#201 Warum Ferien doch nicht die versprochene Rettung sind.

Shownotes

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Die Zeugnisse sind geschrieben und trotzdem lässt die Anspannung nicht los. Statt Erholung stellt sich bei vielen Lehrkräften in den ersten Ferientagen ein diffuses Unwohlsein ein, das sich schwer greifen lässt und noch schwerer rechtfertigen: Man hat doch alle Zeit der Welt.

Diese Folge geht der Frage nach, warum ausgerechnet die Abwesenheit von Druck bei vielen Lehrkräften Stress auslöst. Isabell beschreibt drei psychologische Muster, die erklären, warum ein überlastetes Nervensystem Struktur mit Sicherheit verwechselt und Stille mit Gefahr, und warum das kein Zeichen von Schwäche ist.

Gerade jetzt in den Sommerferien, trifft dieser Gedanke viele an einem Punkt, an dem sie sich selbst am wenigsten erklären können, warum Entspannung so schwerfällt. Diese Folge liefert dafür einen Erklärungsrahmen und einen ersten konkreten Umgang damit.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Live auf der Lehramt.

00:00:02: Du bist wie ein Soldat, der im Schützengraben liegt?

00:00:07: Ja gerade fallen keine Schüsse aber jeden Moment kann es weitergehen!

00:00:11: Der andere führt nie auf und möglicherweise hältst du deswegen auch die Spannung im Urlaub künstlich hoch durch Streit mit deinem Partner oder Partnerin durch exzessiven Sport oder durch sich ständiges Verabreden, Ständiges Erreichbar sein.

00:00:30: Keine Woche einfach mal gar nichts tun!

00:00:34: Live after Lehramt – der Coaching-Podcast mit Impulsen für mehr Lebensqualität durch deinen beruflichen Kurswechsel innerhalb, neben oder außerhalb der Schule.

00:00:45: Zinde und gestalte den Berufsweg, der zu dir passt.

00:00:58: Hallo ihr Lieben!

00:01:00: Stell dir vor es ist Montag vormittag mitten in den Sommerferien So wie jetzt, wenn diese Folge erscheint.

00:01:07: Vielleicht hörst du sie ja direkt schon am Montag Vormittag heute?

00:01:11: Du sitzt mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse.

00:01:14: Es ist schön warm Die Sonne scheint die Vögel zwitschern.

00:01:20: Eigentlich ein perfekter Moment!

00:01:22: Die Zeugnisse sind geschrieben.

00:01:24: Jetzt will sechs Wochen lang keiner was von dir Aber in deinem Brustkorb Da zieht sich trotzdem etwas zusammen.

00:01:35: Irgendeine Art von Schwere ist da noch, oder so eine Anspannung im Nacken.

00:01:40: So als könntest du nicht wirklich loslassen!

00:01:44: Du sitzt zwar da auf deiner sonnengefluteten Terrasse neben dir das Buch dass du dir eigentlich schon vor Monaten gekauft hast.

00:01:53: jetzt wär der Zeitpunkt es anzufangen aber in deinem Kopf rattet es bereits die To-do-Listen für den Urlaub, für die Planung des Urlaubs.

00:02:03: Für all die Telefonate und die Treffen, die du im Urlaub machen möchtest.

00:02:09: Und dann gibt es da vielleicht sogar schon Gedanken an das nächste Schuljahr.

00:02:13: mit der Klassenverteilung bist du nicht so ganz zufrieden?

00:02:16: Du sortierst im Kopf schon die Curricula, die Lehrpläne und ja, vielleicht auch schon die erste Einstiegsreihe.

00:02:25: So richtig kommst du nicht rein in diese Sommerferien!

00:02:28: Vielleicht fühlst du dich auch bleiern oder schwer, sodass du einfach nicht zu diesem Buch greifen kannst was da neben dir liegt.

00:02:38: und ja so bereit will ich dich anstrahlt mit seinem Buchcover dass du so gerne kaufen wolltest.

00:02:46: Vielleicht kennst du diesen fiesen Gedanken.

00:02:49: jetzt habe ich schon sechs Wochen frei also sechs wochen.

00:02:53: welcher Arbeitnehmer hat das schon?

00:02:55: dafür werde ich beneidet.

00:02:58: Und jetzt schaffe ich es noch nicht mal, mich zu erholen.

00:03:02: Ich bin einfach nicht belastbar genug!

00:03:06: Heute möchte ich dir erklären warum das jetzt kein Zeichen von Schwäche ist und wir schauen uns an, warum dein Nervensystem den Urlaub häufig als Bedrohung wahrnimmt und warum Ruhe für viele Lehrkräfte paradoxerweise Stress bedeutet?

00:03:26: Wir sprechen über drei große psychologische Fallen.

00:03:30: Bleib also dran.

00:03:32: Bevor wir einsteigen, wenn du merkst dass dieser Zustand auf dich durchaus auch zutrifft und das auch nicht normal der Fall ist sondern eher ein ganz gewohntes Gefühl in den Ferien dann ist es vielleicht diesen Sommer deine Chance dieses Thema anzuschauen Und einmal nachhaltig drauf zu schauen was du daran ändern kannst und möchtest.

00:04:01: Unsere Sommercoaching-Aktion könnte dafür genau die richtige Gelegenheit sein.

00:04:06: Für unsere Starter in unser berufliches Veränderungs- und Klarheitscoaching im Juli und August legen wir einen Begleitmonat kostenfrei drauf.

00:04:17: Normalerweise gibt es eine Begleizeit von sechs Monaten, denn wir möchten nachhaltige Erkenntnisse und Veränderungen begleiten und nicht einfach mal kurz dir ein Snackable-Erkenntnis servieren sondern wir möchten dich zur Selbsthilfe!

00:04:34: begleiten und das geht vor allen Dingen über einen längeren Zeitraum.

00:04:38: Du kriegst sogar noch einen Monat obendrauf, also sieben Monate Begleitzeit für deine Klarheit- und berufliche Veränderung wenn du mit uns im Juli oder August in ein Coaching startest.

00:04:52: Wir begleitet dich dabei diese tiefsitzenden Muster Also dieses ständige funktionieren müssen anzuschauen soweit wie möglich auch aufzulösen.

00:05:03: Und dazu sind wir gewappnet mit einem multiprofessionellen Team, du kennst sicherlich mich als Karrierecoach aktuell auch Master Coach in Ausbildung auf dem Weg zur Supervisorin und ich habe mir Verstärkung in meinem Team an die Seite geholt.

00:05:20: es gibt in meinem team Personen die Expertise haben aus dem Bereich positive Psychologie Psychotherapie aus dem Bereich Lehrkräftegesundheit und Embodiment.

00:05:33: Bei uns bekommst du keine eindimensionale Sichtweise, keine eindeventionale Hilfestellung die deine komplexe Herausforderungen gar nicht wirklich lösen kann sondern es ist unser Interesse dir wirklich eine dreihundertsechzig Grad Umgebung zu bieten in der Du nachhaltig Deine Situation zum Besseren verändern kannst.

00:05:56: So kannst du mit uns deine unterrichtsfreie Zeit schon für einen echten Deep Dive nutzen, damit du nicht nur im Urlaub sondern auch langfristig wieder Luft zum Atmen hast.

00:06:07: Buch dir dafür jetzt dein kostenfreies Erstgespräch über den Link in den Show Notes oder besuche unsere Homepage isabelprobst.de.

00:06:17: Da findest Du ebenfalls die Möglichkeit kostenfreie Erstgespräche mit uns zu buchen, dann kannst du dir erst mal deinen aktuellen Status quo von der Seele reden und mit uns abgleichen.

00:06:28: Wo können wir dich da abholen?

00:06:30: Was ist deine Zielsetzung und wie können wir Dich dabei begleiten?

00:06:36: Lass uns diesen Sommer zum Wendepunkt machen!

00:06:38: Mit der Sommercoaching-Aktion ist das vielleicht genau dein Einstieg jetzt etwas zu verändern.

00:06:46: Lass uns zurückkommen zu unserem Thema, warum du in den Ferien nicht runterkommst.

00:06:53: Das Missverständnis ist ja Ferien bedeuten automatisch Entspannung also Arbeitnehmer.

00:07:00: Deutschland hat ja in den Arbeitsverträgen geregelt wie viele Urlaubstage sie so haben.

00:07:05: der gesetzliche Mindestanspruch für ArbeitnehmerInnen ist übrigens zwanzig Tage im Jahr Also vier Wochen.

00:07:13: Die meisten Arbeitgeber regulieren das nach oben, also häufig sind es achtundzwanzig oder dreißig Tage.

00:07:19: Na ja gut wie dem auch sei!

00:07:21: Du hast aber als Lehrkraft in der Regel zwölf Wochen und dafür wirst du ja gesellschaftlich bitter beschuldigt – als stündet ihr das nicht zu?

00:07:29: Umso größer ist doch der Druck diese Zwölf-Wochen dieses Privileg dann wirklich zu nutzen.

00:07:37: Du weißt, in vielen Ferien hat man dann aber den Schreibtisch voller Korrekturen.

00:07:41: Es ist zwar unterrichtsfreie Zeit, aber eigentlich arbeitest du ja!

00:07:46: Aber in den Sommerferien – da ist wirklich alles vom Tisch, ne?

00:07:50: Da sind die Zeugnisse geschrieben und wenn du jetzt nicht Teil der Schulleitung bist, die vielleicht noch Präsentstage in der Schule haben um schon das nächste Schuljahr vorzuplanen also als ganz normale Lehrkraft, dann hast du ja schon irgendwie sechs Wochen frei.

00:08:04: Klar, in der letzten Ferienwoche da gibt es dann nochmal Konferenzen und dann plant man den Jahresstart.

00:08:11: Aber du hast da doch eigentlich komplett frei!

00:08:15: Wird das nicht schön?

00:08:16: Da wirklich jetzt auf Entspannungsmodus umschalten zu können?

00:08:21: Ja für viele ist das aber trotzdem nicht möglich.

00:08:24: Denn wenn dein Nervensystem im Daueralarmzustand ist und deswegen in den nackten Funktionsmodus rumgeschaltet hat... Dann können Ferien ja ein Vakuum bedeuten.

00:08:37: Ein Vakum von all den Strukturen unter denen du zu einem Alltag leidest, aber es sind Strukturn auf die dein Nervensystem sich jetzt im Notmodus eingeschossen hat.

00:08:48: und in diesem Vakumen da hat dein Nervensystem die Möglichkeit seine wahre Belastung hochzuspülen.

00:08:58: das bedeutet Ferien können Für manche Lehrkräfte sogar stressiger empfunden werden als ohnehin schon der Alltag.

00:09:09: Wir machen mal einen Ausflug in den Alltag vieler Lehrkräften!

00:09:13: Man kontrolliert, man läuft Menschen hinterher.

00:09:16: Man führt Listen, man lebt im Takt des Gongs, im Tkt von Konferenzen Da will ständig jemand was und du musst das alles zusammenhalten.

00:09:27: Dein Lehrerkalender ist da in der Regel das Tool dafür ob du es jetzt digital machst oder analog.

00:09:34: Du kontrollierst alles die Sitzordnung den Stoffverteilungsplan Die Klassen arbeiten Wann liegen sie?

00:09:42: Klasse, wann schreibst du in deinen Leistungskursen?

00:09:45: oder wann schreibt du in deiner dritten Klasse?

00:09:48: Wie ist das mit der vierten... wie konzertierst Du das alles.

00:09:52: Es müssen sechs Klassenarbeiten im Hauptwach geschrieben werden.

00:09:54: You name it!

00:09:57: Dein Nervensystem hat unter Umständen gelernt Kontrolle ist gut.

00:10:02: Nur wenn ich alles unter Kontrolle habe, dann bin ich sicher vor Chaos, vor Überforderungen und auch vor Kritik.

00:10:10: Denn ich hab ja alles durchdacht!

00:10:11: Ich hab hier alles unter kontrolle.

00:10:13: Dann mache ich mich möglichst wenig angreifbar.

00:10:16: Klar kann man Kritik nie vermeiden aber es kommt möglichst wenig, wenn ich alle unter Kontrollen habe.

00:10:22: Ja, im Urlaub bricht diese äußere Kontrolle weg.

00:10:25: Diese Strukturen, die es auch von dir ständig erfordern, Dinge zu kontrollieren, Dinge nachzuhalten, Dinge aufzuschreiben – es gibt keinen Stundenplan!

00:10:33: Es gibt keine Pausenglocke….

00:10:35: Und weil dein System gelernt hat, dass Sicherheit nur durch Kontrolle entsteht, gerät es in Panik, sobald dieser Struktur fehlt.

00:10:46: Dein Nervensystem interpretiert die Freiheit des Urlaubs als Schutzlosigkeit Und deshalb fängst du möglicherweise an, den Urlaub durchzuplanen.

00:10:56: Oder aber dich in Grübeleien zu verlieren – also das Gedankenkarussell steht nie still!

00:11:03: Dein Verstand versucht krampfhaft die Kontrolle zurückzugewinnen um sich wieder sicherzufühlen.

00:11:10: Was auch passieren kann ist Folgendes.

00:11:14: Viele Lehrkräfte sind ehemalige Einserschülerinnen Menschen, die früh gelernt haben.

00:11:21: Funktionieren ist gut, durch funktionieren bekomme ich Anerkennung.

00:11:25: Ich werde geliebt wenn ich funktioniere!

00:11:27: Ich bin wertvoll wenn meine Leistung stimmt und ich bin ja auch jemand der Leistungen bewertet in Schule.

00:11:34: Leistung is was Gutes Und Leute die leisten können wertvoll zur Gesellschaft beitragen.

00:11:42: Ja und im Urlaub da gibt es keine Noten Da gibt es kein Lob vom Schulleiter oder von Kollegen, oder von irgendwem der in der Lage wäre deine Arbeit zu sehen und dich für etwas zu loben.

00:11:56: Also quasi dir förmlich das Leckerlied zu geben hast du brav gemacht, hast du fein gemacht?

00:12:01: Es gibt keine dankbaren Blicke von Schülern die Du mal wieder retten konntest.

00:12:06: In Anführungszeichen Hashtag Hilfe-Syndrom.

00:12:10: Darüber haben wir hier auch schon geredet.

00:12:13: Ja, und wenn dein ganzer Selbstwert an deine Produktivität gekoppelt ist dann ist nichts tun ja kein Genuss.

00:12:22: Dann ist das eine moralische Niederlage!

00:12:25: Woran kannst du denn jetzt deinen Selbstwert hier raufrechterhalten?

00:12:32: Ein Teil von dir.

00:12:34: im Coaching nennen wir es einen inneren Antrieber.

00:12:39: ein Teil von Dir sieht Dich auf dem Sofa liegen und flüstert Streh mich an!

00:12:45: Du bist faul, du verschwendest Zeit.

00:12:48: Du hast dir die Ruhe noch nicht verdient.

00:12:50: Mach noch dies, dies, dann darfst du dich

00:12:54: hinlegen.".

00:12:56: Und dieser Teil, den kennen viele Lehrkräfte – übrigens nicht nur viele Lehrkräfte, den können sehr viele Menschen – der ist häufig früh verwurzelt in der eigenen Kindheit.

00:13:08: Kannst du mal kramen?

00:13:11: Wann hat sich dieser Teil bei dir entwickelt, falls du ihn identifizieren kannst?

00:13:16: Der versucht dich vor etwas zu schützen.

00:13:19: Der will dich gar nicht fertig machen sondern zu dem Zeitpunkt wo er entstanden ist häufig in der frühen Kindheit.

00:13:26: oder manche datieren das so aufs Grundschulalter nicht unbedingt aufgrund des Schulsystemes, häufig aufgrund von bestimmten Elternhausdynamiken und da kann es sein dass Du als Kind die Erfahrung gemacht hast, naja wenn ich was leiste dann ist man stolz auf mich.

00:13:46: Und dieser Teil der hat dich damals geschützt vor Ablehnung deiner Eltern auf die du ja massiv angewiesen warst.

00:13:54: Da könnten wir jetzt tiefer reingehen aber das verdient eine andere Folge.

00:14:00: Dieser Teil hat eigentlich ne gute Intention Denn der hat damals dazu beigetragen, dass es für dich als Kind ein sinnvolles Outcome gab.

00:14:11: Heute ist er auch noch aktiv aber mit unerwünschten Nebenwirkungen.

00:14:16: Eigentlich hatte er eine gute Intention – aber du leidest heute auch drunter!

00:14:21: Dieser Teil versucht Dich zu schützen in dem er Dich immer wieder zur Arbeit antreibt weil er glaubt, daß Du ohne Leistung wertlos und damit angreifbar bist.

00:14:34: Insofern kann Urlaub und die Abwesenheit von Anforderungen dazu beitragen, dass du in so ein Low gerätst, ne?

00:14:45: Dass du in eine Krise gerätzt selbst Zweifel hast.

00:14:49: Ein drittes Muster was dir vielleicht bekannt vorkommt oder was du zumindest nachvollziehen kannst ist das Muster Ruhe vor dem Sturm.

00:15:00: Vielleicht gab es ja mal in deinem Leben oder in deinen ersten Dienstjahren Momente, in denen auf eine ruhige Phase zuverlässig eine Katastrophe folgte.

00:15:14: Ja es fühlt sich ruhig an aber da kocht was!

00:15:17: Da braut sich etwas zusammen und dann kommt's ganz dicke Und ich war nicht gewappnet.

00:15:22: Ein Krisengespräch ein Zusammenbruch ein heftiger Konflikt.

00:15:27: Das ist eine heftige Lernerfahrung.

00:15:29: Jetzt hat man schon mal losgelassen, war ein Moment nicht auf der Hut in Anführungszeichen und dann kam die Keule.

00:15:38: Dein Nervensystem hat möglicherweise so eine Art Phobie vor der Entspannung entwickelt.

00:15:44: Für manche Lehrkräfte ist Stille unheimlich!

00:15:48: Das Nervenystem hat vielleicht gelernt Wenn es ruhig wird passiert gleich was Was Schlimmes.

00:15:57: Du bist wie ein Soldat, der im Schützengraben liegt?

00:16:02: Ja gerade fallen keine Schüsse.

00:16:04: Aber jeden Moment kann es weitergehen!

00:16:08: Der Angriff hört nie auf und möglicherweise hältst du deswegen auch die Spannung im Urlaub künstlich hoch durch Streit mit deinem Partner oder Partnerin – durch exzessiven Sport oder durch sich ständiges Verabreden, ständig es erreichbar sein.

00:16:27: Aktionismus!

00:16:29: Keine Woche einfach mal gar nichts tun sondern Roadtrip.

00:16:33: Extrem Erfahrung was auch immer.

00:16:37: Vielleicht ist das weil dein Körper dem Frieden nicht traut?

00:16:40: Möglicherweise ist eine Erkenntnis wenn du das so hörst dass dein Körper kaputt ist.

00:16:49: Da ist irgendwas, das stimmt nicht.

00:16:50: Da ist was Krankes in meinem Nervensystem.

00:16:54: Jetzt muss ich aber schnell mir wieder einen Termin bei der Therapie machen.

00:16:57: Mein Gott jetzt empfinde mich erst recht als unstimmig und krank!

00:17:02: Lass dir gesagt sein, dein Körper, deinen Nerven-System ist möglicherweise nicht kaputt wenn der Körper oder vielleicht auch deine Psyche sich im Urlaub besonders belastet wird, krank wird oder unruhig bleibt.

00:17:18: Im Gegenteil, dein Körper, deine Psyche ist eigentlich extrem loyal.

00:17:24: Naja und in dieser Loyalität liegt aber leider auch eine unerwünschte Nebenwirkung – loyal weil in ständiger Habachtstellung!

00:17:35: Der Körper, die Psyke möchte dir ja beistehen.

00:17:39: Er hat jahrelang für dich den Alarmzustand aufrechterhalten damit du im System Schule überlebst.

00:17:46: Wenn du jetzt im Urlaub zur Ruhe kommst, sagt dein Körper.

00:17:50: Endlich!

00:17:51: Endlich ist es sicher genug um dir mal zu zeigen wie erschöpft ich wirklich bin.

00:17:58: Die Symptome die du im Urlaubspürst?

00:18:01: Die Lehre, die Infekte... ...die Traurigkeit Das sind keine Fehler im System sondern das ist letztlich Ja.. Die Botschaft die dein Körper dir erst jetzt übermitteln kann der auch erst jetzt übermittelt, weil du nicht mehr im Überlebensmodus funktionierst.

00:18:25: Er zeigt dir nicht dass der Urlaub schlecht für dich ist.

00:18:28: er zeigt dir wie schlecht dein Alltag für dich war.

00:18:33: ja und was machen wir jetzt damit?

00:18:35: Vielleicht erschüttert es dich das zu hören.

00:18:38: vielleicht erkennst Du Dich hier und da wieder und bist gerade drauf um dran Dich abzuschreiben Und gleichzeitig gibt es Wege daraus Und die beginnen mit dem ersten Schritt.

00:18:51: Ich möchte dir hier einen Tipp mit an die Hand geben für einen allerersten hilfreichen Umgang, mit dieser Beobachtung wenn du dich vielleicht gerade erwischt... Ah!

00:19:03: Da ist sie wieder die Anspannung und die Getriebenheit.

00:19:06: Was kannst Du konkret in den Ferien tun schon in diesen Sommerferien um dem ganzen Hilfreich zu begegnen?

00:19:16: Ein Tipp wäre dich nicht dafür fertig zu machen, wenn du das feststellst.

00:19:22: Nicht dagegen zu kämpfen oder im inneren Dialog dahin abzugleiten – Dich ja mit üblen kritischen Stimmen.

00:19:33: Du dumme Kuh, du Blödmann!

00:19:37: Jetzt hast du diesen Urlaub.

00:19:38: Warum kannst du nicht entspannen?

00:19:41: Guck die ganzen Arbeitnehmer an.

00:19:42: Du sitzt hier, kriegst A-III, ne?

00:19:45: Sechs Wochen hast du jetzt Zeit... Das bringt dir gar nichts.

00:19:51: Wenn die innere Unruhe kommt dann nimm sie wahr und vielleicht magst du einen inneren Dialog fühlen der in etwa so klingt.

00:20:02: Hu, ich merke Mein System fühlt sich gerade extrem unsicher.

00:20:08: Ich bin aufgeregt.

00:20:11: Spür da mal auch in deinen Körper rein, also ohne jetzt nur auf Gedanken zu achten.

00:20:17: Spüre mal wo, fühlst du das im Körper?

00:20:20: Diese Unruhe!

00:20:21: Wo sitzt die?

00:20:23: Sitzt ihr in der Brust?

00:20:24: In den Schultern?

00:20:26: Im Nacken?

00:20:28: Im Kiefer?

00:20:30: Geh mal dein Körper durch von oben nach unten – wo ist diese

00:20:33: Anspannung?!

00:20:37: Und dann wäre es sehr wirksam, wenn du dir einen Wenn-Dann-Plan bereitlegst.

00:20:44: Das ist tatsächlich super einfach aber evidenzbasiert erforscht dass dieses Tool ganz nachhaltige Veränderungen bringen kann.

00:20:56: Wenn du nämlich an dir feststellst oder ist innere Unruhe Ich fühle mich gerade gestresst.

00:21:03: Ich merke das in den Schultern, ich merke es im Kiefer!

00:21:06: Es sitzt mir im Nacken.

00:21:08: Dann was?

00:21:11: Leg dir das bitte schon mal zurecht als Strategie.

00:21:15: Wenn du das an dir feststellst dann möchtest du dem wie begegnen.

00:21:22: also nimm diesen Zustand eher als Auslöser für ein hilfreiches Verhalten in dem Moment, wo du es feststellst.

00:21:30: Vielleicht könnte die Feststellung, dass du in diesem Zustand gerade steckst ja nicht eine kritische Stimme auf den Plan rufen sondern eine Stimme voller Selbstmitgefühl.

00:21:44: Puh!

00:21:45: Ich beobachte grade geht es mir so und so, ne?

00:21:50: Gerade geht es mehr Schlecht, ich bin gestresst.

00:21:54: Ich bin angespannt!

00:21:55: Ich fühl mich irgendwie getrieben.

00:21:59: Was tut mir jetzt gerade gut?

00:22:03: Also es geht eher darum in einen fürsorglichen Dialog einzutreten und vielleicht verknüpft du das mit einer ganz konkreten Handlung.

00:22:12: also wenn ich die innere Unruhe an mir feststelle dann sage ich mir folgenden Satz Vielleicht legst du dir ein Satz zu Recht Satz, der einen Dialog mit Selbstmitgefühl einleitet.

00:22:31: Und dann verknüpfe das mit einer hilfreichen Handlung.

00:22:35: Eine bekannte Methode die dir dabei hilft Stress abzubauen Gedanken zu beruhigen ist die fünf vier drei zwei eins Methode.

00:22:44: Vielleicht hast du sie ja schon mal kennengelernt.

00:22:46: Das is ne beliebte Achtsamkeitsübung.

00:22:49: Du gehst dazu deine fünf Sinne durch und benenzt Dinge die diese Sinne gerade wahrnehmen.

00:22:56: Wir starten mit fünf.

00:22:58: Fünf Dinge, die ich sehe.

00:23:01: Suche dir fünf Dinge in deiner unmittelbaren Umgebung, Dann gehst du zum Sinn fühlen, berühren, tasten.

00:23:30: Vier Dinge die ich gerade spüre Zum Beispiel den Boden unter meinen Füßen Meine Kleidung Den Wind Die Haarlocke die mich grade kitzelt.

00:23:45: Drei Dinge die Ich höre.

00:23:48: Nimm drei Geräusche wahr die dich aktuell umgeben Zum Beispiel Verkehrsgeräusche Vogelgezwitscher Das Summen eines Insekts.

00:24:04: Zwei Dinge, die ich rieche.

00:24:07: Ich riech den Asphalt und... ...ich riesche einen Hauch von meinem Deo.

00:24:18: Und dann zuletzt eine Sache, die schmecke.

00:24:22: Ich schmecke den Nachgeschmack vom Kaffee oder meiner Zahnpasta.

00:24:30: Diese Struktur lässt sich wunderbar an aktuelle Situationen anpassen und es ist etwas ganz Konkretes womit du deinen Geist beschäftigen kannst in dieser spontanen Situation.

00:24:43: Also wenn ich an mir diese Anspannung feststelle, dann begegne ich dem zuerst mit einem Gedanken der selbst mit Gefühl ausdrückt.

00:24:56: vielleicht Ich darf angespannt sein, ich darf müde sein ohne Schuldgefühle.

00:25:04: Ich muss heute nicht schleisten um wertvoll zu

00:25:06: sein.".

00:25:07: Was auch immer!

00:25:08: Es darf dein Satz sein mit dem du einen Dialog einleitest der von selbst mit Gefühl geprägt ist und dann kannst Du in diese ganz konkrete Handlung gehen die da Nervensystem reguliert?

00:25:21: Die fünf vier drei zwei Eins Methode, fünf Sinne und dann absteigend.

00:25:29: Ja, gehst du ins Wahr nehmen?

00:25:31: Was sehe ich, was rieche Ich, was taste ich, Was höre ich, das schmecke ich.

00:25:37: Und abschließend kannst Du Dich fragen, was brauche ich jetzt gerade um mich sicher zu fühlen?

00:25:44: Und nicht wie kann ich mich jetzt grade entspannen?

00:25:48: Denn Entspannung scheint ja auch etwas zu sein, was Deinem Körper deinem Geist noch schwer fällt, was vielleicht ja auch mit Bedrohlichkeit einhergeht.

00:25:59: Also suche nicht die Entspannung in dem Moment sondern suche die Sicherheit!

00:26:04: Was brauche ich jetzt gerade um mich sicher zu fühlen?

00:26:08: Vielleicht eine kleine Struktur... ...ne kleine Routine... Ein Telefonat oder...?

00:26:17: Vielleicht macht mich das Ganze darauf aufmerksam dass ich eine Grenze setzen möchte, die grade überschritten wurde.

00:26:27: Echte Erholung beginnt nicht mit dem ersten Ferientag, sondern mit der Entscheidung dich nicht mehr fertig zu machen für deine Erschöpfung.

00:26:38: Heilung bedeutet die Beziehung zu dir selbst so sicherzumachen dass du keine Leistungen und Kontrolle mehr als Schutzschild brauchst.

00:26:48: Und dieses Thema scheint vielleicht ungewöhnlich zu sein für einen Karrierecoaching-Kontext in dem es doch darum wahrscheinlich gehen muss, ja sich über Ziele klar zu werden und dann aber auch erst recht in die Leistung zu gehen.

00:27:05: Und durchzustarten!

00:27:07: Und zu kündigen!

00:27:08: Und sich zu bewerben!

00:27:10: Und dein bestes selbst zu werden!

00:27:13: Und sowas... Das gehört aber sehr wohl in ein Coaching das nachhaltig für dich ist und das genau die richtigen Veränderungen einleitet, damit du andere Veränderung warnen kannst.

00:27:31: Unser Verständnis einer Begleitung in eine nachhaltige Veränderungs- umfasst auch diese Art von Begleitungen.

00:27:39: Und dazu haben wir unser multiprofessionelles Team aufgebaut, denn ja es geht auch um Nervensystemregulation.

00:27:49: Es geht Wohlbefinden, Achtsamkeit.

00:27:52: Es geht um Warnsysteme die kennen zu lernen und ihnen anders zu begegnen.

00:27:59: es geht um Selbstannahme sich nicht fertigzumachen zu verstehen.

00:28:06: Was sind die Muster meines Körpers meiner Psyche?

00:28:09: Und warum wollen sie mir eigentlich helfen aber mit unerwünschten Nebenwirkungen.

00:28:15: und wie kann ich Anders Verantwortung für mich übernehmen?

00:28:20: Und in der Verlängerung kann das bedeuten, dass du in deinem Berufsleben etwas veränderst.

00:28:27: Für diese ganzheitliche Reise bieten wir dir die Strukturen und wenn du merkst, dass diese Muster, diese Verwechslung von Kontrolle und Sicherheit oder die Angst vor der Ruhe dich fest im Griff haben dann ist für dich möglicherweise jetzt der Zeitpunkt unsere Sommercoaching-Aktion zu nutzen.

00:28:49: Im Coaching arbeiten wir genau an diesem Themen.

00:28:52: Wir schauen uns innere Anteile an, wir schauen uns Glaubenssätze an die dich am Loslassen hindern und bauen eine neue innere Sicherheit auf, die nicht von deinem Stundenplan abhängt.

00:29:05: Buch dir gerne deinen kostenfreies Erstgespräch.

00:29:08: den Link dazu findest du in den Show Notes oder auf unserer Homepage isabelprobst.de.

00:29:15: ja und dann hört ihr an Wie wir dich dabei begleiten können, dass du selber die Weichen für ein anderes besseres berufliches Erleben stellst.

00:29:29: An dieser Stelle sag ich bis zum nächsten Mal!

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