie's mir geht ob das jetzt gesundheitlich oder im Zusammenhang mit glücklich sein ist, es ist ja erstmal egal.
00:58:32: Aber darauf läuft am Ende genau das okay.
00:58:35: Also ich kann mir Hilfe holen aber die einzige Person, die hier wirklich was reißen kann in der Erwartung von Es wird dann besser!
00:58:45: Das bin ich und das ist etwas wo ich ganz oft auch im Gespräch mit anderen, dann man kommt in dieses Beschwerden rein und der hat das gemacht.
00:58:56: Und jetzt müssen wir das machen und dieses Jahr bist du die Person, die es mit dir machen
00:59:01: lässt.".
00:59:05: Das ist was ganz Großes, was in diesem Prozess einfach für mich rausgekommen ist... wo ich auch tatsächlich nach immer noch dran arbeiten muss.
00:59:16: Okay, Verantwortung für mich selbst ist ja ganz cool und das ist auch ein bisschen stressig irgendwie und ich verstehe jeden den so geht.
00:59:24: aber gleichzeitig ist es halt das einzige was eine hundertprozentige Wahrheit ist.
00:59:31: in dem Moment wo man da immer wieder drauf zurückfällt und sagt Ja okay aber ich bin die Einzige oder ich bin der Einziger der das jetzt machen kann dann macht man das halt.
00:59:42: Wie hat sich denn euer Alltag so ganz konkret umstrukturiert?
00:59:45: Ich habe gehört, ihr habt ein Hund.
00:59:46: Also das weiß ich auch weil man ab und zu ein Foto von deinem Hund sieht auf Social Media oder sonst
00:59:52: so.
00:59:52: Genau was hat sich an eurem Tagesablauf verändert?
00:59:56: woran kann man als Außenstehender erkennen?
00:59:59: ja die sind jetzt nicht mehr Lehrer.
01:00:04: Was würdest du sagen
01:00:06: also bei mir was halt ganz krass anders ist als in der Schule sind die Arbeitszeiten nicht mal im Sinne von, dass man ja so lange am Stück dann irgendwie die acht Stunden ist ja irgendwas was erst Mal wenn man aus der Schule kommt und halt in Einführungsstrichen nur sechs Stunden Schulstunden unterrichtet hat.
01:00:28: Wenn man Glück hatte natürlich danach nochmal ein Schreibtisch muss aber acht Stunden jeden Tag und dann nur nur die wenigen Urlaubstage pro Jahr bei meinem alten Arbeitgeber waren.
01:00:41: es fühlt sich oder hört sich erst mal nach wenig Urlaub und viel Arbeit an.
01:00:50: Aber ich erlebe es so, dass dadurch das ich anfangen kann wann ich möchte weil wir haben Vertrauensarbeitszeiten.
01:00:57: natürlich gibt's auch mal Tage wo irgendwie ein Termin liegt aber in der Regel liegt der erste Termin tatsächlich freitags ist immer so einen fixer Termin der jetzt auch nur freiwillig ist der für die Frühanfänger oder Frühaufsteher gedacht ist.
01:01:12: Und der ist dann um acht uhr fünfundvierzig und um achtundfünfund vierzig.
01:01:17: Die
01:01:17: zweiten hast du dann mal am Freitag?
01:01:20: Ja, bei mir ist es tatsächlich eher so rum dass ich absoluter früh aufsteher bin.
01:01:26: das heißt ich war heute morgen schon um halb sieben am Rechner und kann aber dementsprechend auch entsprechend früh.
01:01:34: sind die acht Stunden dann rum.
01:01:37: Beziehungsweise wenn ich halt dann mal mehr mache, kann ich die Überstunden auch irgendwann wieder abbauen.
01:01:42: Und in der Schule ist es ja nicht... Du hast entweder zu ersten oder zu wievielten Stunden auch immer und wenn das gegen deinen Biorethmus geht, dann hast du halt Pech gehabt und musst trotzdem kommen.
01:01:53: Und im Zweifel hast du einen Montags zu ersten und Dienstag zu dritten und Donnerstag zu, keine Ahnung, wie vielten und jeden Tag eine andere Zeit, wann du irgendwo sein muss oder wie du laden irgendwo sein musst.
01:02:06: Das habe ich für mich gemerkt, dass mir das extrem entgegenkommt.
01:02:12: Zu sagen, naja, ich hab meinen Biorithmus und einen Sicherheitswecker.
01:02:16: Sollte ich tatsächlich mal länger schlafen?
01:02:18: Dann geht der Wecker an.
01:02:20: In der Regel werde ich ohne Weckerwach fangen an, wanns mir passt.
01:02:24: Macht ein Pause, hört auf, wann's mir passt... Und muss mich eben nicht in der Regel nicht an... irgendwie von außen vorgegebene Uhrzeiten richten, die auch noch jeden Tag wann anders sind.
01:02:39: Dann kommt das Remote-Arbeiten dazu.
01:02:40: Das heißt der Weg zur Arbeit fällt dann eben in der Regel auch weg.
01:02:44: ich habe die Möglichkeit trotzdem jetzt auch beim neuen Arbeitgeber nach Frankfurt ins Office zu fahren Leute zu sehen.
01:02:52: Ich empfinde es als extrem viel mehr Freiraum und deutlich weniger Anstrengung bei der Arbeit wodurch dann eben auch die dreißig Tage Urlaub absolut ausreichend für mich sind und ich eher das Problem habe zu sagen, ja gut, dann mache ich halt da jetzt mal eine Woche Urlaub oder so.
01:03:15: Weil ich einfach das Bedürfnis gar nicht hab.
01:03:16: in der Schule war es eher so dass ich von Ferienzeiten zu Ferienzeiten auf dem Zahnfleisch dann in die Ferien gerutscht bin und die Ferie dann zu dem Zeitpunkt auch jedes Mal überlebenswichtig waren um irgendwie wieder auf die Kette zu kommen.
01:03:33: Simone, wie hat sich aus deiner Sicht euer Alltag verändert?
01:03:38: Es ist eine ganze Menge Druck rausgenommen worden.
01:03:42: Für mich persönlich aber auch im Allgemeinen also tatsächlich dieses von zu Hause Ausarbeiten was ich in großen Teilen eben auch tun kann.
01:03:55: Die Wochenenden sind frei die Feierabende sind frei Ich kann nachts schlafen.
01:04:01: Also die meiste Zeit, ich habe immer noch Schwierigkeiten manchmal aber die meisten Zeit gehe ich ins Bett und dann schlafe ich und dann wache ich auf Und nicht wie früher wo ich mich dann gewälzt hab von einer Seite.
01:04:12: und wenn morgen und dieses Gespräch steht an und das darf ich nicht vergessen und all dieses dieses Management was das nämlich da umgetrieben hat Was mich auch nicht zur Ruhe hat kommen lassen Das kann ich jetzt besser dadurch dass es einfach mein eigenes ist.
01:04:30: Ich habe da eine ganz andere Flexibilität tatsächlich auch von den Arbeitszeiten her und letztendlich mit dem Management des Haushaltes, das klingt total albern.
01:04:43: aber manchmal war es halt so, man hat Montag bis Freitag bis zur Schule dann hast du im Nachmittags irgendwie Deine Vorbereitung für den nächsten Tag oder übermorgen gemacht und wenn du dann mal ein freies Wochenende ohne Korrekturen hast, dann hast du einen ganzen Wochenende lang Wäsche gemacht.
01:05:02: Weil Wäschel muss halt einfach auch gemacht werden Und das können wir beide jetzt irgendwie nebenher so'n bisschen machen und dann ist es einfach alles nicht mehr so dringend weil man es häufiger immer mal eine Kleinigkeit machen kann doch ganz viel auf dem Papier nicht so viel aussieht, aber ganz viel macht mit dem Alltag wie man ihn auch gemeinsam verbringt.
01:05:30: Ja es hat sich alles ein bisschen verlagert dadurch dass ich eine halbe Stelle Festanstellung sozusagen habe und dann birne ganze und ich dann den Rest freischaffend ist.
01:05:39: also ne Das ist auch manchmal so, dass er dann Feierabend hat und ich sitze aber immer noch am Schreibtisch und mache irgendwas.
01:05:46: Weil das für mich eine bessere Arbeitszeit ist.
01:05:49: tatsächlich.
01:05:50: also ich kann nachmittags abends besser arbeiten in manchen Sachen beziehungsweise habe dann halt Nachmittag die Hunde Runde weil er da irgendwelche Meetings hat oder so Und tatsächlich dieses Miteinander und nicht nebeneinander her.
01:06:06: oder also das war in Schulzeiten tatsächlich oft den Eindruck, dass ja wir haben eine Wohngemeinschaft.
01:06:14: Und nachmittags sitzen wir zusammen und beschweren uns darüber wie anstrengend alles ist.
01:06:19: Und jetzt ist es ein Ja Wir haben eine wohnengemeinschaft aber wir haben halt auch mehr.
01:06:26: Das ist einfach auch schön Dass ich das in die Richtung dann weiterentwickeln kann.
01:06:35: Wir kommen langsam zum Ende und ich frage ganz gerne zum Abschluss, wenn ihr auf Personen treffen würdet oder vielleicht ist euch das auch schon mal passiert aus dem Lehrberuf die so wie ihr es jetzt geschildert habt in diesem Modus sind ja.
01:06:52: Und dann nachmittags beschweren und dann wenn man unter Lehrer anspricht, dann geht's darum und der hat wieder und die hat wieder.
01:06:59: Da ist jemand die offensichtlich in der beruflichen Krise steckt, aber nicht ins Verändern kommt oder nicht weiß wo es losgeht und was der erste Schritt ist.
01:07:12: Und mit Ängsten hadert.
01:07:15: Dann ist da ja das Haus abzubezahlen und der Partner oder die Partnerin und der doch auch einen wichtigen Job und ist doch auch nicht so zufrieden.
01:07:25: dann muss ich doch wenigstens hier das feste Standbein sein.
01:07:29: Was würdet ihr entgegnen?
01:07:34: Ich glaube, es ist ein bisschen so ernsthaft.
01:07:42: Man redet sich da auch so ein bisschen rein und wenn ich mit Jugendlichen arbeite finde die beste Frage, die Sie stellen können ist warum?
01:07:52: Warum machen wir das so?
01:07:54: Und sag ich Sie noch einmal, das ist die beste Frage, die man stellen kann.
01:07:58: Ich finde es auch bei Regeln total... Warum machen wir das so?
01:08:01: Und in dem Moment wo ich mir anfange diese Frage zu stellen muss sich ja früher oder später an den Punkt kommen festzustellen Ist das wirklich so?
01:08:11: Also stimmt das alles so wie ich mir das hier einrede?
01:08:15: Muss ich das...?
01:08:16: Warum muss ich das Festzustand bein sein wenn mein Partner auch unglücklich isst?
01:08:22: Klar wäre das schön, wenn ich das feste Standbein bin.
01:08:25: Aber ich bin halt auch nur ein Mensch und das Miteinander auch zu machen.
01:08:32: Warum?
01:08:33: Warum ist es so wichtig?
01:08:36: Warum glaubst du, dass dich nicht als Erstes nehmen darf?
01:08:40: Warum willst du dich nicht darum kümmern, dass es dir besser geht?
01:08:44: Ich glaube, dass das total wichtig an der Stelle ist, das zu fragen.
01:08:51: Ja und eben auch daran anknüpfen, nicht immer zu sagen ja dann kümmert ich halt jetzt um dich selbst sondern eben auch zu sagen hey es gibt also du bist da nicht alleine.
01:09:01: Also du bist nicht die einzige Lehrkraft die im Zweifel unglücklich ist und mach dich doch mal schlau.
01:09:07: oder gibts so ein Coaching-Programm?
01:09:09: Oder es gibt ja auch andere Möglichkeiten.
01:09:11: wenn man jetzt nicht direkt ins Coaching gehen wollen würde einfach mal Augen und Ohren offen halten.
01:09:19: Da findet man auf jeden Fall ja Leute, mit denen man reden kann.
01:09:24: und vielleicht auch ein ganz wichtiger Punkt.
01:09:26: Da ist auch einfach innerhalb der Partnerschaft reden weil wenn Simone jetzt die Situation da so umreißt von wegen mein Partner ist auch unglücklich oder ich weiß es im Rissen dann redet er mal miteinander.
01:09:43: denn guckt mal stimmt euch ab stell dir fest, dass ihr tatsächlich beide unglücklich seid oder dein Partner wirkt unglücklich weil er merkt das du ungluckig bist.
01:09:54: Oder wie auch immer ich glaube das viel zu oft vielleicht in Partnerschaften auch nicht ausreichend viel geredet wird und dann halt irgendwann aber trotzdem auch über den Tellergantien auszugucken.
01:10:07: was für Anlaufmöglichkeiten oder Gesprächsmöglichkeiten habe ich denn außerhalb meiner Partnerschaft meines bekannten kreises?
01:10:16: und ja dann im zweifel auch einfach mal vielleicht auf dich zu gehen und sich einfach mal anzuhören was du denn zum bieten hast
01:10:27: zb oder es gibt ja ganz andere möglichkeit.
01:10:32: aber ich finde immer wieder bemerkenswert würde ich jetzt mal neutral sagen wie viele personen die mit uns so erste gespräche führen im Hintergrund Partner haben.
01:10:47: Meistens sind das Frauen, muss ich ehrlich sagen die mit uns sprechen und sie haben einen männlichen Partner im Hintergründ der nicht möchte dass seine Frau sich verändert.
01:10:57: Das ist ein ganz großes Thema.
01:10:59: warum auch immer weil zum Beispiel Sie die Hauptverdienerin ist oder weil es irgendwelche Partnerschafts-Dynabiken auch stabilisiert, dass es gerade so ist wie es ist.
01:11:12: also Das ist schon bemerkenswert und gleichzeitig auch sicherlich dann macht es das Problem nicht einfacher, dass man nicht nur mit seinem Beruf ein Thema hat.
01:11:24: Sondern da bei dem, den man eigentlich am nächsten ist, nicht die Rückendeckung hat, die man sich da gerne wünschen würde.
01:11:33: Also das erlebe ich so.
01:11:35: Aber es gibt ganz viele Positiv-Bahlspiele von Personen, die sich sowas von bestärken Oder zusammen diese Reise angehen, so wie ihr.
01:11:49: Von daher wirklich ein ganz beeindruckendes Beispiel.
01:11:54: Also eine tolle... Was soll ich sagen?
01:12:01: So von außen drauf gesehen kann ich nur sagen echt Hut ab!
01:12:05: Wie ihr das so gemacht habt in den letzten drei Jahren oder vielleicht auch schon länger und es aktuell auch so macht.
01:12:15: Gibt es irgendetwas, was ich nicht gefragt habe?
01:12:19: Wo ihr sagt das war ein überraschender Aspekt oder ein überrschendes Thema bei uns.
01:12:26: Was wir so gar nicht gedacht hätten, was vielleicht noch einmal erwähnt sein sollte?
01:12:33: Ich glaube gerade in dem Zusammenhang mit dem was du grade gesagt hast also die Außensicht von Bei mir war es ja tatsächlich, ich habe das gar nicht gemerkt wie schlecht es mir eigentlich geht.
01:12:47: Bis der Björn kam und hat gesagt du willst du nicht mal?
01:12:51: Und ich glaube dass man ganz schnell dabei ist das nicht ernst zu nehmen oder zu... Ich war ja selbst so und jetzt sind wir bei Weihnachtsferien und dann und dann!
01:13:03: Und dann und ich will doch nur und das wird schon alles und ich kann das Aber nicht nur reden, sondern auch zuhören.
01:13:10: Wenn andere vor allem wenn es der Partner- Freundin sind oder wer auch immer von dem ich ja ausgehe dass das gut mit mir meint der Andere.
01:13:21: Wenn er dann sowas sagt vielleicht mal innezuhalten und zu sagen Ja okay ja stimmt schon weil ich habe am Anfang so ein bisschen Mir ging das durch den Kopf, ob ich hier gerade was erzählt bekommen, was gar nicht stimmt.
01:13:38: Also wird mir eine Geschichte aufgedrückt die gar nicht wahr ist, die ich gar nicht empfinde, so ein bisschen Gaslighting-Basic... Weil für den das Tolle ist, jetzt auszusteigen.
01:13:53: Das muss ja für mich nicht zutreffen und das ist auch wahr!
01:13:57: Aber das gar nicht anzunehmen und das gar nichts zu reflektieren sind da Fragen was es wenn die andere Person recht hat weil dass er genau diese Dynamiken dann hat von wegen.
01:14:09: der eine sagt hier ich mach mir Sorgen um dich und der andere kann oder will das in dem Moment nicht hören.
01:14:16: Das ist ja auch schwer zu... ... ertragen, als Mensch der er helfen möchte.
01:14:24: Ja also da bin ich sehr dankbar.
01:14:27: drum einfach dass ich jemanden hatte... ...der mich gesehen hat und gesagt hat Lass mal gucken ob das in Ordnung ist was gerade passiert.
01:14:38: Ein guter Punkt an den ich mich auch gar nicht so weiter erinnert habe.
01:14:42: aber jetzt wo du sagst Das war wirklich etwas Ich hab ja ein gutes halbes Jahr vor Simone mit dem Coachingprogramm angefangen Und das war auch was, wo wir sehr direkt quasi drüber gesprochen haben.
01:14:55: Dass das jetzt erstmal mein Coaching-Programm ist und ich nicht versuchen soll oder versuche werde Simone da ist ein Lehramt rauszureden und ihr das irgendwie malig zu machen Also diese Waage zu finden aus trotzdem erzählen Was mache ich jetzt eigentlich gerade so im Coachingprogramm?
01:15:19: Und gleichzeitig halt nicht zu sagen, hey Simone geh da jetzt aus der Schule raus.
01:15:25: Weil das war glaube ich ziemlich wörtlich dass Simone halt sagte naja ich bin jetzt glücklich in der Schule noch und im Endeffekt war es ist vielleicht dann unterbewusst nicht mehr.
01:15:36: deswegen erzählen mir jetzt bitte nicht dass ich aus der schule aussteigen soll nur weil du jetzt gerade das coaching machst und ja einfach auch darüber geredet zu haben das abgeklärt zu haben für uns gegenseitig, dass eben gar nicht erst zum Streit kommt.
01:15:53: Weil Simone sich dann irgendwie vielleicht gerade manipuliert fühlt weil ich sie zu sehr pushe oder wie auch immer einfach da mit offenen Karten innerhalb der Partnerschaft spielen.
01:16:09: Zum Abschluss in einem Satz ein berufliches Highlight der nächsten Woche oder bevorstehenden Zeit auf das ihr euch richtig freut!
01:16:19: Simone, weil die habe ich eine Vermutung was es sein könnte?
01:16:25: Ganz im Ernst keine Ahnung.
01:16:27: Ich bin jetzt in der ersten Woche allein im Homeoffice, weil mein Vorgesetzter erst mal eine Woche in Frankreich ist.
01:16:34: Der schriftliche Kinder und deswegen ist er ein Fan unterwegs.
01:16:37: Das heißt ich werde mich da mal einlesen in diverse Programme die es da schon gibt.
01:16:43: ja Ich lass das auf mich zukommen.
01:16:45: Ansonsten haben wir am Sonntagmarkt Tag d.h.
01:16:49: Wir fahren los und stellen meinen Pavilion auf und bauen dann meinen Sortiment auf.
01:16:55: Und das auch immer ganz cool!
01:16:57: Ich hoffe es Wetter hält Und ja, dann fängt das relativ entspannt an.
01:17:05: Mein neuer Job war es auch was Neues ist, wenn es entspannt anfängt und nicht... Hier ist das kalte Wasser und jetzt schwimmen ein bisschen!
01:17:14: Okay und Björn gibt's irgendeine Sache auf die du dich in nächster Zeit freust beruflich?
01:17:22: Mir fallen drei Sachen ein.
01:17:24: Das eine ist fix, nächste Woche ist Geschäftsbereich Meeting in Köln mit zwei Teams wo wir uns um das Thema AI noch mal intensiv austauschen werden.
01:17:38: da freue ich mich drauf.
01:17:40: dann hatte ich es am Anfang von Gesprächen angerissen dass erstes Kundenprojekt für mich jetzt quasi kurz davor steht dass das in trockenen Büchern.
01:17:51: Da freue ich mich auch darauf, dass sich da dann wirklich mal Erfahrungen sammeln darf am Kunden direkt.
01:17:58: Und ein großes Event ist dann noch Ende April, das Hackathon in Berlin wo wir uns für drei Tage oder sowas treffen werden und da zusammen ganz intensiv an größeren und kleineren Projekten uns austüfteln und gegenseitig pushen coole Sachen entwickeln.
01:18:24: Sehr schön, was auch immer ein Hecker-Ton ist.
01:18:26: Simone, das werden wir hier erfahren!
01:18:28: So stelle ich mir das
01:18:29: vorn.
01:18:30: Ja, ja, genau.
01:18:31: Nämlich
01:18:33: ist es eine Messe für alle.
01:18:39: Ja.
01:18:41: Das passt.
01:18:44: Auf jeden Fall so ist das alles klar.
01:18:46: Super!
01:18:47: Ich danke euch ganz herzlich dass ihr euch die Zeit genommen habt ihr beiden.
01:18:51: wir sind jetzt hier an einem freitag nachmittag so richtig schön zusammen in den feierabend reingesleidet und ich bin jetzt im wochenenden modus und würde sagen hier setzen wir einen punkt.
01:19:03: Ganz herzlichen Dank für eure Zeit und für die Einblicke, die ihr uns gegeben habt.
01:19:07: Und weiterhin alles Gute für das was noch ansteht!
01:19:10: Für all die Wachstumsmöglichkeiten... ...und ich bin mir sicher
01:19:15: da
01:19:17: darf ich weiter Beobachterin sein.
01:19:18: Vielleicht lasst er mich mal teilhaben an diesem Ding.
01:19:21: Okay dann tschüss!
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