#204 Was deine Emotionen als Lehrkraft über verborgene Bedürfnisse verraten
Shownotes
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Viele Lehrkräfte funktionieren im Autopilot. Der Montagmorgen kommt mit bleierner Schwere, der Sonntagabend mit einer diffusen Traurigkeit, dazwischen liegt eine Wut, die man sich nicht erlaubt. Und über allem die Scham, in einem sicheren Beruf überhaupt unzufrieden zu sein.
Isabell ist seit elf Jahren aus der Schule ausgestiegen und steht in den Sommerferien unerwartet auf ihrem alten Schulhof. Was sie dort empfindet, passt nicht zu einer Entscheidung, mit der sie vollständig im Frieden ist. Aus diesem Widerspruch entwickelt sie eine These, die entlastet: Gefühle sind keine Urteile über Entscheidungen, sondern Hinweise auf etwas anderes. Worauf genau, und weshalb dabei selbst Burnout in einem ungewohnten Licht erscheint, entfaltet sie entlang der Grundemotionen nach Paul Ekman.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Live auf der Lehramt.
00:00:03: Und es gibt immer wieder Lehrkräfte, die sagen du diese eine oder andere Sache, die du mir davor geschlagen hast oder die wir da gemacht haben.
00:00:10: ich hatte innerlich erst mal echt so einen Widerstreben weil ich dachte was soll denn der Scheiß jetzt?
00:00:15: und dann dachte ich so ja okay lass dich drauf ein Monika Du hast ja Geld dafür bezahlt ne?
00:00:24: Komplett überwältigt, weil mir in dieser Situation so die Tränen kamen.
00:00:29: Ich wusste gar nicht wo kommt das her!
00:00:34: Live after Lehramt der Coaching Podcast mit Impulsen für mehr Lebensqualität durch deinen beruflichen Kurswechsel innerhalb, neben oder außerhalb der Schule.
00:00:45: Finde und gestalte den Berufsweg, der zu dir passt.
00:00:58: Hallo ihr Lieben ich möchte ja Eingangs davon berichten dass ich in den letzten Wochen nochmal Intensiv in Kontakt mit meinem alten Leben als Lehrkraft gekommen bin, beziehungsweise nicht direkt damit aber mit Emotionen die sich darauf beziehen.
00:01:19: Ein Anlass war dass es mich in das Stadtviertel getrieben hat indem meine alte Schule steht.
00:01:26: ich hatte da was zu tun da hatte ein Termin.
00:01:29: immer wenn ich durch dieses Stadtvirtelfahre oder Aus irgendwelchen Gründen bin, habe ich sehr gemischte Gefühle und fahre an diesem Schulgebäude vorbei und denke so... Also das ist das Gefühl.
00:01:45: Heute sprechen wir auch über Gefühlen.
00:01:47: Das ist ein bisschen mein Aufhänger für die heutige Folge Und dieses Gefühl, dass es nicht rein negativ, das ist auch positiv Es ist irgendwie so... Und vielleicht kennst du das?
00:02:02: Nun, ich war da an dieser Straße und habe mich noch mal so umgeschaut.
00:02:06: Und hab mich transportiert gefühlt in mein altes Leben, in meinem Alltag als Lehrkraft.
00:02:12: Ich war länger nicht an dieser Strasse... Einigermaßen befahrene Geschäftsstraße an der diese Schule liegt.
00:02:20: und ich habe erst mal festgestellt, wow!
00:02:22: Hier hat sich aber einiges getan.
00:02:24: Das ist ja ein richtig hippes Viertel geworden.
00:02:27: also früher war da eine Drogerie und einen Supermarkt und eine Metzgerei und eine Wäscherei in so einem Kram.
00:02:36: Und jetzt sind da ganz viele hippe Cafés Frozen Yogurt Shops, Antiquariat Buchhandlungen wo du aber alle Arten von Barista Café auch in super hippen Ambiente trinken kannst.
00:02:52: und ich dachte so, wenn ich das damals schon vor der Tür gehabt hätte wäre es schon auch nice gewesen.
00:03:00: Und dann bin ich diese Straße langgegangen und habe so auf das Gebäude meiner Schule geguckt.
00:03:09: Ich bieg jetzt mal ab und gehe mal auf den Schulhof, denn nun die Einfahrt war offen.
00:03:15: Kann man betreten öffentliches Gelände?
00:03:17: Ich muss dazu sagen es waren Sommerferien!
00:03:19: Ich wäre da niemals drauf gegangen, wer jetzt nicht Sommerferin gewesen hatte also zu erwarten.
00:03:25: Da treffe ich einen leeren Schulhof an und so war's dann auch.
00:03:29: Hab festgestellt oder steht ja jetzt alles irgendwie so?
00:03:31: Container Gott dann unterrichten die jetzt teilweise in Containern.
00:03:36: Hatt ich schon von gehört, von der Kollegin?
00:03:40: Hab mir das so angeguckt!
00:03:42: Es war ein sonniger Sommer-Nachmittag... Und ich hatte schon so ein bisschen das Gefühl, was verboten ist zu tun.
00:03:50: Ich habe mich echt so umgeguckt, so scheiße!
00:03:52: Hoffentlich läuft hier jetzt kein Kollege lang und tatsächlich lief da einer lang... Da dachte ich dann kurz, ach dass ist doch der XY und bin hinter eine Säule gesprungen.
00:04:02: Ich wollte nämlich nicht entdeckt werden.
00:04:05: Und dann bin ich so weitergeschlendert.
00:04:07: und dann geht man ja an weiterführenden Schulen immer an diesen Abitafeln vorbei.
00:04:12: Ich weiß nicht, ob das an deiner Schule vielleicht auch so ist wenn du auf einer weiterföhrenden Unterricht bist die Abi-Jagänge die verewigen sich da ja ne?
00:04:20: Dann siehst du teilweise was haben die da gemacht?
00:04:23: irgendwelche Graffitis hinterlassen oder... Was auch immer.
00:04:27: und da gibt es dann teilweise Tafeln, wo du die Namen der einzelnen Schülerinnen und Schüler lesen kannst.
00:04:33: Und dann bin ich so entlang gegangen an diesen Abi-Jahrgängen und habe dann den Jahrgang entdeckt, der ja meine Klasse war als ich ihre Klassenlehrerin war in der Unterstufe und hab dann einige Namen entdeck aus dieser Klasse.
00:04:52: Ja, fallen mir Geschichten dazu ein.
00:04:54: Wie ich dann in schwierigen Elterngesprächen saß und ich weiß auch von Kolleginnen und Kollegen teilweise wie sich das weiterentwickelt hat mit diesen Schülerinnen und Schülern.
00:05:04: Und dann gehe ich zum nächsten Abi-Jahrgang der ein Jahr später Abi gemacht hat und sehe ach da sind ja auch welche aus meiner Klasse die haben wohl eine Ehrenrunde gedreht.
00:05:13: Ach ja ne?
00:05:14: Man denkt sich wieder so voll rein Das ist bei mir jetzt elf Jahre her dass ich raus bin.
00:05:19: Dementsprechend gibt es keinen Schüler auf dieser Schule mehr, der mich erlebt hat als Lehrkraft.
00:05:24: Sondern die haben halt alle schon Abi oder sind sonst wie abgegangen von dieser Schule und mich hat da so wirklich DW-Mut gepackt in diesem Moment auf dem Schulhof.
00:05:37: Und dann bin ich noch mal in Kontakt gekommen mit so intensiven Gefühlen von Trauer muss ich sagen Und bin dem nachgegangen, was heißt das denn jetzt gerade?
00:05:49: Dass ich traurig bin.
00:05:50: Heißt dass ich habe etwas falsch gemacht und die Antwort war sofort nein!
00:05:55: Oh Gott!
00:05:56: Gott sei Dank bin ich nicht mehr Teil dessen aber ein Teil von mir... Ein Teil von Mir der ist schon auch traurisch weil Ich nicht mehr dazu gehöre.
00:06:08: Ja da sind jetzt noch ganz viele Kolleginnen und Kollegen im Collegium Die ich noch kennengelernt habe Und auch viele, viele neue.
00:06:17: Auch viele um die es mir jetzt gar nicht schade ist dass ich sie hinter mir gelassen habe aber viele auch wo ich denke ja scheiße!
00:06:23: Ich bin jetzt nicht mehr Teil dessen und diese Schülerinnen und Schüler die hab' ich jetzt nicht da erwachsen werden sehen... ...und auch wenn ich natürlich hundertzwanzig prozentig fein bin mit dieser Entscheidung das Schulsystem zu verlassen gibt es natürlich auch in mir einen Teil, der da traurig ist.
00:06:45: Demnach trauert und das musste ich erst mal für mich sortieren was ich da eigentlich betraue.
00:06:52: Und dann lasse ich dich heute vielleicht auch so ein bisschen dran teilhaben.
00:06:55: Das ganze hat zwei Akte.
00:06:57: also Ich war zum einen an meiner alten Schule bin dann natürlich wieder weitergegangen und dann habe ich das erst mal beiseite geschoben, diese Erinnerung.
00:07:07: Und dann so im Laufe der Wochen danach hab' ich jetzt nochmal angefangen hier mein Homeoffice-Büro ein bisschen zu entschlacken.
00:07:15: und was hier ja immer noch steht oder stand bis vor zwei Wochen waren elf Leitzordner mit Kopiervorlagen und Klarsichtfolien also elf volle Leitzordner, du weißt wie schwer die sind wenn sie voll sind und die konnte ich bisher nicht wegschmeißen.
00:07:38: Ich weiß...ich bin die Coaching die hier sowas begleitet aber auch ich habe Leichen im Keller beziehungsweise Leitz Ordner und die hab' ich nicht im Keller sondern die hatte ich hier halt noch im Büro stehen und hatte teilweise schon angefangen, mich dem zu nähern sie zu entsorgen.
00:07:54: aber ich habe es irgendwie nicht gebacken gekriegt.
00:07:57: Denn wenn ich die aufschlage dann sehe ich sofort die Kopiervorlagen von bestimmten Stunden entwürfen wo ich mich natürlich genau an diese stunden erinnern kann und davon halt nicht nach Hand voll sondern im Grunde mein gesamtes Övre also Mein Övre aus knapp acht Jahren Lehrerin sein und du bist ja vielleicht auch schon viel länger Lehrkraft.
00:08:23: Oh mein Gott, was ist wohl dein Övre?
00:08:25: Aber bei mir war das ja noch in einer Zeit die wahr größtenteils dann doch analog.
00:08:31: da lief alles über Kopiervorlagen und über Klarsichtfolien.
00:08:35: unsere Räume hatten keine Bima Ausstattung sondern halt OHPs Obwohl ich zweitausendfünfzehn gegangen bin, ne?
00:08:43: Andere Schulen hatten da schon Bima-Ausstattungen.
00:08:45: Jetzt hat meine Schule auch Smartboards!
00:08:47: So... Ich war immer die, die den Laptop und den Taschenbimer mitgeschleppt hat.
00:08:52: Na ja, wie dem auch sei.
00:08:54: Ich habe unglaublich viel analoges Material gehabt.
00:08:58: Und dann alle Jahrgänge du kennst es von Englisch fünf bis Englische drei Zehnen.
00:09:04: Wir hatten hinterher dann ja G acht Dann wars halt gut zwei.
00:09:07: Aber alles Geschichte, Geschichte Bealingual, Politikfachfremd, Klassenleitungsmaterial, Teambuilding, Kram... Ja.
00:09:19: You name it!
00:09:20: Du kennst das?
00:09:22: Und das war also gut gereift wie ein guter Wein und ich habe mich dem jetzt gewidmet und hab es einfach in einem Gewaltakt muss ich fast sagen entsorgt weil ich wusste wenn ich mir das jetzt einzeln nochmal angucke Es bringt gar nichts.
00:09:40: Ich will auch davon nichts behalten, ich schmeiß es jetzt weg!
00:09:43: Mein deutsches Mülltrennungsherz hat dann doch noch irgendwie so ambitioniert mich gestoppt dass ich dann angefangen habe das Papier aus den Folien zu holen sodass sich die Folien separat mit Plastik entsorgen konnte und das Papiere mit dem Papiermüll.
00:10:02: eine kleine böse Seite von mir mir vorgeschlagen, den ganzen Kram einfach in die Restmülltonne zu schmeißen.
00:10:08: Aber da habe mich dann die Nachhaltigkeit irgendwie gestorbt!
00:10:14: So und ich habe diese elf Leitzordner auseinandersortiert und Papier von Plastik getrennt und nochmal durchlebt aber möglichst schnell das wegsortiert ja... Das ist mein Övre.
00:10:28: Und dann hab' ich auch noch mal einiges an Schulbüchern, die hier auch noch stehen hatte weggebracht und einige habe ich aber auch behalten, denn ich hab ja ne neunjährige Tochter.
00:10:40: So die lernt jetzt gerade Englisch und ein paar Sachen sind hier auch ganz gut so.
00:10:45: mich mir also schön geredet ein Paar Dinge noch zu behalten wo man so ganz gut Grammatikübungen der fünf bis sieben Pauken mit kann.
00:10:54: Wer weiß wann ich als Nachhilfelehrerin gefragt bin?
00:10:57: Aber das hat mich echt nochmal in Kontakt gebracht mit diesem Schmerz Ja, mit dieser Trauer und hat mich darüber nachdenken lassen.
00:11:09: was sagt mir das denn jetzt?
00:11:11: Dass ich traurig bin.
00:11:13: Denn das begleite ich natürlich ganz viel in Coachings dass Personen sehr ambivalent sind.
00:11:20: mal hatten sie einen guten Schultag dann hatten sie streckenweise wieder sehr schlechte Schultage.
00:11:26: aber wenn man dann doch wieder gute Schultagen hat Dann ist man ja so aus der Bahn geworfen.
00:11:31: Oh mein Gott, ich dachte meine Entscheidung hätte gestanden und ich will doch eigentlich was anderes.
00:11:37: Ich will mich auch weiterentwickeln aber jetzt war es ja doch wieder ganz gut.
00:11:42: Das macht mir jetzt Angst das macht mich traurig.
00:11:49: Ich schäme mich meinen kollegium mit dem stich zu lassen und sowas.
00:11:54: Und darum dachte ich wir schauen heute in dieser podcast folge mal auf Emotionen und was du mit denen eigentlich machen kannst, Konstruktives.
00:12:04: Denn wir lassen uns ja gerne mal von Emotionen einfach verunsichern!
00:12:10: Das wäre jetzt mein Beispiel.
00:12:11: ne?
00:12:12: Da kam jetzt Trauer.
00:12:13: heißt das ich habe mich falsch entschieden?
00:12:17: So und heute möchte ich dir aus Coachingsicht da mal etwas zu anbieten was kannst du denn machen wenn Du heftige Emotion wahrnimmst?
00:12:28: Und da schonmal vorweg Keine Emotion ist falsch.
00:12:33: Jede Emotion hat ihre Berechtigung und die Frage ist, was kannst du aus diesen Emotionen ableiten?
00:12:42: Was konstruktiv ist und was dich wieder in die Gestaltungsposition bringt?
00:12:47: Ich nehme an, du kennst das auch.
00:12:49: diese Momente, in denen Emotion hochkochen im Alltag vielleicht es Bleierne Müdigkeit am Montagmorgen.
00:12:58: Die fühlt sich an wie eine Bleiweste und eigentlich ist es nicht Müdigkeiten, stellst du fest, sondern es ist Angst Es ist Überforderung.
00:13:07: Du willst da nicht hin?
00:13:08: Vielleicht ist es aber auch ne Wut die in dir hoch steigt wenn du im Klassenraum stehst zum dritten Mal dieselbe Arbeitsanweisungen wiederholen musst.
00:13:18: Ja und vielleicht ist das aber auch ja so eine diffuse Traurigkeit am Sonntagabend Wenn du merkst Schon wieder ist das Wochenende vorbei.
00:13:28: Schon wieder fühlst du dich nicht wirklich erholt, gleichzeitig hattest du auch nicht wirklich Zeit für deine Kinder.
00:13:35: Du hast aber auch nicht das Gefühl gut vorbereitet zu sein und irgendwie ist es diese Trauer dass du in deinem Leben anscheinend es nicht verändert kriegst.
00:13:48: Und dann kommt oft noch was ganz anderes dazu und das ist Scham.
00:13:52: Scham, weil wir vielleicht denken, wir müssten doch dankbar sein für diesen sicheren Job!
00:13:58: Scham... Weil man sich fragt bin ich etwa nicht belastbar genug?
00:14:02: Das schaffen wir doch andere offensichtlich besser als ich.
00:14:05: Scham, weil du vielleicht sogar darüber nachdenkst den Beruf zu verlassen.
00:14:10: Für den du jahrelang studiert hast und dann den KollegInnen ins Gesicht zu gucken die dann deine Last mitschultern müssen.
00:14:19: vermeintlich Ja.
00:14:21: und wenn du diese Gefühle kennst dann kann ich dir schon mal sagen Kenne ich auch?
00:14:27: Kennen auch ganz viele meiner Coaches Und nichts daran ist falsch.
00:14:31: kein Gefühl ist falsch.
00:14:34: gefühle sind nicht Dein Feind.
00:14:37: Vielleicht erkennst du das gerade wieder, dass man das ja auch Kindern sagt.
00:14:40: Jedes Gefühl darf sein!
00:14:43: Die Frage ist, welche Handlung kommt darauf?
00:14:46: Ist ja auch manchmal Kinder die Wut äußern durch ... Ja... Körperlichkeit Das zugrunde liegende Gefühl, das darf ja sein Aber Schlagen darf eben nicht sein.
00:14:59: Gefühle sind kein Zeichen von Schwäche.
00:15:03: Nimm es vielleicht so Gefühle sind Boten.
00:15:07: Gefühlen sind wie ein internes Navigationssystem, das dir sagen will hey da stimmt was nicht.
00:15:15: hier fehlt etwas.
00:15:16: hier gibt es einen Bedürfnis.
00:15:19: bitte erfülle dieses Bedürfeness und in dieser Folge schauen wir uns gemeinsam an was unsere Emotionen als Lehrkraft uns da sagen wollen können und wie wir lernen diese Botschaften zu entschlüsseln herauszufinden, welche Bedürfnisse dahinter stecken und ganz praktisch wie wir Schritt für Schritt vorgehen können um diese bedürfnisse zu erfüllen.
00:15:43: Denn das wäre ja ganz gut, ne?
00:15:45: Du willst ja nicht dauerhaft in Angst sein, dauerhaft in Wut.
00:15:49: angenommen Das Gefühl wäre ein Botschafter Dann gibt dir das vielleicht Mittel an die Hand etwas dagegen zu tun dass dieses gefühl ständig kommt.
00:16:01: Okay, also machst dir bequem.
00:16:03: Vielleicht bist du gerade unterwegs mit Stöpseln in den Ohren.
00:16:08: Hörst diesen Podcast?
00:16:09: Vielleicht sitzt du grade im Auto... vielleicht bist du grad auf dem Sofa.
00:16:14: Mach's dir bequeben und dann tauchen wir ein in die Welt der Emotionen!
00:16:18: Und natürlich nicht nur die Emotion als Lehrkraft sondern die Emotion überhaupt.
00:16:22: aber unser Auffänger ist jetzt halt der Alltag als Lehrkraft.
00:16:28: Lass mich mal mit der Metapher starten, das Gefühl ist ein Bote.
00:16:33: Noch genauer stell dir vor deine Gefühle sind wie Kontrollleuchten im Auto Wenn du Auto fährst und die Tankanzeige aufleuchtet dann würdest Du ja auch nicht denken ah man er diese Scheißkarre immer macht die Probleme.
00:16:51: Nee du verstehst natürlich oh Das ist eine Information!
00:16:55: Der tank ist leer.
00:16:56: Ich fahre mal besser die nächste Tankstelle an.
00:17:00: Und genauso funktionieren unsere Gefühle.
00:17:04: Gefühlen sind Informationsträger und die zeigen uns an, hier ist ein Bedürfnis das gerade nicht erfüllt ist.
00:17:12: oder im Fall von Freude – Hier ist gerade ein Bedirfnis erfüllt!
00:17:17: Bingo!
00:17:18: Merkt ihr das?
00:17:19: Mehr davon!
00:17:20: Ja und im Schulalltag haben wir halt oft verlernt auf diese Signale zu hören, weil wir ja ganz viel im Autopilot unterwegs sind.
00:17:29: Und Erfahrung aus vielen Jahren Coaching häufig kann man seine Gefühle gar nicht so klar benennen.
00:17:38: also ich arbeite häufig mit Personen an Situationen wo ich frage Was löst das in dir aus?
00:17:46: Welches Gefühl kommt da hoch?
00:17:48: oder welches Gefühl hattest du in der Situation?
00:17:51: und es fällt gar nicht so leicht, dieses Gefühl zu identifizieren.
00:17:57: Denn ja wir sind so... Ja in diesem Film, in diesem Wahrnehmungsfilm Wir funktionieren, wir machen weiter Und wir denken durchziehen-durchziehen-Durchziehen Und irgendwann werden die Signale vielleicht so laut dass wir sie nicht mehr ignorieren können Aber dem Gefühl einen Namen geben.
00:18:14: so viel Zeit nimmt man sicher im Alltag gar nicht, weil man es vielleicht auch gar nicht so für relevant hält.
00:18:21: Und an dieser Stelle möchte ich die fünf Grundemotionen einführen – die kennst du natürlich!
00:18:28: Aber vielleicht ist dir nicht klar, dass es fünf an der Zahl sind, die Grundemotionen sind.
00:18:32: und dann gibt's natürlich ganz viele Emotionen, die Schattierungen dieser fünf GrundEmotionen.
00:18:40: Hört hier der ein oder andere Disney-Fan mit und hat den Pixar-Film geschaut.
00:18:46: Alles steht Kopf!
00:18:48: Das ist der Film, wo wir einen Kind in seinem Kopf beim Aufwachsen begleiten und in seinem Kopf es eine Schaltzentrale und da wohnen fünf lustige Gesellen nämlich die Fünf Grundemotionen in verschiedenen Farben.
00:19:04: Und hey dieser Film überhaupt nicht schlecht.
00:19:09: Im Gegenteil, schau dir den gerne mal an.
00:19:12: es gibt einen ersten und zweiten Teil.
00:19:14: ich kriege hier übrigens jetzt keine Provie.
00:19:16: wäre schön wenn ich von Disney jetzt Provision bekomme oder von Streamingdiensten in dem ich auf diesen Filmhinweise... Nee!
00:19:25: Vielleicht tauchst du ihn dir an vielleicht kennst du ihm.
00:19:28: alles steht Kopf.
00:19:30: im zweiten teil kommen sogar noch einige dazu.
00:19:32: da kommt nämlich die Bobertät Spoiler.
00:19:36: Aber auf genau diese Emotionen möchte ich mich heute beziehen.
00:19:39: Vielleicht ist das ja deinen Anlass, diesen Film nochmal zu schauen?
00:19:42: Lass uns also mal diese fünf Grundemotionen durchgehen und schauen was sie dir als Lehrkraft vielleicht in deinem Alltag sagen können!
00:19:49: Die erste habe ich schon benannt nämlich die Freude.
00:19:53: Freude ist die Emotion, die uns zeigt Bingo hier läuft es richtig Hier sind deine Bedürfnisse erfüllt.
00:20:01: Vielleicht kennst du ja diese Momente.
00:20:04: Eine Schülerin oder ein Schüler kommt nach der Stunde zu dir und sagt, jetzt habe ich es endlich gerafft!
00:20:11: Also ich hoffe, du kennst die Momente!
00:20:13: Du kennst bestimmt freutvolle Momente im Alltag ne?
00:20:16: Oder du hast eine Unterrichtsstunde gehalten und du warst einfach im Flow.
00:20:21: Da haben wir uns mal alle mitgemacht Und du hast gespürt, ohja it's magic.
00:20:26: Genau dafür mache ich das.
00:20:28: Das ist ja mal gelaufen schön.
00:20:31: Und in diesem Moment sind Bedürfnisse erfüllt, wie zum Beispiel Selbstwirksamkeit.
00:20:38: Also ich bewirke was Verbundenheit.
00:20:43: Ich erreiche dies jungen Menschen Sinn.
00:20:47: Meine Arbeit ist bedeutsam Vielleicht auch Kreativität oder Autonomie.
00:20:54: also Freude ist ein Kompass für das was gut läuft, die zeigt dir mehr davon.
00:20:59: Das ist deine Richtung!
00:21:01: Wir sind ja häufig defizitorientiert unterwegs im Alltag – ich kenne das auch um Coaching – alle Coaches können mir sagen, was sie nicht mehr wollen.
00:21:10: Okay... Ja….
00:21:12: Ich kann dir auch sagen, weil ich nicht mehr sehe, das ist ganz normal, ne?
00:21:16: Unser Gehirn hat eine Negativitätstendenz, das is evolutionär so.
00:21:21: Das heißt wir filtern auf Gefahren hin und wir rechnen hoch, auf Wahrscheinlichkeiten wo etwas Schlimmes passieren könnte.
00:21:31: Also unser Hirn ist evolutionär sinnvoll, auf Negatives geprimed.
00:21:36: Darum können mir alle sagen was Scheiße in Schule ist und was sie nicht mehr wollen.
00:21:42: Im Coaching denken wir häufig anders, weil wenn du nur über die Scheiße redest bringt dich das nicht voran.
00:21:48: Das zeigt dir ja keine Lösung!
00:21:50: Wir sind dann immer mit der Lupe unterwegs wo was gut läuft oder wo was schon mal funktioniert hat.
00:21:56: und lass also auch zum Beispiel Freude und Flow-Erlebnisse mal dein Kompass sein, weil die zeigen dir ja die Ausnahmen, wo es mal gut war wo es mal funktioniert hat.
00:22:08: und da kannst du ja auch dich fragen, woran hat's denn da jetzt mal gelegen?
00:22:12: Dass das gut war.
00:22:14: Und dann guck ich mal wie krieg ich das hergestellt dass mehr davon kommt.
00:22:19: So kleiner Game Changer am Rande!
00:22:21: Das ist die Freude.
00:22:23: Emotion zwei Die Trauer.
00:22:26: Trauer isst ein Bedürfnis Anzeiger der uns anzeigt, dass wir etwas verloren haben oder vermissen.
00:22:34: Entweder war es mal da oder es war nie da.
00:22:38: Und als Lehrkraft kann das ganz unterschiedlich aussehen, vielleicht trauerst du um die Idealvorstellung, die du vom Lehrberuf hattest?
00:22:48: Vielleicht trauerste um die Energie, die Du früher hattet?
00:22:54: Vielleicht Trauerst Du um dass ich, dass Du mal warst und dass Da im übrigen ja noch irgendwo ist aber das Momentan nicht genährt wird.
00:23:05: Vielleicht war dann ich, was viel mutiger war, viel spritziger, neugieriger... Ja vielleicht trauerst du um die Zeit, die du gerne mit deiner Familie oder deinen Hobbys verbringen würdest?
00:23:18: Oder um die Kollegin, die gegangen ist?
00:23:22: Um die Schulkultur, die sich verändert hat!
00:23:25: Um die in Anführungszeichen guten alten Zeiten, als die Familien noch heile waren und die Schüler noch lernen wollten.
00:23:36: In Anführungszeichen.
00:23:38: Weiß ich nicht wenn du schon zwanzig-fünfundzwanzig Jahre Lehrkraft bist?
00:23:42: Ich will das nicht lächerlich machen.
00:23:43: da hat sich natürlich viel verändert Und man leigt ja auch zur Romantisierung.
00:23:49: Aber vielleicht trauerst du um etwas was früher wirklich auch anders war in deinem Lehrkräftealltag.
00:23:56: Die Bedürfnisse hinter Trauer sind oft Verbundenheit, Kontinuität, Sicherheit aber auch das Bedürftnis nach Würdigung, Wertschätzung und dass das was war gesehen und anerkannt wird.
00:24:15: Und das ist dann auch mein Erlebnis auf dem Schulhof diese Sommerferien.
00:24:19: Das ist schon ja die Verbundenkeit mit den Kollegen mit denen ich eng war.
00:24:25: Mit vielen war ich ja auch einfach überhaupt nicht eng und wollte es nie sein.
00:24:30: Ja, der Verlust von Kontinuität und dann aber auch ... Der Verlucht von Sicherheit natürlich heute für ein selbstständigen Leben.
00:24:42: Ich fühle mich aber ja nicht komplett unsicher.
00:24:44: darüber habe ich auch schon viele Worte verloren hier im Podcast.
00:24:48: Da ist was weg Und da ist auch etwas nie da gewesen nämlich dass Ja, mich komplett als Lehrkraft da heimisch fühlen.
00:24:59: Mich zu dieser Schule für immer zugehörig fühlen und damit auch komplett fein sein... ja es hat nicht sollen sein!
00:25:08: Ist das jetzt ein Zeichen dafür dass ich's unbedingt wieder herstellen muss?
00:25:12: Dass sich wieder Lehrerinnen werden muss?
00:25:15: Nein.
00:25:16: Aber da ist das Bedürfnis nach Würdigung und Wertschätzung dieser Zeit.
00:25:24: Ich habe das natürlich schon viel verarbeitet, aber in den Momenten kommt es auch bei mir wieder auf und das wird es lebenslang.
00:25:30: Und das ist auch in Ordnung!
00:25:33: Trauer braucht Raum.
00:25:35: Trauer will und darf nicht weggedrückt werden.
00:25:39: Die Will gefühlt werden – und nur dann können wir loslassen und weitergehen.
00:25:47: Das heißt wenn ich mit Coaches über ihren Prozess Spreche und wir arbeiten daran, dann kommt oft ganz viel Trauer.
00:25:59: Und diese Trauer die braucht da sein, die braucht gesehen werden und es braucht eine Wertschätzung von all dem was gut war!
00:26:08: Und was auch gut bleibt?
00:26:11: Und aus gutem Grund gab es ganz viele Anlässe Lehrkraft zu bleiben – und gleichzeitig ist es aber vielleicht nicht mehr das, was man will in seinem Leben Trauer braucht, dass das Raum bekommt und man anerkennt, es gab gute Zeiten.
00:26:29: Ich war nicht komplett bescheuert Lehrkraft zu werden.
00:26:32: Da war schon viel auch stimmig!
00:26:36: Und das muss gesehen werden, gewährt Schätzt sein.
00:26:39: Darum sprechen wir manchmal im Coaching über Rituale Abschiedsrituale, um diese Trauer zu würdigen und ihr Raum zu geben.
00:26:49: Und das kann ganz unterschiedlich aussehen, das kann bedeuten dass man sein Material entsorgt.
00:26:58: Diese Gestalt habe ich geschlossen.
00:27:01: was das bedeutet da komme ich gleich noch drauf zu sprechen.
00:27:04: es kommt aus der Gestalttherapie diese Vorstellung.
00:27:07: Das kann bedeutend dass man sich nochmal mit seinen engsten kollegInnen trifft gemeinsam Kaffee zu trinken oder das gemeinsam zu begießen.
00:27:18: Bei einem Sektchen, vielleicht fährt man auch noch mal gemeinsam weg irgendwie mit seiner besten Kollegin auf dem Wellness-Wochenende... Oder man schreibt und schreibt sich das von der Seele ein Journal.
00:27:32: Keine Ahnung!
00:27:33: Vielleicht schreibst du auch einen Brief an deinem Kollegium den Du in Abwesenheit oder in Anwesenheid Verließt, vielleicht suchst du diesen Ort nochmal auf.
00:27:44: Deine Schule... Vielleicht äußerst du an diesem Ort noch mal etwas laut?
00:27:50: Wo du diese Trauer und vielleicht auch Wut loswürst im lauten Verlesen eines Briefes um dem wirklich Energie zu geben.
00:28:01: Du kannst nicht innerlich etwas abhaken durch eine Entscheidung.
00:28:05: Ja, ich bin raus aus der Schule, haken dran, Trauer abgehakt!
00:28:11: Das braucht mehr Raum, mehr Druck dahinter, mehr Energie.
00:28:16: Eine größere Handlung eine bedeutsame Handlung vielleicht auch eine Verzeugung wo andere Leute dabei sind und teilhaben dass da jetzt was abgeschlossen ist.
00:28:26: Und in der Gestalttherapie nennt man das eine Gestaltsschließung.
00:28:31: Man spricht davon einer offenen Gestalt, also einem Prozess der noch nicht abgeschlossen ist und einer geschlossenen Gestaltung wenn etwas emotional und faktisch auch wirklich abgeschlossen isst.
00:28:44: Und zu einer Gestaltsschließung da braucht es mehr als einen Haken dranzumachen.
00:28:50: Da braucht's vielleicht ja... Ein Gespräch mit den Leuten, die daran beteiligt waren.
00:28:57: Ein klärendes Gespräch.
00:28:58: Ein emotionales Aufräumen.
00:29:01: Einen nochmal Aufsuchen eines Ortes.
00:29:04: Ein Verabschieden eines Gegenstandes.
00:29:07: Vielleicht indem du ihn verbrennst, begrebst oder im Wasser untergehen lässt – Seebestattung was auch immer!
00:29:17: Das braucht solche symbolischen Handlungen.
00:29:20: Ja, und für mich war das vielleicht jetzt auch nochmal das Entsorgen dieser Leidsordner.
00:29:25: Aber ich weiß, ich werde mein Leben lang damit in Kontakt kommen.
00:29:28: Es ist aber fein für mich!
00:29:30: Ich habe es auf dem Level gebracht Da ist diese Trauer einfach auch Teil von mir... ...aber da is ja viel mehr anderes.
00:29:38: Und die Trauer darf da in mir wohnen In einem kleinen Räumchen Und ab und zu schließe ich dieses Räume noch mal auf Hol diese Trauer raus, betrachte sie mit ganz viel Selbstmitgefühl und nicht mit böser Selbstverachtung.
00:29:59: Und dann darf sie da ein bisschen stehen scheinen traurig sein und dann kommt sie wieder in ihr Räumchen!
00:30:07: Okay so zum nächsten Gefühl und das ist die Scham.
00:30:13: Ja, das ist ja die Emotion über die wir am wenigsten sprechen.
00:30:17: Scham, die flüstert uns die ganze Zeit im Kopf.
00:30:20: was zu!
00:30:21: Du bist nicht gut genug du gehörst nicht dazu wenn die anderen wüssten du kannst es nicht.
00:30:30: Vielleicht schämst du dich weil du den Unterricht nicht so im Griff hast wie der Kollege vermeintlich.
00:30:37: Vielleicht schämst du dich, weil du schon wieder eine Stunde improvisiert hast.
00:30:41: Weil du darüber nachdenks auszusteigen oder weil du am Elternabend keine souveräne Figur abgegeben hast.
00:30:49: Scham zeigt uns hier ist mein Bedürfnis nach Zugehörigkeit, nach Selbstwert und nach Authentizität nicht erfüllt.
00:30:59: Da ist also ne Diskrepanz zwischen dem wie ich sein will und dem wie Ich mich gerade erlebe.
00:31:06: Es gibt ein Ich, wie ich sein will.
00:31:10: Ja die tolle Lehrkraft, die die halt super auf dem Elternabend abliefert und alle Eltern in ihren Bann zieht.
00:31:21: Wie auch immer das tolle Beispiel für die Referendare aber auch die Super Selfcare Queen.
00:31:28: also du kriegst es alles unter einen Hut bis noch die Übermutter dabei oder der tolle Vater.
00:31:35: ja Und das klafft irgendwie auseinander mit dem, wie du dich gerade erlebst.
00:31:40: Und daraus entsteht Scham.
00:31:42: und hier ist wichtig zu verstehen... Scham erzählt ja häufig, du wärst nicht gut genug aber im Fall des Schulsystems Ist das ganz sehr doch ein bisschen komplexer, ne?
00:31:54: Das ist ein sehr sehr herausforderndes System.
00:31:58: Ein sehr sehr komplexter Job!
00:32:01: Vielleicht kannst du in manchen Bereichen ja noch besser werden aber du bist ja nicht grundsätzlich nicht gut genug.
00:32:09: Es ist einfach wahnsinnig herausforderend und jeder geht damit anders um.
00:32:14: Und auch die bei denen es augenscheinlich klappt sind genauso von Scham betroffen.
00:32:22: Okay, kommen wir zur nächsten Emotion und das ist die Wut.
00:32:28: Wut ist eine kraftvolle Emotion und wir sehen in unserer Kultur Wut häufig als was Schlechtes, zum Beispiel bei kleinen Jungs.
00:32:38: Die hauen oder so in der Kita... Vielleicht hat dein Kind ja so eins das in der kita mal ein anderes Kind gebissen hat?
00:32:46: Und dann stehen die Erzieherinnen damit betroffen im Blick und dann kommt direkt die Charme und nein mein Kind hat gebissen!
00:32:53: So wut is was böses, dass soll man nicht auch als Mädchen schon gar nicht.
00:32:58: Wut, das macht man nicht!
00:32:59: Man soll gehorsam sein und die Gefühle wegdrücken... Ja dabei ist Wut etwas so wichtiges.
00:33:07: Mein Gott stell dir mal vor da wäre ein Tier dass ein Junges hat und dann wird dieses Junge angegriffen.
00:33:18: jetzt stell dir einmal vor dieses Tier wäre evolutionär nicht mit Wut ausgestattet So, wie sollte es sich denn wehren?
00:33:27: Dagegen dass ein junges angegriffen wird.
00:33:29: Wut ist eine überlebenssichernde Emotion Die zeigt uns hier wird ne Grenze überschritten Da passiert etwas Ungerechtes Hier werde ich nicht respektiert Hier muss Ich Eine grenze setzen.
00:33:47: Wut Ist Etwas Ganz Kraftvolles das Muss da sein.
00:33:51: Und ich habe so viele, insbesondere Frauen im Coaching die keine Wut mehr empfinden können weil sie glauben das was Sie empfinden ist eigentlich Angst und Trauer.
00:34:03: Ja natürlich!
00:34:05: Da ist ganz viel Angst und trauer aber diese Teile sind da, sie sind aber nicht alles.
00:34:12: häufig wenn wir im Coachin tiefer graben dann ist darunter eine unbändige Wut Eine Wut über Grenzüberschreitungen, über Jahre der Grenz Überschleitungen die man ja vielleicht sogar ganz angepasst nickend in Kauf genommen hat.
00:34:30: Mit der geballten Faust in der Tasche weil man geglaubt hat das muss so!
00:34:34: Weil man Angst hatte vor der Reaktion und vor dem Aushalten was da passiert wenn man diese Grenze setzt.
00:34:43: also ich kann dir sagen Burnout ist auch eine Wutsympthomatik Da liegt so viel Kraft drin, soviel weggedrucktes.
00:34:56: Ja und als Lehrkraft gibt es natürlich ganz viele Momente für Wut die du vielleicht aber gar nicht so identifizieren würdest sondern als Versagen, als Scham, als Angst... Aber geh da vielleicht mal differenzierter durch den Alltag!
00:35:11: Manch einer hat sehr guten Kontakt zu seiner Wut.
00:35:15: Ja, da ist die Wut ganz tief vergraben.
00:35:18: Es gibt so viele Momente, die wütend machen könnten.
00:35:21: mal wieder eine Zusatzaufgabe, die dir oft gebrummt wird.
00:35:26: Mal wieder Eltern, die deine Arbeit infrage stellen.
00:35:29: Vielleicht eine Entscheidung, die von der Schulleitung umgestoßen wird ohne dich zu konsultieren Eine Note, die du gegeben hattest und in der Zeugniskonferenz plötzlich geändert war ohne dich einzubeziehen.
00:35:44: Schülerinnen und Schüler, die dich vielleicht nicht ernst nehmen.
00:35:47: Ja!
00:35:48: Ein Dienstherr der deine Gesundheit nicht ernst nimmt.
00:35:52: Die Gesellschaft, die von Lehrkräften erwartet dass sie alles auffangen Bildungsgerechtigkeit Erziehungstifizite psychische Gesundheit Alles.
00:36:00: Es gibt ganz viele Anlässe für Wut Und das ist berechtigt.
00:36:04: Wut zeigt uns Mein Bedürfnis nach Respekt Autonomie Fairness.
00:36:11: Gehört werden Grenzen ist gerade massiv verletzt.
00:36:16: Ja, jetzt gibt es natürlich ganz viele unterschiedliche Dinge wie Wut sich äußern kann.
00:36:24: Vielleicht hast du dich auch schon rumschreiend in der Klasse erlebt?
00:36:29: Also ich habe mich so erlebt und nicht einmal!
00:36:33: Ist das das Lehrer Ich was ich sein wollte?
00:36:36: Nein da kommt die Scham wieder hoch.
00:36:40: Die Frage ist ja, Was mache ich mit der Wut?
00:36:43: Wut hat eine wichtige Funktion, die gibt Energie um deine Grenze einzufordern.
00:36:49: Um sie zu etablieren!
00:36:51: Wut sagt uns hier muss ich was ändern und manchmal ist Wut eben der erste Schritt zur Veränderung.
00:36:59: Und dann haben wir noch eine fünfte Grundemotion und das ist der Ekel.
00:37:03: Ekel is jetzt etwas Spannendes ne?
00:37:06: Weil man oft gar nicht ekel im Schulkontext wahrnimmt aber er ist ja schon da.
00:37:13: Ekel sagt uns, das ist nicht gut für mich.
00:37:18: Das verletzt meine inneren Werte oder davor muss ich mich schützen?
00:37:23: Ich meine, Ekel ist ja vielleicht sowas was ein Kind empfindet wenn es irgendwas zu essen im Mund hat, was sich komisch anfühlt.
00:37:31: Das ist schleimig!
00:37:33: Das ist hart... oder keine Ahnung man fasst etwas an, was unangenehm ist.
00:37:39: Das is glitschig.
00:37:41: aber Auch im Schulalltag gibt es Anlässe Ekel zu empfinden.
00:37:45: Vielleicht fühlst du Ekel, wenn du in einer Konferenz sitzt und Entscheidungen getroffen werden die gegen dein persönliches pädagogisches Ethos gehen?
00:37:55: Vielleicht empfindest du Ekele, wenn Du Kolleginnen oder Kollegen dabei beobachtest wie sie ja bis zum Anschlag im Hintern der Schulleitung stecken Weil sie arschkriechen.
00:38:14: Lass es uns doch einfach mal so benennen!
00:38:17: Ich habe allerdings auch die eine oder andere Kundin, die empfindet Ekel weil es zu sexuellen Übergriffen in ihrem Kollegium kam.
00:38:26: Nämlich zur anzüglichen Bemerkungen, zu Grabschereien.
00:38:31: Gerne auch mal durch die Schulleitung und das wird auch gedeckt vom Dienstherrn.
00:38:36: Das sind Ausnahmefälle.
00:38:38: also Ich will hier überhaupt keinen Rufmord betreiben oder so, ich benenne ja das auch nicht.
00:38:43: Wo das passiert und so weiter?
00:38:45: Ich sag nur es gibt es!
00:38:47: Es gibt die Fälle wo vorgesetzte den Rücken gedeckt bekommen... ...und es ist allseits bekannt dass die sexuell anzügliche Bemerkungen machen.
00:39:00: vielleicht auch hier und da schon mal gegrapscht wurde.
00:39:03: Es gibt ja auch manchmal Phänomen im Collegium, dass Schülerinnen und Schüler wiederholt von unangenehmen Erlebnissen mit einer Lehrkraft berichten die sie als irgendwie übergriffig oder anzüglich empfunden haben.
00:39:22: Ja!
00:39:23: Und da ist Ekel definitiv eine relevante Emotion, die du möglicherweise empfindest.
00:39:31: Ekel zeigt uns hier ist mein Bedürfnis nach Integrität Nach Wertekongruenz, nach Authentizität verletzt.
00:39:39: Hier muss ich mich abgrenzen!
00:39:41: Okay so jetzt sind wir die fünf Grundemotionen durchgegangen Freude Trauer Scham Wut und Ekel.
00:39:50: natürlich gibt es noch viele viele weitere Emotionen aber die lassen sich vielleicht untergruppieren unter diese fünf.
00:39:57: Und bevor wir jetzt weitergehen, was du denn damit im Alltag machst, möchte ich noch kurz bewusst machen.
00:40:03: Es gibt einen Unterschied zwischen einem Gefühl und einem Bedürfnis.
00:40:07: Ein Gefühl ist die emotionale Reaktion.
00:40:11: Ich bin wütend!
00:40:13: Ich bin traurig!
00:40:16: Ein Bedürfenes ist das, was dahinter liegt.
00:40:27: Und dann gibt es noch eine Strategie, das ist der konkrete Weg wie wir versuchen das Bedürfnis zu erfüllen.
00:40:34: Also Gefühlen identifizieren und wahrnehmen wäre Schritt eins Das dahinterliegende Bedürfenes identifiziert und dann Strategie Versuchen zu entwickeln Ausprobieren Wie dieses bedürfendes denn dann erfüllt werden kann?
00:40:54: Das wäre jetzt der Plan.
00:40:58: Ganz konkretes Beispiel, du bist frustriert weil du mehr Wertschätzung brauchst.
00:41:04: Die Frustration ist jetzt hier ein Gefühl die Wertschätzungen wäre das Bedürfnis und deine Strategie könnte sein ja ich will jetzt irgendwie dass die Schulleitung mich lobt.
00:41:16: Findest Du das eine zielführende Strategie?
00:41:21: So damit will ich bereits antiesern.
00:41:24: es gibt nicht nur eine Strategie.
00:41:27: Natürlich könntest du jetzt versuchen, alles Mögliche zu tun um ins Blickfeld der Schulleitung zu gelangen damit sie dich endlich mal lobt.
00:41:35: Das wäre jetzt immer nur eine Strategie!
00:41:38: Der Gamechanger ist, zu verstehen es gibt viele Wege Wertschätzung zu bekommen und das geht jetzt nicht nur darum dass du Wertschätzungen von der Schulleitung bekommst.
00:41:47: Du kannst dir Wertschättung auch in anderen Kontexten holen und es wird einen Einfluss auf dieses Gefühl haben.
00:41:55: Du kannst die zum Beispiel von KollegInnen bekommen, von Schülerinnen vielleicht auch von dir selbst oder von Menschen außerhalb der Schule.
00:42:04: also nur weil da Eine Baustelle, besonders in deinem Auge ist, muss es nicht sein dass du an dieser Baustell auch unmittelbar das Bedürfnis erfüllst oder es erfüllt bekommst.
00:42:18: Denn manchmal sind wir ja auf verlorenen Posten.
00:42:23: Let's face it!
00:42:24: Es gibt Personen die bleiben so wie sie sind.
00:42:26: Es gibt Konstellationen die bleiben also wie Sie sind.
00:42:29: Mach dich das handlungsunfähig?
00:42:31: Nicht zwingend... Die Kunst ist zu schauen, wo kriege ich dieses Bedürfnis denn vielleicht alternativ gestellt?
00:42:41: Okay.
00:42:42: So jetzt wird es konkret!
00:42:43: Wie gehst du vor wenn du merkst da ist ein heftiges Gefühl und ich will verstehen was es mir sagen will.
00:42:49: Ich stelle dir jetzt einen Schritteprozess vor Und du musst nicht alle Schritte perfekt machen.
00:42:54: Es geht jetzt nicht um Perfektion sondern erst mal um Bewusstheit und einen kleinen Schritt in Richtung Selbstfürsorge.
00:43:04: Wir starten mit Schritt eins.
00:43:07: Pause!
00:43:09: Der erste und vielleicht wichtigste Schritt Stopp, halt inne, steig aus dem Autopilot aus.
00:43:17: Das ist in so heftigen Situationen Und ich weiß In heftigem Situationen kriegst du diese Abfahrt häufig gar nicht.
00:43:27: Aber es wäre das Ziel Es wär das Ziel irgendwann und mit Übung schaffst Du das aus dem Autopilot auszusteigen, die Abfahrt zu bekommen.
00:43:35: Vielleicht schaffst du es aber am Anfang erst mal danach?
00:43:40: Oder du baustest dir routiniert ein in deinen Schultag das Du wirklich diesen Stopp mal hast innezuhalten Aus dem Muster rauszukommen und zu reflektieren.
00:43:52: was war eigentlich in dieser oder jener Situation los?
00:43:56: Was war mein Gefühl?
00:43:59: Okay, die Kunst der Meister ist es in der Situation zu stoppen.
00:44:04: Da kommst du auch hin!
00:44:05: Bin mir ganz sicher.
00:44:06: So, das ist aber Übungssache.
00:44:09: Stoppen klingt jetzt erstmal banal, aber im Schulalltag fällt das jetzt gar nicht so leicht.
00:44:15: Also wenn Du merkst da ist ein starkes Gefühl wäre jetzt das Idealszenario nimm Dir einen Moment.
00:44:22: Das kann in der Pause sein, dass kann auf dem Lehrerklo sein Auf dem Heimweg im Auto Abends auf dem Sofa.
00:44:31: Atme bewusst Das wäre jetzt zum Beispiel noch in der Situation oder kurz danach Aber grundsätzlich ist das glaube ich ein guter Hinweis.
00:44:39: Atme, atme bewusst.
00:44:41: Drei bis fünf tiefer Atemzüge geben dir ja schon diese Pause Vielleicht sogar wenn du im Trigger Moment bist Bevor Du zum Autopilotmuster greifst.
00:44:51: was auch immer das ist Pause entstehen lassen In den Körper kommen, spüre wie die Luft ein- und ausströmt.
00:45:02: Und das bringt dich aus dem Stressmodus in einen Zustand, indem du überhaupt die Möglichkeit hast zu reflektieren.
00:45:09: So, das Schritt eins, ne?
00:45:11: Innerhalten!
00:45:12: Schritt zwei, Spüren.
00:45:15: Körperwahrnehmung – und es ist ganz wichtig weil wir ja so Kopfmenschen sind als Lehrkräfte.
00:45:22: Mein Gott, wie viel habe ich dazu gelernt über meine ganzen Coaching-Ausbildungen und die Selbsterfahrung, die da mitzutun haben.
00:45:34: Wie sehr auch ich im Kopf unterwegs bin?
00:45:36: Und wie sehr es hilft in den Körper zu kommen?
00:45:40: Und wir sehe ich auch körperliches Abgewertet habe.
00:45:43: so, ne?
00:45:44: Gefühle sind aber nicht nur Kops!
00:45:45: Gefühles sind im Körper!
00:45:47: Dein Körper ist der ehrlichste Ratgeber, den du hast.
00:45:52: Er ist viel weiser als dein Kopf in vielerlei Hinsicht.
00:45:57: Auch da kann ich dir gerne neurobiologisch ein bisschen das untermauern, deine Kognition die sitzt ja am präfrontalen Cortex deines Hirns.
00:46:05: Das ist der evolutionär jüngste Teil deines Gehirns und wenn man so drauf schaut wie viele Daten werden eigentlich in welchem Hirnbereich?
00:46:15: verarbeitet, dann muss man sagen der präfrontale Cortex das ist das fifty-six K Modem deines Hirns.
00:46:24: Der Rest eines Hirns – das Stamm und Zwischenhirn – das ist die Glasfaser!
00:46:30: Und das ist der Draht in deinen Körper.
00:46:33: Hier wird mit Glasfasern gearbeitet und darum funktionieren auch körperliche Entspannungsmethoden viel besser als dir vorzunehmen dass du jetzt entspannt bist Ist doch alles nicht so schlimm.
00:46:45: Hat das schon mal geholfen bei dir?
00:46:48: Vielleicht hat die aber ja eine Atemübung bei dir schon geholpen.
00:46:51: Oder progressive Muskel-Relaxation oder Yoga!
00:46:56: Ja mein Gott, weil der Körper mit Glasfaser arbeitet und ein kleiner Präfrontaler Cortex den wir als Lehrkräfte so überhöhen, weil das ist ja der, der Abitur macht und er erstes Staatsexamen gemacht hat und zweites... Der ist leider in fifty car Modem.
00:47:11: let's face it.
00:47:14: That being said, also nochmal in den Schritt zwei Körperwahrnehmung.
00:47:20: Frage dich wo spüre ich jetzt gerade was?
00:47:25: Ist da Druck auf der Brust?
00:47:27: ist da enge im Hals ein Kribbeln im Bauch Schwere in den Schultern Ein angespannter Kiefer ein Kloß im hals?
00:47:37: Wie fühlt sich das an?
00:47:39: isst es heiß oder kalt?
00:47:42: ist es schwer leicht, eng oder weit.
00:47:48: Und dann fragte ich wie intensiv ist das auf einer Skala von eins bis zehn?
00:47:53: Ist es gerade ne acht?
00:47:55: Oder... Na, es ist nur vier!
00:47:59: Oder es sind ne
00:48:00: zehn?!
00:48:02: Also ich weiß in der Situation wirst du das wohl kaum machen, ne?
00:48:07: Dass jetzt im Körper lokalisieren und dann auch noch den ganzen Zahl geben, bevor du im Klassenraum handelst.
00:48:14: Das ist mir klar!
00:48:16: Aber vielleicht wird es automatisierter wenn du eine Übung darin bekommst.
00:48:22: Ziel ist auf jeden Fall Handlungsrepetoire dir aufzutun bzw.
00:48:27: überhaupt erstmal Handlungs- und Wahlfähigkeit zu haben anders handeln zu können Denn im Autopilot kannst du nicht anders handeln.
00:48:36: Diese Pause, die zwischen Reiz und Reaktion da ist, gibt dir überhaupt erst die Möglichkeit etwas umzubewerten und dich entscheiden anders zu handeln.
00:48:47: Also Wenn ich jetzt über Körper spreche und wo ist das in deinem Körper?
00:48:52: Und welche Zahl hat es?
00:48:55: Das klingt vielleicht esoterisch Ist es aber nicht.
00:48:59: Es ist hoch effektiv und es ist absolut evidenzbasiert.
00:49:05: Und ich arbeite im Coaching viel mit diesen körperbasierten Methoden, und es gibt immer wieder Lehrkräfte die sagen du diese eine oder andere Sache, die du mir davor geschlagen hast oder die wir da gemacht haben.
00:49:18: Ich hatte innerlich erstmal echt so ein Widerstreben weil ich dachte was soll der denn der scheiß jetzt?
00:49:23: Und dann dachte ich so ja okay lass dich drauf ein Monika Du hast ja Geld dafür bezahlt.
00:49:28: ne ... war ich komplett überwältigt, weil mir in dieser Situation so die Tränen kamen.
00:49:37: Ich wusste gar nicht!
00:49:38: Wo kommt das her?
00:49:40: Ja... Das ist die Glasfaser und ich schwöre da mittlerweile drauf.
00:49:47: Und das ist nicht, weil ich jetzt angefangen habe irgendwas zu pendeln oder Horoskope zu lesen.
00:49:52: Wenn du daran glaubst, No Offence, ich glaube dann nicht dran, dass es mein Weg, das andere ist dein Weg.
00:49:58: Mir geht's um wissenschaftliche Fundiertheit.
00:50:01: So, und wenn du lernst deine Körpersignale wahrzunehmen dann erkennst du Gefühle viel früher bevor sie dich überrollen.
00:50:09: es geht also viel um Regulationstechniken.
00:50:13: Okay so wir sind jetzt bei Schritt drei das benennen.
00:50:17: Jetzt gehts darum dem Gefühl einen Namen zu geben.
00:50:21: Viele von uns haben gelernt Gefühler haben genau zwei Kategorien gut oder schlecht.
00:50:27: Wie fühlst du dich?
00:50:28: Gut.
00:50:30: Oder schlecht!
00:50:32: Das ist jetzt leider zu grob, Versuch also bitte genauer zu werden.
00:50:37: Statt ich fühle mich schlecht.
00:50:38: vielleicht Ich bin frustriert oder Ich Bin verärgert.
00:50:46: Ich fühl mich übergangen Ja oder ich fühl' mich nicht gesehen oder sowas, ne Es gibt tolle Tools dafür Zum Beispiel das Gefühlsrat.
00:51:00: Das kannst du mal googeln und dann findest du ganz viele Visualisierungen vom Gefühlsrat, dass es schlichtweg so ein Kreis da sind die Grundemotionen drauf.
00:51:09: manche Titulieren diese Emotionen auch ein bisschen anders und dann splittet sich das auf in Unter-Emotionen dieser Gattung.
00:51:18: Also es gibt dir einfach erst mal Wortschatz, so wie ich im Englischunterricht Wortschaftsarbeit mache und ist dann halt fünf verschiedene Worte für in etwa das Gleiche gibt.
00:51:31: ja So gibt es dort Schatierungen zwischen Emotion Und das kannst du dir zum Beispiel ausdrucken dir irgendwo hinhängen oder dir irgendwo reinfalten, in eine Klarsichtfolie tun.
00:51:44: Oder die in ein Lehrerkalender reinkleben oder sonst was.
00:51:49: und wichtig ist dabei auch es können natürlich mehrere Gefühle gleichzeitig da sein.
00:51:53: du kannst gleichzeitig wütend und traurig sein Du kannst erleichtert sein und dich schuldig fühlen.
00:52:02: das ist komplett normal.
00:52:04: also vielleicht eine Frage, die weiter hilft.
00:52:07: Wenn dieses Gefühl jetzt gerade sprechen könnte was würde es sagen?
00:52:13: Und wenn es sagt fuck you dann ist es vielleicht wut.
00:52:20: Ja.
00:52:21: und wenn es sagt oh mein Gott ich möchte mich nur verkriechen Ich bin der bescheuertste inkompetenteste Mensch der Welt Dann ist das vielleicht Scham Trauer und Angst Und alles drei darf da sein.
00:52:41: Okay, so!
00:52:42: Wir haben jetzt schon geschafft Pause spüren und benennen.
00:52:48: Jetzt kommt Schritt vier Erforschen und dieses Bedürfnis zu erkunden.
00:52:53: das bringt dich jetzt weiter.
00:52:54: wir kommen damit nämlich zum Kern.
00:52:56: was brauche ich denn jetzt?
00:52:58: Und hier sind Fragen die dir helfen können.
00:53:02: Was brauche Ich gerade wirklich?
00:53:10: Wonach sehne ich mich?
00:53:15: und wenn es mir besser ginge, woran läge es?
00:53:22: Was wäre denn da jetzt erfüllt, wenn das mehr besser ging.
00:53:27: Und da unterscheide dann bitte zwischen Bedürfnis und der Strategie.
00:53:32: also Wenn du frustriert bist nach einer Konferenz und Du denkst Ich will dass die Schulleitung mir endlich mal zuhört Das ist eine sehr spezifische Strategie, das heißt nicht dass dein Bedürfnis jetzt nur dadurch erfüllt wird.
00:53:52: Das Bedürfen ist vielleicht ja einfach Wertschätzung und gesehen werden und ernst genommen werden.
00:54:00: Die Strategie wäre ja.
00:54:01: ich gehe zur Schulleitung und hoffe, dass die mir auch mal zuhört.
00:54:06: Bedürftes kann also sein Ich brauche Mitgestaltung.
00:54:11: Überleg doch mal, wo kannst du mitgestalten?
00:54:14: Wenn das Bedürfnis erkannt ist, dann öffnen sich ja plötzlich viele Wege.
00:54:19: Das gehört werden – das kannst Du eben auch woanders finden und nicht da, wo Du immer abprallst!
00:54:26: Es ist unwahrscheinlich dass das Bedirfnis dort erfüllt wird, wo du immer ab prallst.
00:54:33: Vielleicht kannst Du das Gehörtwerden herstellen indem Du Mit Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeitest enger.
00:54:43: Vielleicht kannst du an den Lehrerrat oder dem Personalrat herantreten, sodass es besser gehört wird?
00:54:50: Vielleicht geht's auch eher darum dass Du Dich wieder besser hörst!
00:54:55: Und das in einem Coaching entwickeltsd Dass Du Gehört wirst im Rahmen eines Coachings vor allen Dingen aber auch dich selbst Hörst und er hört vielleicht in einer kollegialen Fallberatung oder indem du einfach in dich rein hörst, durch Journaling zum Beispiel.
00:55:17: Also Bedürfnisse können auch an anderer Stelle gestillt werden als da wo das Gefühl entstanden ist.
00:55:25: Schritt fünf wäre das Validieren Das Gefühl und das Bedürftnis anerkennen Und dieser Schritt wird oft übersprungen, aber es ist so wichtig.
00:55:39: Erkenne an dass dein Gefühl berechtigt ist.
00:55:42: Dein Bedürfnis ist legitim!
00:55:46: Du bist nicht der schlechteste Mensch der Welt weil du jetzt Angst hast in der Situation oder weil da Scham isst.
00:55:55: Sag dir Es ist okay das ich mich so fühle?
00:55:59: Dieses Bedürfnis ist menschlich, es ist berechtigt.
00:56:04: Bewehrte es nicht!
00:56:05: Keine Schaben.
00:56:06: Kein... Ich sollte doch dankbar sein oder andere haben es noch viel schwerer.
00:56:13: Deine Gefühle sind valide.
00:56:16: und hier sind wir bei dieser maßloschen Bedürflenspyramide wo man sich ja dann ganz schlecht fühlt weil man denkt ah bei mir geht's ja jetzt hier um die Topbedürfnisse das sind ja alles Third World Problems.
00:56:30: Ich habe doch ein sicheres Gehalt, ich hab'n Dach über'm Kopf!
00:56:34: Ich sehe da Familien bei meinen Schülerinnen und Schülern die sind an der Armutsgrenze... Da ist Gewalt im Elternhaus.
00:56:42: das is was ganz anderes Und ich beschwer mich trotzdem.
00:56:48: sind deine Gefühle valide?
00:56:51: Ja man du bist traurig.
00:56:54: Ja Mann Du bist wütend.
00:56:57: Punkt Das ist Selbstmitgefühl.
00:57:01: Und selbst Mitgefühl ist die Grundlage für jede Veränderung.
00:57:06: Wenn du dich fertig machst, dann wird das zu keiner Verbesserungen Führen.
00:57:12: Du wirst dich jahrelang weiter fertig machen und das sind die Dinge, die wir im Coaching immer wieder bearbeiten.
00:57:20: Wir arbeiten da gerne mit inneren Anteilen also mit multimodalen Persönlichkeitsmodellen.
00:57:26: Es gibt da einen Anteil der macht den anderen fertig Und hat es in den letzten Jahren was gebracht?
00:57:32: Nein Wie können diese beiden Anteile Ohne sich fertig zu machen, jetzt konstruktiv an einem Strang ziehen.
00:57:40: So das ist ja schon fortgeschritten in der Coaching-Welt so ne?
00:57:44: Das würden wir machen.
00:57:46: solltest du vielleicht mit uns zusammenarbeiten!
00:57:50: An dieser Stelle halte erst mal fest selbst Fertigmachen führt zu gar nichts.
00:57:57: Selbst Mitgefühl ist der Schlüssel zur Veränderung.
00:58:01: So, und dann kommen wir zu Schritt sechs.
00:58:03: Nämlich dem Handeln das Bedürfnis zu erfüllen ohne dich zu überfordern.
00:58:09: Ja Was ist also jetzt?
00:58:12: Was machen wir damit?
00:58:13: was kannst du tun um dieses bedürfenes zu erfüllten?
00:58:17: wichtig ist natürlich du musst nicht alles auf einmal ändern Du musst nicht morgen kündigen, du musst nicht morgens dein ganzes Leben umkrempeln.
00:58:25: Du bist kein Versager weil du es jetzt nicht plötzlich an all deinen Lebensbaustellen umgesetzt bekommst sondern erst mal in einem ganz kleinen Sandkastenbereich erprobst.
00:58:35: Kleine Schritte machbare Schritte und da unterscheide ich gerne zwischen drei Ebenen.
00:58:42: die erste Ebene ist die Selbstfürsorge also das was kann ich tun?
00:58:47: Das sind die Dinge, die in deiner Kontrolle liegen.
00:58:50: Sofort umsetzbar!
00:58:52: Zum Beispiel dein Bedürfnis ist Ruhe.
00:58:56: So fort fünf Minuten Pause nach jeder Doppelstunde, in der du wirklich nichts machst außer atmen.
00:59:05: Mein Gott schließt dich im Klassenraum ein?
00:59:07: Du findest deinen Weg.
00:59:09: Ich weiß es ist schwierig.
00:59:10: Vielleicht hast du eine Aufsicht vielleicht hast du einen Raumwechsel.
00:59:14: Dann guck mal in deinen Wochenstundenplan.
00:59:17: Wo ist es besonders drastisch?
00:59:18: Wo sind die Lerngruppen, nach denen du immer am Rad drehst?
00:59:21: und wie kannst du dir da vielleicht diese Insel schaffen kurz dich zu regulieren ohne dass einer hinschaut zu atmen.
00:59:32: Vielleicht ist das aber auch erst mal außerhalb des Schulalltages.
00:59:35: also dir einen Abend blocken diese Woche schon indem du nichts schulisches machst und langfristig reduzieren.
00:59:43: wo kannst du reduzieren, wo kannst Du Dinge ab?
00:59:47: Ich habe gehört, der Shit mittlerweile in der Schulentwicklung ist das Wort Deimplementierung.
00:59:53: Also als Schule gemeinsam gucken – wo können wir entschlacken?
00:59:57: Was ist sinnfrei?
00:59:59: Was können wir abbauen?
01:00:00: Wo können wir deimplementieren?
01:00:03: Ja vielleicht bist du Teil eines Schulentwirkungsteams, dass sich Deimplementierung zum Ziel gesetzt hat.
01:00:12: Okay!
01:00:14: Zweite Ebene Der machbaren Schritte wäre Kommunikation, also mit anderen sprechen.
01:00:20: Manchmal brauchen wir andere Menschen um Bedürfnisse zu erfüllen.
01:00:23: dann ist Kommunikations natürlich der Schlüssel.
01:00:26: hier würde ich dafür plädieren dass du gewaltfreie kommunizierst.
01:00:31: und im übrigen die Gewalt freie Kommunikion nach Marshall Rosenberg.
01:00:35: das ist im Grunde das worum diese Podcastfolge heute aufgebaut ist nämlich das beobachten ohne Bewertung das Gefühl benennen, das Bedürfnis benennen und dann eine Bitte.
01:00:49: Das ist ja gewaltfreie Kommunikation.
01:00:51: in Rheinkultur.
01:00:53: also zum Beispiel wenn ich sehe dass bla-bla-bla Wenn ich höre dass das stundenmodell jetzt zum fünften mal umgestoßen werden soll fühle ich mich Richtig beschissen fühle ich mich ärgerlich, weil ich denke haben wir denn alle anderen konzepte schon für die tonne konzipiert?
01:01:15: Weil mir wichtig ist dass wir effizient arbeiten.
01:01:20: und Wärst du bereit keine ahnung können wir da nicht noch mal drauf schauen was hier wirklich sinnvoll ist?
01:01:29: Okay stundenmodell ist jetzt vielleicht ein schätz beispiel.
01:01:31: das sind dann eher die dinge die im Einflussbereich dieser personen von der von dir liegen.
01:01:37: Also Punkt eins ist erstmal, was kann ich tun?
01:01:40: Sofortiger Rückzug oder sofortiges Schaffen von Verbundenheit mit einer Kollegin einem Kollegen.
01:01:46: Schritt zwei die Kommunikation mit anderen sprechen.
01:01:50: manche Bedürfnisse kannst du nur mit anderen erfüllen.
01:01:54: und Schritt drei der Perspektivwechsel.
01:01:58: gibt es andere Wege dieses Bedürfenes zu erfülle?
01:02:03: denn wie schon gesagt manchmal können wir ein bedürfnis nicht in der Situation erfüllen, indem es entstanden ist.
01:02:11: Wo also sonst?
01:02:13: Wird dein Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit in der Schule gerade nicht erfüllt?
01:02:19: Vielleicht kannst du's woanders grade finden – In der Familie, in einem Robi als Eltern, im Ehrenamt, in einer Nebentätigkeit, einem Nebenprojekt.
01:02:35: Das ist selbst für Sorge und das ist jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, nur weil du es in Schule so nicht erfüllt bekommst.
01:02:43: Es ist ja vielleicht auch realistisch!
01:02:45: Wer weiß wie deine Schulleitung drauf ist?
01:02:47: Wie die Konstellation in eurem Kollegium ist... Ich hatte zum Beispiel jetzt auch schon Kundinnen von Zwergenschulen drei Kollegen.
01:02:55: Ja mein Gott wenn Du da dich krank meldest oder eine Weiterbildung hast Die mehrere Tage in Anspruch nimmt Ihr seid drei!
01:03:06: Mein Gott, wie soll es funktionieren?
01:03:07: Es gibt vier Klassen und drei Kollegen.
01:03:10: So... Das ist echt eine Partsituation.
01:03:14: Und vielleicht ist da die Antwort auch, es ist gerade schwierig in der Schule oder an dieser Schule, an diesem Standort.
01:03:22: Vielleicht schaue ich auf andere Möglichkeiten dieses Bedürfnis zu erfüllen.
01:03:28: Wichtig ist an dieser Stelle überfordere dich nicht du musst jetzt nicht alle bedürfnisse sofort erfülle.
01:03:36: Es ist ein Marathon, ne?
01:03:37: Nicht ein Sprint.
01:03:40: Manchmal ist das Bedürfnis auch einfach... Ich brauche Hilfe!
01:03:47: ich brauche Unterstützung.
01:03:49: Ich kann und will das auch gerade nicht alleine.
01:03:53: Ich brauch jemanden der mit mir gemeinsam da drauf schaut.
01:03:56: Ich brauch jemandem, der das mit mir sortiert.
01:04:05: glaube ich zumindest, ich weiß nicht mit wem ich darüber reden soll.
01:04:09: Ich fühle mich falsch!
01:04:11: Ich brauche Verbundenheit zu Menschen die die gleichen Themen bewegen wie ich.
01:04:18: und genau da kommen wir zum Beispiel darauf wie du mit uns arbeiten kannst um diese Bedürfnisse zu stellen.
01:04:27: möglicherweise ist nämlich ein Coaching auch eine Antwort darauf oder vielleicht sogar ekel, einen Hebel findest.
01:04:43: Wo das an deiner Dienststelle geht?
01:04:45: Oder ob es in anderen Bereichen geht und was du davon bewirken kannst und was nicht Du weißt.
01:04:52: wenn du mit uns gemeinsam darauf schauen möchtest und daran arbeiten möchtes dann gibt es jederzeit die Möglichkeit In einem kostenfreien Erstgespräch mit uns deine Situation erst mal zu kommunizieren Und zu erfahren wie können wir daran zusammenarbeiten um die Dinge für dich zum besseren zu wenden, damit du dir wieder Lebensqualität erarbeiten kannst.
01:05:16: So lass mich kurz zusammenfassen worum es heute ging nicht nur um mein Sommerferienerlebnis sondern grundsätzlich darum was können die Emotionen Konstruktives denn mitteilen?
01:05:34: Emotionen sind nicht falsch, Emotsionen sind keine Störenfriede.
01:05:37: Sie sind Boten und sie zeigen dir welche Bedürfnisse gerade nicht erfüllt sind.
01:05:43: Die fünf Grundemotionen Freude Trauer Scham Wut Ekel haben alle ihre Berechtigung.
01:05:51: ohne sie geht es nicht.
01:05:53: Und die haben alle Ihre Botschaft.
01:05:57: Okay Es ist nicht immer einfach diese Botschaft zu entschlüsseln aber hier wären sechs Schritte dazu Inhalten, spüren, benennen, erforschen, validieren, handeln.
01:06:17: Und manchmal braucht es dazu Unterstützung um herauszufinden was brauche ich wirklich wo will ich hin?
01:06:23: wie komme ich dahin?
01:06:25: und genau dafür bin ich da ist mein Team da und meine unterstützenden Coaches die mittlerweile ja auch an Bord sind.
01:06:36: In unserem Coaching arbeiten wir mit Lehrkräften und nicht nur mit denen, die aussteigen wollen.
01:06:41: Also mit Lehrkräften daran ihren Alltag wieder so zu bewältigen dass es langfristig gesund erhält und glücklich macht.
01:06:52: Viele denken live auf der Lehramt das ist sie mit dem Exit?
01:06:56: Nee stimmt so nicht!
01:06:58: Wir arbeiten mit ganz vielen Lehrkräften die innerhalb von Schule konstruktiver mit ihren Belastungen umgehen möchten und überhaupt erst mal verstehen möchten was belastet, um dann zu erlernen Was kann ich anders machen?
01:07:13: Und vielleicht auch wieder entdecken dass sie in diesem berufrichtig sind.
01:07:19: Wenn Sie entdeken das ist nicht mehr das was Sie wollen Auch dann begleiten wir weiter.
01:07:25: wenn du also merkst ja Das will ich angehen.
01:07:28: Ich will verstehen was meine Emotionen mir sagen.
01:07:31: Ich will herausfinden, was ich wirklich brauche und ich will Schritte in Richtung eines Lebens gehen das sich stimmig anfühlt.
01:07:40: Egal ob innerhalb der Schule oder außerhalb.
01:07:43: dann trage dich gerne ein für ein kostenfreies Erstgespräch.
01:07:47: Den Link findest du wie immer in den Show Notes oder auf meiner Webseite isabelprobst.de.
01:07:56: Wenn dir diese Folge gefallen hat Wenn sie dir weitergeräufen hat, dann freuen wir uns natürlich über eine positive Bewertung auf Spotify oder auf Apple Podcast.
01:08:07: Das hilft uns weiter gesehen zu werden!
01:08:11: Das hilft anderen Lehrkräften diesen Podcasts zu finden und sich vielleicht auch endlich nicht mehr falsch zu fühlen.
01:08:18: Und wenn du magst folge mir auch gerne auf Instagram und schreib mir dort wie es dir eigentlich gerade geht welche Emotionen da gerade am lautesten sind und was sie dir vielleicht sagen wollen.
01:08:30: Ich bin gespannt, obwohl ich sage jetzt...
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